Stark ausschlaggebend für die Entzündung des Konfliktes waren die gesellschaftlichen Neuordnungen, welche die sandinistische Regierung nach dem Sturz der Somozadiktatur zum Ziel hatte. Im Gegenteil dazu strebten militärische Führungseliten der Contra eine Wiederherstellung diktatorischer Verhältnisse an, die zugleich persönlichen Machtinteressen zugute kommen sollten. Die Contra hatte nicht viel Rückhalt in der Bevölkerung, wurde jedoch entscheidend von den USA unterstützt (Iran-Contra-Skandal); ohne diese Unterstützung wäre die Contra binnen kurzer Zeit auseinandergebrochen.
Die Politik der "Nationalen Integration" der Sandinisten, mit dem Anliegen, ethnische Gruppen zu einem Nationalstaat zu vereinheitlichen, führte destotrotz zu Spannungen zwischen Indiogruppen der Atlantikküste und der spanischsprechenden Mestizenbevölkerung der Pazifikseite.
Im Jahre 1990 verloren die Sandisten die Wahlen an die "Vereinigte Nicaraguanische Opposition". Während der Wahlvorbereitungen wurden erste Schritte zur Auflösung der Contra eingeleitet. Doch auch nach den Wahlen verunsicherten noch Contra-Verbände das Land.
Der Krieg forderte ungefähr 60.000 Menschenleben. Nicaragua wurde in seiner Wirtschaftskraft um Dekaden zurückgeworfen, wozu Embargos und die Einstellung der Entwicklungshilfe und nicht zuletzt eine Misswirtschaft der Sandinisten geführt hatte.