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| Enzyklopädia Coniurationis | | Seldschuken |
Türkisches Herrschergeschlecht im 11. und 12. Jahrhundert. Der Begründer des Geschlechts war Seldschuk (ca. 1000 n.C), ein Ogusen-Häuptling, der mit seinem Stamm zum Islam übergetreten war.
Im frühen 11. Jahrhundert ließen sich die Seldschuken in der iranischen Provinz Khurasan nieder. Zwischen 1040 und 1055 eroberten sie unter dem Heerführer Togrilbeg große Teile des heutigen Iran und Irak.
Togrilbeg, selbsternannter Beschützer des Kalifen von Bagdad und geistlichen Führer der orthodoxen Sunniten, wurde vom Kalifen zum Sultan ernannt und führte Krieg gegen die Schiiten, welche die die Autorität des Kalifen ablehnten.
Unter Alp Arslan und Melikschah, den Nachfolgern von Togrilbeg, dehnten die Seldschuken ihr Reich nach Syrien, Palästina und Anatolien aus. Alp Arslan siegte über Byzanz in der Schlacht von Mantzikert (1071).
Die Bedrohungen Byzanz durch die Seldschuken waren eine Hauptursache für den ersten Kreuzzug. Der Erzfeind der Seldschuken war das Kalifat in Ägypten.
Die Sultane der Seldschuken regierten von der Hauptstadt Isfahan im Iran aus. Sie verwendeten Persisch als Verwaltungssprache und gründeten so genannte Madrasahs, um dort Verwalter im Einklang mit der Sunna auszubilden. Nach dem Tod von Melikschah und seinem Wesir Nisam al-Mulk wurde das Reich zwischen den Söhnen von Melikschah aufgeteilt. Die Macht der Seldschuken nahm danach stetig ab.
Ein Zweig der Dynastie, die Rum-Seldschuken, gründete ein Reich in Anatolien mit der Hauptstadt Konya. Dieses wurde aber 1243 von den Mongolen bezwungen.
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