Gegen die Agrar- und Bergbauoligarchie, die durch Militär und Auslandkapital ihre Stützen hatte, wendete sich in Bolivien zunehmend eine breite sozialrevolutionäre Bewegung, die sich aus Bourgoisie, städtische Mittelschichten, Intellektuellen, Arbeitern und Campesinos zusammensetzte. Im Jahre 1946 kam es zum Eklat. Nach andauernden blutigen Streiks und Revolten, deren Heftigkeit ständig zunahm, gelang im Jahre 1952 die Revolution, welche u.a. eine radikale Landreform, Zinnminenverstaatlichung und die Gewährung der Bürgerrechte der Bevölkerungsmehrheit der Indios zur Folge hatte.