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| Vietnam (Amerikanische Phase) | | 1957 - 28.01.1973 | | Klassifizierung: |
Bürgerkrieg |
| Angreifer: |
FNL |
| Verteidiger: |
Vietnam |
| Intervention A von: |
USA, Süd-Korea, Philippinen, Neuseeland |
| zugunsten von: |
Vietnam |
| Kriegschauplatz/-plätze: Asien |
Im Jahr 1955 lösten die USA Frankreich als Schutzmacht in Südvietnam ab. Der damalige Machthaber Ngo Dinh Diem baute sich mit amerikansischer Unterstützung ein autoritäres Regime auf. Im eigenen Land hatte Diems Regierung nur eine schmale Basis, dagegen die Vietminh eine breite. 1957 begannen die südvietnamesischen Vietcong mit Guerrillaaktionen gegen Regierung und US-Einrichtungen und konnten dabei auf die Unterstützung aus Nordvietnam setzen. 1960 wurde die Nationale Befreiungsfront (FNL) gegründet. Die USA verstärkten ihre Truppenpräsenz. November 1963 wurde Diem gestürzt und hingerichtet. Die Situation blieb labil, nach zahlreichen Regierungswechseln übernahm schließlich 1965 Nguyen van Thieu die Regierung.
Anfang August 1964 eskalierte der Indochinakriegin Folge des "Tonking-Zwischenfalles". Nordvietnamesische Torpeduboote hatten 2. und am 4. August zwei US-Zerstörer im Golf von Tonking angegriffen. Zuvor hatten die USA in Nordvietnam Geheimoperationen durchgeführt. Die USA reagierte mit dem Eintritt in den Krieg nach Beschluss des Amerikanischen Kongresses am 7. August 1964. Im Februar 1965 starteten die USA systematische Bombenangriffe auf militärische und wirtschaftliche Ziele in Nordvietnam und auf den Ho-Chi-Minh-Pfad in Laos und Kambodscha. Von dort erhielten die Vietcong Nachschub aus dem Norden. Hatten die US-Truppen Ende 1965 noch 185.000 Mann in Vietnam, zählen sie drei Jahre später schon 543.000 Soldaten. Die Vereinigten Staaten wurden mit Truppenkontingenten aus Australien, Neuseeland, Philippinen und Südkorea unterstützt, konnte aber trotz militärischer Überlegenheit keine Entscheidung zu eigenen Gunsten herbeiführen. Verhandlungen lehnte Nordvietnam in dem Zeitraum ab.
Im Januar 1968 begannen nordvietnamesische und Vietcong-Truppen unter Vo Nguyen Giap die Tet-Offensive auf zahlreiche südvietnamesische Städte, die den Allierten sehr zusetzte. Zeitgleich nahm weltweit die Kritik an der US-Politik zu. In den USA selbst wuchs die Erkenntnis, dass der Krieg nicht zu gewinnen sei. Nordvietnam und die USA signalisierten Verhandlungsbereitschaft. Ab Mai 1968 wurden Waffenstillstandsverhandlungen aufgenommen, bei denen ab 1969 auch Südvietnam und die Vietcong teilnahmen. Währenddessen blieben die Auseinandersetzungen in Südvietnam hart. USA unter Nixon erwog teilweisen Truppenabzüge bis Ende 1969 mit der Absicht, Südvietnam die Kriegsführung zu überlassen. Nordvietnam jedoch bestand auf den gesamten Abzug der US-Truppen. Die USA weiteten dagegen ihre Operationen aus und fielen 1970 in Kambodscha ein, 1971 bombardierten sie Laos.
Am 25. Januar 1972 legte Nixon einen Achtpunkteplan vor, der die Wiederherstellung des Friedens bewirken sollte. Unter anderem wurden Neuwahlen in Südvietnam gefordert. Auch Nordvietnam forderte den Rücktritt des südvietnamesischen Präsidenten Thieu und beabsichtigte, US-Kriegsgefangene erst dann freizulassen, wenn USA ihr Engagement in Vietnam vollständig eingestellt hätten. Die Verhandlungen blieben unerfolgreich. Im März startete Nordvietnam eine Offensive in der Provinz Quang Tri in Südvietnam. Die USA reagierte mit verheerenden Bombenangriffen im Norden. Ausserdem wurden die wichtigsten Häfen Nordvietnams vermint. Erste Erfolge in vertraulichen Verhandlungen erzielten Le Duc Tho und Kissinger, als sie sich auf getrennte Vereinbarungen im militärischen und politischen Bereich verständigten. Am Ende des Jahres starteten die USA jedoch wieder verheerende Angriffe, als die Verhandlungen stagnierten. Im Januar 1973 wurde ein Waffenstillstandsabkommen ausgehandelt, dass am 28. Januar offiziell in Kraft trat. Vorgesehen waren der vollständige Abzug der US-Truppen, die Herausgabe von Kriegsgefangenen beider Seiten, die Anerkennung der entmilitarisierten Zone. Ausserdem war beabsichtigt, in Südvietnam allgemeine Wahlen vorzubereiten. 145.000 nordvietnamesische Soldaten sollten im Süden stationiert bleiben.
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Verknüpfung im Terror-Archiv
| | 24.05.1972 | Bombenanschlag auf das Europa-Hauptquartier der US-Armee in Heidelberg |
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