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| Kambodscha (Dritter Indochinakrieg) - Phase 2 | | 01.1979 - 12.1998 | | Klassifizierung: |
Bürgerkrieg |
| Angreifer: |
Rote Khmer, KPNLF, ANS |
| Verteidiger: |
Kambodscha |
| Intervention A von: |
Vietnam |
| zugunsten von: |
Kambodscha |
| Kriegschauplatz/-plätze: Asien |
Die am 10. Januar 1979 von Vietnam eingesetzte provisorische Regierung Kambodschas fand international kaum Anerkennung. In den 80er Jahren bestätigte die UN-Vollversammlung mehrmals die Exilregierung der Roten Khmer, die ihren Kampf als Guerilla gegen die kambodschanischen Regierungstruppen fortsetzten, als rechtmäßigen Vertreter Kambodschas, trotz des brutalen Terror-Regimes, das sie 1975-79 geführt hatten. Vietnam wurde vorgeworfen, durch die Besetzung Kambodschas gegen die Menschenrechte zu verstoßen. Die Roten Khmer, die sich v.a. durch den Handel mit Edelsteinen aus den von ihnen besetzten Gebieten finanzierten, erhielten außerdem finanzielle und militärische Unterstützung durch China und die USA.
Ende der 80er Jahre kam es verstärkt zu Friedensbemühungen seitens Frankreich und der UdSSR, vor allem durch die Diplomaten Claude Martin und Igor Rogachev, die eine Reihe von Friedensgesprächen zwischen Kambodscha und der Exilregierung vermittelten. Weitere Gespräche fanden u. a. 1988/89 zwischen Prinz Suhanouk, der im Juni '88 als Präsident der Exilregierung zurückgetreten war, und den US-Präsidenten Ronald Reagan und George Bush statt. Vietnam, das bereits im Verlauf der 80er Jahre Teile seiner Truppen schrittweise abgezogen hatte, beendete die Besetzung Kambodschas endgültig am 30. September 1989. Offiziell zählten die vietnamesischen Truppen 55300 Verluste.
Unter UNO-Aufsicht wurden in Kambodscha 1993, erstmals nach 20 Jahren, wieder freie Wahlen durchgeführt. Das Land wurde am 24. 9. 1993 durch eine neue Verfassung zu einer Konstitutionellen Monarchie unter Norodim Suhanouk, der bereits während der französischen Kolonialzeit König von Kambodscha gewesen war.
Die Roten Khmer, die sich ab 1991 wieder verstärkt mit Regierungstruppen auseinandergesetzt hatten, lösten sich schließlich 1997/98 auf, nachdem ihr Führer Pol Pot im Juni 1997 zu lebenslanger Haft verurteilt worden war und im April 1998 Selbstmord beging.
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Verknüpfung zur Warhistory
| | 05.1975 | Kambodscha (Dritter Indochinakrieg) - Phase 1 |
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