Schon im Jahr 1948 revoltierten beluchische Stämme gegen den pakistanischen Staat, als sie gewaltsam am 27. März einverleibt wurden. In den folgenden zweieinhalb Jahrzehnten erhielt sich der Widerstand und führte Guerillaaktionen durch. Pakistan reagierte mit zahlreichen Inhaftierungen. Als 1973 eine Regierungskoalition zwischen zwei nationalistischen Parteien aufgeklöst wurden, eskalierte die Situation. Regierungsmitglieder wurden inhaftiert, doch die militärischen Arme der beiden Regierungsparteien traten unter der Führung der Baluchistan People's Liberation Front (BPLF) in den bewaffneten Kampf und beabsichtigte die weitgehende Unabhängigkeit von Belutschistan. Ein Teil von ihr strebte sogar ein beluchisches Großreich ein, zu dem auch Gebiete von Afghanistan und Iran gehören sollten, in denen Beluchen lebten. Das Ziel der Sezession veranlasste den Schah von Persion, die BPLF zu unterstützen, die bald in ihrer Gesamtheit nach einem eigenen Staat strebte. Das Ziel erreichte die Befreiungsfront nicht. In den Auseinandersetzungen starben 10.000 Menschen. Politisches Ziel der Beluchen ist seit 1980 mehr provinzielle Autonomie, nicht mehr die Abspaltung von Pakistan.