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| Philippinen (NPA) | | 1970 - - | | Klassifizierung: |
Bürgerkrieg |
| Angreifer: |
NPA |
| Verteidiger: |
Philippinen |
| Kriegschauplatz/-plätze: Asien |
Schon vor der Erlangung der Unabhängigkeit gab es auf den Philippinen starke soziale Gegensätze, die sich nach der Kolonialherrschaft und der Besetzung Japans jedoch verschärften. Unter den Fittichen der Vereinigten Staaten gelangten die Großgrundbesitzer zu mehr Reichtum, das Gros der Bevölkerung blieb benachteiligt. Vor diesem Hintergrund nahm die kommunistische Volksarmee Hukbalahap (HUK) den bewaffneten Kampf mit der Zentralregierung auf, hatte jedoch keinen Erfolg. 1968 wurde die Kommunistische Partei der Philippinen (CPP) gegründet, die dann mit den restlichen HUK-Mitgliedern die New People's Army (NPA) formierte. Ihnen schlossen sich 1973 weitere linksorientierte Gruppen an und zusammen bildeten sie die National Democratic Front (NDF). Ihr Ziele sind der Sturz der Regierung, der Aufbau einer neuen Gesellschaftsordnung und eine Landreform.
Bis Mitte der 1980er fuhr die Guerilla mit Angriffen auf kleine Militäreinheiten fort. Nach dem Regierungswechsel 1986 kam es zu Verhandlungen zwischen Regierung und Guerilla, die innerhalb der NDF/CPP Richtungskämpfe zur Folge hatten. 1992 wurde die NDF/CPP zur rechtmäßigen Organisation erhoben. 1993 spalteten sich mehrere Regionalkomitees von der Mutterorganisation ab. Die NDF/CPP orientierte sich in ihrer Zielsetzung neu und forderte nunmehr die Einhaltung von Menschenrechtsstandards und die Einleitung politischer und ökonomische Reformen. Als 1999 eine befristete Stationierung von US-Streitkräften bewilligt wurde, wurden die Verhandlungen abgebrochen. Im Jahr 2001 nahmen die beiden Parteien die Verhandlungen in Oslo wieder auf, doch als im selben Jahr zwei Kongressabgeordnete durch die NPA ermordert wurden, setzte die Präsidentin Arroyo auf eine militärische Lösung. Die Auseinandersetzungen wurden seitdem nicht ausgesetzt. Nur noch bedingt sind Regierung und NDF/CPP verhandlungsbereit, letztere, da sie befürchtet, dass ihre Forderungen nach einem Abkommen mit der Regierung nicht mehr durchsetzen kann, da sich die NDF/CPP zuerst von der NPA lossagen solle. Die Regierung benutzt eine Doppeltaktik und stellt Entwicklungshilfeprogramme bereit, um durch den Konflikt betroffene Regionen aus den Armen der NPA zu entwinden. Vermutet wird weiterhin eine Zusammenarbeit der philippinischen Streitkräfte und der US-Truppen, die diesen Konflikt als antiterroristischen Kampf eingeordnet sehen wollen. Die Taktik der NPA hat sich geändert: sie ist mit der Moro Islamic Liberation Front (MILF) auf Tuchfühlung gegangen und arbeitet mit ihr zusammen. Noch operieren sie jedoch nicht als Einheit auf militärischer Ebene. Allen Kriegsparteien werden Vorwürfe wegen Menschenrechtsverletzungen gemacht. Die NPA hatte Beginn 2005 laut Schätzung ca. 15 Prozent Kindersoldaten in ihren Reihen.
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