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Kriegsarchiv

KriegsarchivDer Aufbau dieser Datenbank soll die Möglichkeit bieten, sich einen Überblick über Vorfälle in bestimmten Regionen, Zeiträumen und/oder nach bestimmten Beteiligten zu verschaffen.
Ziel ist es alle Konflikte von 1945 bis heute zu erfassen und eine Suchfunktion zu entwickeln, die es erlaubt Ergebnisse nach genauen Suchkriterien auszugeben.

Wer aktiv mithelfen möchte bitte PM an Streicher oder Lazarus.

Es befinden sich 139 Konflikte mit 105 beteiligten Nationen in der Datenbank
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Dominikanische Republik
25.04.1965 - 03.09.1965
Klassifizierung: zwischenstaatlicher Konflikt
Angreifer: Konservative Militärteile
Verteidiger: Dominikanische Republik
Vermittler: Brasilien, Costa Rica, EL Salvador, Honduras, Nicaragua, Paraguay OAS
Intervention A von: USA
zugunsten von: Konservative Militärteile
Kriegschauplatz/-plätze: Lateinamerika

Am 24. April kam es zum gewaltlosen Sturz der Cabral-Junta von oppositionellen Offizieren. Dadurch sahen sich die konservativen Machtzentren der Dominikanischen Republik bedroht von den neuen sozialen Kräften, die breite Unterstützung der Bevölkerung auf sich zeichnen konnten. In dem Konflikt ging es unter anderem um die Frage, welche der Parteien die neue Regierung stellen sollte. Als Hintergrund sind starke soziale Missstände zu sehen und eine seit den 50ern wachsende Mittelschicht und Arbeiterschaft, die nach dem Sturz der Cabral-Junta die Wiedereinsetzung des 1963 vom Militär gestürzten Präsidenten Juan Bosch proklamierten. Das konservative Militär bildete eine neue Junta und versuchte sich an deren Durchsetzung. Als sich ihre Niederlage abzeichnete, griffen die USA früh ein, um auch ihre Interessen in einer Regierung der Dominikanischen Republik gewahrt zu sehen.

Die USA hielten sich die Hegemonie in der Karibik. Nach dem Krieg verschlimmerte sich das Elend; die Konflikte zwischen verschiedenen Gesellschaftsgruppen verschärften sich und das führte gelegentlich, wenn auch im kleinen Massstab, zu bewaffneten Auseinandersetzungen.

Anzumerken ist, dass die Truppen der OAS der lateinamerikanischen Länder nur begrenzt einer neutralen Position ihrer Friedensmission Genüge leisteten. Zeitweise konnte das konservative Militär eine nichtneutrale Position der OAS-Truppen nutzniessen, welches wohl auch auf die Verknüpfung der Interessen der lateinamerikanischen Länder mit den Interessen der USA zurückzuführen ist.


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