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| Peru (Sendero Luminoso) | | 17.05.1980 - - | | Klassifizierung: |
Bürgerkrieg |
| Angreifer: |
Sendero Luminoso |
| Verteidiger: |
Peru |
| Kriegschauplatz/-plätze: Lateinamerika |
In Peru blieb die Spaltung der Gesellschaft entlang regionaler und ethnischer Linien aufrecht. Die spanischstämmige Minderheit, zugleich Oberschicht, richtete sich gegen die Identität der Indios. Zugleich beutete sie die Bevölkerung des andinen Hochlandes wirtschaftlich aus. Damit wurde die Saat für eine Eskalation gelegt. Besonders im Hochland fand der maoistisch ausgerichtete "Leuchtende Pfad" Unterstützung, der seit 1970 in peruanischen Dörfern politisch aktiv war. Ziel des "Leuchtenden Pfad" ist die Bezwingung der Regierung durch bewaffneten Kampf und die Installation einer sozialistischen Gesellschaftsordnung nach Ideen von Mao Zedong und José Mariátegui. Ab Mai 1980 trat der Sendero Luminoso mit bewaffneten Aktionen in Erscheinung. Bis Dezember 1991 führte Sendero Luminoso etwa 300 bewaffnete Aktionen durch, darunter Bombenanschläge, Morde, Attentate, Dorfbesetzungen und öffentliche Hinrichtungen. Mit Amtsantritt von Präsident Fujimori im Jahr 1990 wurde das Vorgehen der Regierung gegen den Sendero Luminoso deutlich verschärft. Das Militär bekam einen unbeschränkten Freischein für ihr Vorgehen. 1992 wurden Schlüsselfiguren aus dem Führungskader festgenommen, dass im Anschluss zu Auseinandersetzungen im Sendero Luminoso nach sich zog und letztendlich zu einer Spaltung führte. Teile der Organisation waren bereit, auf eine Amnestie einzugehen. Im November 1994 lieferten über 6400 Rebellen ihre Waffen ab. Die übrigen formierten sich neu. In den nachfolgenden Jahren kam es zu einer kontinuierlichen Schwächung des "Leuchtenden Pfads", die durch die Spaltung und durch die sinkende soziale Akzeptanz begründet ist. Das Jahr 2003 zeigte jedoch, dass der Sendero Luminoso vermutlich wieder schlagbereit geworden ist: hundert Schwerbewaffnete nahmen im Juni 71 Mitarbeiter eines Pipeline-Baukonzerns und drei Polizisten als Geiseln. Sie kamen nach zwei Tagen wieder frei. Es wird vermutet, dass Lösegeld geflossen ist. Die Regierung verstärkte daraufhin die Bekämpfung des Terrorismus. In den Auseinandersetzungen über zwei Dekaden kamen etwa 28.000 Menschen ums Leben, ein Großteil darunter unbeteiligte Zivilisten.
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Verknüpfung im Terror-Archiv
| | 20.03.2002 | Bombenanschlag auf ein Einkaufszentrum in Peru |
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