|
|  |
 |
|
 |
| |
| Indien (Bodos) | | 1.1997 - - | | Klassifizierung: |
Bürgerkrieg |
| Angreifer: |
BDSF, BLTF |
| Verteidiger: |
Indien |
| Kriegschauplatz/-plätze: Asien |
Schon während der Zeit der britischen Kolonialherrschaft haben die Bodos, eine ethnische Minorität in Assam, Nordostindien, eine autonome Region gefordert. Aufgrund der schnell voranschreitenden Urbanisierung des Brahmaputratals war die Minderheit der Bodos gegenüber den Assames benachteiligt, das zu Spannungen führte. Als Volksgruppe der Ebene genossen sie keine gesetzlichen Autonomierechte für Landerwerb und Bildung. Auf den Vorstoss des "Assam Movement", die ebenfalls Autonomie fordern und dabei die Bodos zu übergehen drohten, reagierten die Bodos mit Forderungen eines Unionsstaates für die 1,6 Millionen Bodos nach dem Vorbild der Bergvölker wie den Nagas (Nagaland) und Mizos (Mizoram).
1989 begannen militante Bodos gegen Flüchtlinge aus Bangladesh Massaker und gegen regionale Regierung Anschläge zu verüben. 1993 kam es zwischen Regierung und den Bodos zu einem Autonomieabkommen, in dem den Forderungen der Bodos teilweise Folge geleistet wurde. In dem Abkommen wurden die Nicht-Bodos (Santals, Mundas oder Oraons) nicht berücksichtigt und das Abkommen wurde nie umgesetzt.
Ab 1994 wurden die Nicht-Bodos verstärkt Opfer von Anschlägen. Diese Minderheiten organisierten sich zunehmend und antworten mit Gegengewalt und probieren, ein sogenanntes "Bodoland" zu verhindern. International streckten die Bodos ihre Fühler nach Bhutan, Pakistan und China aus und intranational kam es zu einer Kooperation zwischen Assamesen und den Bodos, obwohl ihre Beziehungen eigentlich durch Spannungen gekennzeichnet sind.
2003 unterzeichneten die Konfliktparteien Indien, Bodo-Befreiungstiger (Bodoland Liberation Tiger Forces, BLTF) und der Unionsstaat Assam ein Abkommen, dass den Bodos im Bundesstaat eine Sonderregion mit 3.000 Dörfern zuwies, ihnen aber einen autonomen Unionsstaat absprach. 2.500 Bodo-Befreiungstiger legten ihre Waffen nieder. Die National Democratic Front of Bodoland (NDFB) war mit den Ergebnissen nicht zufrieden und brachte dies durch weitere Anschläge zum Ausdruck, auch die Vereinigte Befreiungsfront Assams (United Liberation Front of Assam) ULFA nahm das Abkommen nicht an. 2003 nahm die indische Regierung eine Führungsperson der NDFB fest und Bhutan drängte Rebellen aus den Rückzugsbasen. Als die Rebellen Bhutan verlassen wollten, nahm die indische Regierung 4.000 von ihnen fest oder tötete sie. Eine baldige Lösung des Krieges ist nicht in Sicht.
| Alle Logos und Warenzeichen sind eingetragene Marken der jeweiligen Inhaber.
Alle auf dieser Seite angebotenen Informationen unterliegen dem jeweiligen Urheberrecht. Eine Übernahme, Vervielfältigung und Speicherung ist nur mit Genehmigung und eindeutiger Quellenangabe erlaubt. Für Schäden aufgrund fehlerhafter Informationen wird keine Haftung übernommen.
© Redaktion"at"Ask1.org |
Zurück |
|
 |
|
 |
|