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Geronimo (geb. 16.06.1829, gest. 17. Februar 1909) war Häuptling und Schamane der Bedonkohe-Apachen, einer Untergruppe der Chiricahua-Apachen.
Sein eigentlicher Name war "Goyaalé" oder "Goyathlay" und bedeutet "Gähnender" bzw. "Einer, der gähnt". Die Mexikaner verliehen ihm den Namen "Geronimo" (von "Jerome"). Er war bekannt für seine brillante Militärstrategie und einer der letzten Häutlinge, die sich gegen die Ansiedelung in Reservaten wehrten. Goyaalé schwor Rache, als seine Mutter, seine Frau und seine drei Kinder 1858 von mexikanischen Truppen getötet wurden:
"Wir sind die gleichen Männer wie die Mexikaner - wir können ihnen antun, was sie uns angetan haben. [...] Meine Leute wurden alle in diesem Land getötet, und auch ich werde sterben, wenn es sein muss." (Zitat aus der Autobiographie "Geronimo. His own Story", Übers. d. Red.)
In der Folgezeit führte er sowohl gegen mexikanische als auch gegen amerikanische Truppen einen Guerillakrieg. Nachdem die Chiricahua 1876 gewaltsam in ein mitten in der Wüste gelegenes Reservat bei San Carlos übersiedelt wurden, floh er mit einigen Anhängern nach Mexiko, wo man sie bald verhaftete und in die neue Reservation zurückbrachte. Geronimo brach wiederholt aus und verbrachte die nächsten Jahre abwechselnd in Mexiko und der San-Carlos-Reservation. Wegen Überfällen auf mexikanische Dörfer und Farmen, bei denen die Gruppe Vorräte und Pferde erbeutete, wurden sie bald auch von den Mexikanern mit großem Aufwand verfolgt. Nach Deportationen, Fluchtunternehmungen, Hetzkampagnen in der Presse und der Dezimierung seiner Anhänger auf etwa zwei Dutzend ergab sich Goyaalé 1886 zum letzten Mal. Geronimo versuchte sich nun an die Lebensweise der US-Bürger anzupassen, trank im zunehmenden Maße Alkohol und diktierte seine Lebensgeschichte, die lange Zeit nicht veröffentlicht wurde, doch nach einer Überarbeitung, deren Ausmaß nicht sicher festgestellt werden kann, von Präsident Roosevelt genehmigt und von einem Verlag publiziert wurde. 1909 starb er in Gefangenschaft an einer Lungenentzündung. Gerüchte besagen, dass Geronimo während eines Gewitters im Alkoholrausch unter freiem Himmel eingeschlafen sei.
"Ich habe nie Unrecht ohne Grund getan, und wenn ihr von Unrecht redet, oder auch nur an Unrecht denkt, so tätet ihr besser daran, an das Unrecht zu denken, das ihr dem Roten Manne zugefügt habt, und das tief und weit wie ein Ozean ist, durch den niemand mehr waten kann, ohne darin zu ertrinken." (Goyaalé, zitiert nach: H. J. Stammel: Indianer. Legende und Wirklichkeit von A-Z. Leben - Kampf - Untergang)
Grabraub
Goyaalés Leic
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