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| Kolumbien (ELN) | | 07.01.1965 - - | | Klassifizierung: |
Bürgerkrieg |
| Angreifer: |
EPL, ELN |
| Verteidiger: |
Kolumbien |
| Kriegschauplatz/-plätze: Lateinamerika |
Die Guerrillagruppen der fokistischen Tradition der 60er Jahre vollführten ihre Aktivitäten insbesondere in Städten, um dort auf eine Veränderung des bestehenden Systems hinzuarbeiten. Die ELN konnte nicht auf breiter Bevölkerungsbasis Fuß fassen und zog sich deswegen in die ländlichen Gebiete im Nordosten zurück, die als Ort des bewaffneten Konfliktes erachtet wurden. Seit den 80ern liegt ihr Schwerpunkt insbesondere in den Gebieten, in denen multinationale Konzerne operieren. Gerade in den 80ern wurden die Auseinandersetzungen besonders schwer, es gab jedoch auch Versuche den Krieg zu beenden. Der Versuch, die Guerrillagruppen zu einem Gesamtkonglomerat zusammenzubringen, scheiterte an Differenzen untereinander.
1994 wurde unter der Regierung Samper ein Friedensplan vorgelegt, doch unter der schattenreichen Politik Sampers und einer politischen Krise kam es 1995 erneut zur Eskalation, die einen Frieden in weite Ferne rückte. Allgemein wurde das Land von der Regierung militarisiert und die Anzahl der paramilitärischen Todesschwadronen stieg in der Folgezeit dramatisch an. Die Schwadronen agieren in Gebieten, die von Polizei und Militär nicht kontrolliert werden. Kommandos der ELN dringen regelmäßig in Venezuela ein, dass auch zu Spannungen zwischen Kolumbien und Venezuela geführt hat: beide Staaten sind sich nicht über die nördliche Grenze einig.
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