| Enzyklopädia Coniurationis | | FARC |
Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia (FARC) Hintergrund: Kolumbien. Als die "Nationale Front" *1 1957 den Militärdiktator Pinilla gestürzt hatte und die zivile Ordnung wiederherstellte, erschufen sich bewaffnete kommunistische Gruppen eine Art eigene Regierung in einer Region, die sie "Republik von Marquetalia" nannten. Eine militärische Offensive der Nationalen Front 1958 war die Ursache dafür, daß sich diese Gruppierungen 1964 unter der Organistaion FARC (Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens) zusammenschlossen. Die FARC versteht sich als der paramilitärische Flügel der Kommunistischen Partei Kolumbiens (PCC). Es handelt sich um die größte, älteste, und best-ausgerüstete aufständische Kraft im Land und hat ca. 12000 bis 18000 Mitglieder. Sie behauptet, die armen Klassen Kolumbiens gegenüber den reichen Klassen zu repräsentieren, sowie dem US-Einfluss im Land, der Privatisierung von Naturressourcen und rechtsgerichteter paramilitärischer Gewalt entgegenzutreten. Ihr offizielles Ziel ist die Einnahme des Amtssitzes des Präsidenten (Casa Narino), allerdings hat sich der von ihr geführte Guerillakrieg bereits zu einer Art Selbstzweck als Existenzgrundlage entwickelt. Es gilt als erwiesen, dass die FARC zivile Ziele angegriffen hat und für Massaker an Zivilisten verantwortlich ist. In den USA und der EU wird die FARC als terroristische Organisation angesehen. Sie rechtfertigt die Gewalt mit der starren politischen Situation im Land und der Tatsache, dass Gewaltakte gegen ihre Mitglieder oder ehemalige Mitglieder begangen worden sind. Sie behauptet Jene anzugreifen, die ihre Bewegung "gefährden". Die FARC finanziert sich durch Entführungen, Erpressungen, den Schutz von Drogenhandel (in den sie seit der zweiten Hälfte 90er Jahre zunehmend selbst involviert ist), Waffenhandel, Schutzgeld von Landwirtschafts-, Öl-, und Bergbauunternehmen, durch Beschlagnahmung wertvoller Güter bei Highway-Blockaden, und teilweise duch Plünderungen von Banken. Eine ihrer Aktionen war der Angriff auf eine Militärbasis in Guaviare am 4. September 1996, dem sich ein dreiwöchiger Guerillakrieg mit 130 Toten anschloss. Im Rahmen von Friedensgesprächen wurde der FARC am 7. November 1998 von Präsident Andres Pastrana Arango ein von ihr gefordertes 42000 km² großes Gebiet als sicherer Zufluchtsort gewährt. Es wurde allerdings von der BBC berichtet, daß die FARC dieses Gebiet auch für militärische Ausbildungen sowie Drogen- und Waffenhandel benutzte. Als die FARC im Februar 2002 die Präsidentschaftskandidaten Ingrid Betancourt entführte (die bis heute in der Gewalt der FARC ist), beendete P
| | Verwandte Themen im Lexikon | Treffer in der WarHistory | Treffer im Terror Archiv | - EPL - M-19
|
- Kolumbien (M-19) - Kolumbien (FARC)
| keine
| Alle Logos und Warenzeichen sind eingetragene Marken der jeweiligen Inhaber.
Alle auf dieser Seite angebotenen Informationen unterliegen dem jeweiligen Urheberrecht. Eine Übernahme, Vervielfältigung und Speicherung ist nur mit Genehmigung und eindeutiger Quellenangabe erlaubt. Für Schäden aufgrund fehlerhafter Informationen wird keine Haftung übernommen.
© Redaktion"at"Ask1.org |
|