| Enzyklopädia Coniurationis |
| Knigge, Adolf |
Freiherr Adolf Knigge, dt. Schriftsteller: geb. 1751, gest. 1796; schrieb satir. Romane und aufklärer. Schriften, bekannt durch sein Werk »Über den Umgang mit Menschen« (1788, kurz »Knigge« genannt). Am 16. Oktober 1752 wird Knigge auf Guten Bredenbeck bei Hannover geboren. Kindheit und standesgemäße Erziehung bei Privatlehrern. Im Oktober 1769 wird Knigge an der Göttinger Universität imatrikuliert und studiert Jurisprudenz sowie Kameralwissenschaften. Knigge wohnt im Haus des Verlegers Johann Chrstian Dietrich und ist Nachbar von Georg Christoph Lichtenberg. Beim Landgrafen Friedrich II. am Hessischen Hof zu Kassel wird Knigge 1770 zum Hofjunker und Kammerassessor ernannt. Der Landgraf bewilligt ihm einen eineinhalbjährigen Urlaub, den Knigge zur Fortsetzung seiner Studien und zu Reisen durch Deutschland nutzt. Knigge heiratet 1773 Henriette von Baumbach, deren Güter in Nentershausen bei Kassel liegen. Am 20. Februar tritt Knigge dem Freimaurerbund in der Loge "Zum gekrönten Löwen" bei. Knigge läßt sich 1780 in Frankfurt am Main nieder (bis 1783). Er wird von dem Marquis von Costanzo angeworben und schließt sich als Mitglied dem Illuminatenorden Adam Weishaupt´s an. Er nimmt den Ordensnamen "Philo" nach dem jüdisch-hellenistischen Aufklärer der Antike an. In Ingolstadt trifft er 1781 zum ersten mal mit Adam Weishaupt, Professor des Natur- und Kirchenrechts sowie Gründer des Illuminatenordens zusammen. Knigges erste Illuminatenschrift "Über Jesuiten, Freimaurer und deutsche Rosenkreuzer" sowie der erste Band von "Der Roman meines Lebens" erscheinen. 1783 trennt Knigge sich von Adam Weishaupt und siedelt über nach Heidelberg. Tätigkeit übt er als als freier Schriftsteller und Theaterautor aus. Am 14. April 1784 tritt Knigge offiziell aus dem Illuminatenorden aus. 1788 tritt Knigge der von Karl Friedrich Bahrdt gegründeten "Deutschen Union" bei. Am 14. Juli 1790: in Hamburg im Hauses des Kaufmanns Georg Heinrich Sieveking gemeinsam mit Klopstock Teilnahme an einem Freiheitsfest zu Ehren der Französischen Revolution. 1796 starb Knigge am 6. Mai. Seine Bestattung war im Bremer Dom
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