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Als Kreuzzug bezeichnet man insbesondere Kriegszüge der westlichen Kirche zur Befreiung Jerusalems und des Heiligen Landes von der Herrschaft der "ungläubigen" Muslime, aber auch andere von der katholischen Kirche veranlasste Kriege gegen heidnische Völker und gegen Ketzer.
Der erste Kreuzzug 1096-1099
Bereits Papst Gregor VII wollte die in Palästina lebenden Christen von ihrer heidnischen Umgebung befreien, doch auf Grund seiner Kämpfe gegen den deutschen Kaiser Heinrich IV unterblieb ein solches Unterfangen. Als 1071 die Seldschuken den christliche Kaiser von Byzanz Romanos bei Manzikert schlugen und die Städte Nikaia, Smyrna, Palästina, Jerusalem und Antiochia eroberten, entschloss man sich dem Vormarsch der Ungläubigen Einhalt zu gebieten.
Der zweite Kreuzzug 1147-49
Im Jahre 1144 kam es zur Rückeroberung des Kreuzfahrerstaates Edessa durch den Fürst von Mosul Zengi. Dieses Ereignis lieferte die Grundlage für den zweiten Kreuzzug. Das propagierte Ziel war die Rückeroberung von Edessa. Der französische Abt Bernhard von Clairvaux wurde zur treibenden Kraft des Kreuzzuges. Seine Parole: " Vollständige Ausrottung der Heiden oder sichere Bekehrung." Es gelang ihm durch geschicktes predigen den französischen König Ludwig VII. und den deutschen König Konrad III. für den Kreuzzug zu gewinnen.
Der dritte Kreuzzug 1189-1192
1187 n.C griff der christliche Raubritter Rainald von Chattilon eine Handelskarawane an, unter der sich der Legende nach die Schwester des Sultan Saladin befand. Saladin gelobte daraufhin den Verantwortlichen zur Strecke zu bringen, was ihm auch am 4.6. 1187 in der Schlacht von Hattin gelang.
Der vierte Kreuzzug 1202-1204
Kurz nach seinem Amtsantritt rief der ehrgeizige Papst Innozenz III. im August 1198 zum Kreuzzug auf. Geplant war dieser Kreuzzug, ähnlich wie der erste Kreuzzug, als Unternehmen der Kirche. Damit wollte der Papst, wie schon Urban II damals, seine weltliche Macht demonstrieren.
Der fünfte Kreuzzug 1228-1229
Während der Königszeremonie in Rom am 22.11.1220 nahm der deutsche Kaiser Friedrich der II. das Kreuz, nach dem zuvor scharfe Strafandrohungen gegen Häretiker verlesen worden waren. Dieser erneute Kreuzzug war eng mit dem Kampf um die Vormachtstellung in Italien verbunden. Friedrich hatte seinen Einfluss in Italien ausgebaut und Papst Honorius fühlte sich vom deutschen Kaiser bedroht. Durch den Vertrag von San Germano 1227 verpflichtete Friedrich sich im August ins heilige Land aufzubrechen.
Der sechste Kreuzzug 1248-54
Im Jahre 1244 fiel Jerusalem endgültig durch ein in Damaskus plündernder türkischer Söldnertrupp, welcher ausreichte die Heilige Stadt überraschend einzunehmen. Es wurden mehrere tausend Christen niedergemetzelt und die Grabeskirche ging in Flammen auf. Nach vierjähriger Vorbereitung startete 1248 der sechste Kreuzzug unter Ludwig IX dem Heiligen.
Der siebte Kreuzzug 1270
Auch der 7. und letzte Kreuzzug hatte nur eine kurze Geschichte. Führer des Kreuzzuges war erneut der französische König Ludwig . Nachdem der 6. Kreuzzug fehl geschlagen war und Ludwig 1254 einen Teil seiner Truppen zurücklassen musste, wurden diese in den Krieg zwischen Venedig und Genua verwickelt.
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