| Enzyklopädia Coniurationis | | Augustinus |
Augustinus, Aurelius, hl.,
geb. Tagaste (Numidien) 13. 11. 354 gest. Hippo Regius (heute Annaba) 28. 8. 430
Abendländischer Kirchenvater. Lehrer der Rhetorik in Tagaste, Karthago, Rom und Mailand; von seiner Mutter (Monika, Monnika) christlich erzogen; trennte sich 385 von seiner Lebensgefährtin, mit der er einen Sohn hatte. Vom Christentum zunächst enttäuscht, wandte er sich dem Manichäismus, später der akadem. Skepsis zu. In Mailand begegnete er Ambrosius, der ihn 387 taufte. 396 wurde er Bischof von Hippo. - Für A. ist Gott absolute Wahrheit, nach der der Mensch verlangt, freie Person, unergründlich in seinen Weisungen. Die Seele des Menschen ist durch göttl. Erleuchtung zur Erkenntnis befähigt, wobei die sinnenhaften Eindrücke anregend wirken. Das geschichtsphilos. Modell, das A. in "De civitate Dei" (Gottesstaat, 413-426) entwickelt, ist gekennzeichnet durch den Ggs. und den Kampf zw. der Civitas Dei (Reich Gottes) und der Civitas terrena (Reich der Welt). Die Weltgeschichte wird als Abfolge von heilsgeschichtl. Perioden mit einem sich verschärfenden Kampf zw. den beiden "Reichen" mit dem Ziel der Trennung im göttl. Endgericht gesehen. - Fest: 28. August.
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