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| Enzyklopädia Coniurationis | | Anthrax (Milzbrand) |
Die Erkrankung des Milzbrandes ist bereits aus dem Altertum bekannt, die Beschreibung der Milzbrandstäbchen erfolgte 1849 durch POLLENDER und Robert Koch klärte 1876 den kausalen Zusammenhang zwischen Anthrax-Bazillen und der Erkrankung. B. anthracis gehört zu den aeroben, grampositiven, sporenbildenden Bazillen. Die Sporen sind gegenüber physikalischen Einflüssen außerordentlich resistent, es sind bei trockener Hitze und 150°C 60 Minuten Einwirkzeit notwendig, bei feuchter Hitze 100°C 10-15 Minuten. B.anthracis-Sporen können in der Erde über Jahrzehnte überleben und sind daher ubiquitär.
In Abhängigkeit von der Eintrittspforte werden Hautmilzbrand, Lungenmilzbrand und Darmmilzbrand unterschieden. In allen drei Fällen ist eine Milzbrandsepsis möglich. Hautmilzbrand ist die häufigste Art beim Menschen mit 95 - 98 %, diese Form ist in der Regel gut behandelbar. Der Lungenmilzbrand führt unbehandelt in wenigen Tagen zum Tode, der Darmmilzbrand ist insgesamt sehr selten. Zur Therapie ist beim Hautmilzbrand Penicillin hochdosiert das Mittel der Wahl, es wird 5-7 Tage verabreicht. Beim Lungen- und Darmmilzbrand wird Ciprofloxazin oder Doxycyclin empfohlen.
Ein Impfstoff ist derzeit in Deutschland nicht verfügbar.
Quelle:
Prof. Dr. med. Burkhard Wille
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