In El Salvador, dass Ende der Sechziger in der Region industriell am Weitesten entwickelt war, kündigte sich eine wirtschaftliche Krise an, der das Machtkartell von Militär und Agrarbourgeoisie entgegenzusteuern versuchte, indem es auf Expansion in Honduras setzte und dabei Vereinbarungen missachtete und die Migration von Bevölkerung in den Nachbarstaat förderte. Honduras begegnete dem mit protektionistischen Massnahmen und Rückvertreibungen. In Honduras selbst probierte die Militärregierung, die Landkonflikte durch eine Agrarreform unter Kontrolle zu bringen. Beide Länder schürten nationalistische Stimmungen, die es einem Ausbruch der Konflikte erleichterten. Der Zündfunke im Pulverfass war letztentlich ein Fußballspiel, welches die hondurenischen Gäste knapp gewannen. El Salvador nahm die Ausschreitungen zum Anlass, Truppen nach Honduras zu entsenden. Die Zivilbevölkerung Honduras fing die Unterlegenheit der eigenen Streitkräfte auf. Auf Druck der OAS und der UN hin wurde ein Waffenstillstand vereinbart. In den 70ern kam es erneut zu Konflikten und erst 1980 wurde ein endgültiges Friedensabkommen abgeschlossen.