Aus Übergriffen an der Grenze im Rann-von-Kutch entwickelte sich im Jahre 1965 zwischen Indien und Pakistan ein Krieg in dieser Region. In der Zeit von Mai bis Oktober ist in der Salzwüste Rann ein See gelegen. Pakistan beanspruchte Territorium bis zur Mitte des Sees, Indien dagegen die traditionelle Westgrenze zwischen Kutch und Sindh. Als Ursache des Krieges wurden vermutete Erdölvorkommen genannt. Tatsächlich dehnte Pakistan die Übergriffe im Kaschmir auf Rann aus, um die indische Verteidigungskraft abzuwägen.
Durch Vermittlung Großbritanniens traten Indien und Pakistan an den Verhandlungstisch mit dem Ergebnis, dass Indien 90 Prozent des Rann zugeteilt bekam und Pakistan lediglich 10 Prozent.