Der georgische Bürgerkrieg war durch zwei Phasen geprägt: Zuerst dem Kampf einer breiten Opposition gegen den diktatorisch regierenden Präsidenten Swiad Gamsachurdia, später schließlich der Rebellion hinterliebender Swiadisten gegen die neue Regierung von Eduard Schewardnadse. Er endete mit der Auflösung des Widerstandes gegen die georgische Regierung.
Unter dem im Oktober 1990 gewählten Obersten Sowjet Georgiens, Swiad Gamsachurdia, erlangte Georgien am 9. April 1991 seine Unabhängigkeit. Er lehnte anschließend jede weiteren näheren Beziehungen zur Sowjetunion ab und versuchte deren weiterbestehende Dominanz auf dem Kaukasus abzuwehren. Nachdem er am 26. Mai auch offiziell zum Präsidenten Georgiens gewählt worden war, regierte er das Land jedoch zunehmend autoritär und unberechenbar. In August des Jahres vereinigte er das Amt des Präsidenten mit denen des Außenministers und Ministerpräsidenten und beherrschte das Land nun vollends mit diktatorischen Mitteln
Das Volk reagierte darauf mit Demonstrationen, bei denen teilweise bis zu 100.000 Menschen teilnahmen (z.B. am 16.09.1991), auf die Verhaftungen folgten. Teile der Nationalgarde schlossen sich den Demonstranten an.
So formierte sich zunehmend eine breite politische Opposition um dem ehemaligen Befehlshaber der Nationalgarde, Tengis Kitowani, den ehemaligen Ministerpräsidenten Tengis Sigua und Dschaba Iosseliani, den Führer der paramilitärischen Organisation der Georgischen Reiter („Sarkartwelos Mchedrioni“).
Als Nationalgardisten im Auftrag dieser Opposition das Fernsehzentrum von Tbilissi besetzten, folgten radikale Repressionen: Am 25.September verhängte Gamsachurdia den Ausnahmezustand über Tbilissi, am 6.November verbot er schließlich alle politischen Parteien.
Die Situation eskalierte, es kam zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. Am 22. Dezember 1991 verbarrikadierte sich Swiad Gamsachurdia schließlich mit ca. 1000 seiner Getreuen im Regierungsgebäude, welches daraufhin von der Opposition eingekreist wurde. Es gelang ihm jedoch schließlich, nach Armenien zu fliehen, er verweilte zeitweise mit seinen Anhängern in der Abchasien, später in Tschetschenien.
Das Militär bat Tengis Sigua, eine Übergangsregierung aufzustellen, welche die Macht schließlich auf Eduard Schewardnadse übertrug, der damit Präsident des neuen Staatsrates wurde und die politischen Verhältnisse wieder stabilisieren sollte. Am 23. März 1992 wurde Georgien schließlich von der EU als souveräner Staat anerkannt. Trotz einiger erfolglose Putschversuche der Swiadisten wurde im August der Aufnahmezustand aufgehoben und Straffreiheit für politische Häftlinge erwirkt.
Am 11. August entführten die Anhänger Gamsachurdias jedoch elf Regierungsvertreter, was dazu führte, dass eine ca. 3.000 Mann starke Abordnung des Militärs und Teile der Mchedrioni die Rebellenhochburg Sugdidi belagerten und in die Autonome Republik Abchasien eindrangen. Dies führte auch nach der Freilassung der Geiseln am 20. August zu schweren Gefechten, welche die Kräfte der georgischen Nationalgarde zusätzlich band und unter Druck setzte.
Am 11. Oktober 1992 wurde Eduard Schewardnadse mit einer Mehrheit von 95,9% zum Parlamentspräsidenten mit den Befugnissen eines Staatspräsidenten gewählt. Er löste daraufhin den provisorischen Staatsrat auf. Zunehmend hatte er jedoch mit weiteren Problemen zu kämpfen: Der Großteil der Nationalgarde war noch immer Tengis Kitowani hörig und Dschaba Iosseliani, der Anführer der Mchedrioni, machte sich mit seiner paramilitärischen Organisation daran, seinen eigenen Einfluss auszuweiten. Da die Mchedrioni eng in die Sicherheitspolitik einbezogen waren und durch ihre große Truppenstärke einen nicht zu unterschätzenden Gegner darstellen hätten könnten, musste Schewardnadse reagieren. Es gelang ihm unter Androhung seines Rücktrittes, das georgische Parlament dazu zu bewegen, einstimmig für eine Wiederaufnahme des Ausnahmezustandes zu stimmen. Zu einer direkten Konfrontation mit den Mchedrioni kam es nicht, da sie in der folgenden Zeit wieder stärker gegen die Swiadisten zu kämpfen hatten. Zwischen Iosseliani und Schewardnadse entwickelten sich jedoch zunehmend Spannungen.
Im Herbst des Jahres 1993 kam es wieder häufiger zu Gefechten der Nationalgarde mit Swiadisten. Gamsachurdia kehrte aus dem Exil nach Sugdidi zurück und rief dazu auf, die Regierung zu bekämpfen und die abchasischen Nationalisten bei ihrem Unabhängigkeitskampf zu unterstützen. Die Swiadisten eroberten Anfang Oktober schnell weite Teile Westgeorgiens, darunter die wirtschaftlich wichtigen Städte Poti und Choni. Als sie schließlich den strategisch wichtigen Eisenbahnknoten Santredia einnahmen, griffen die kurz zuvor abgeschlossenen Militärabkommen zwischen Georgien und der Russischen Föderation: Russische Truppen sicherten die Eisenbahnlinie Poti-Tbilissi, und mit ihrer Unterstützung gelang es den georgischen Streitkräften, Santredia und Poti zurückzuerobern. Am 6. November mussten die Rebellen sich schließlich auch aus Sugdidi zurückziehen, womit der militärische Widerstand entgültig gebrochen war. Spätestens mit dem Tod des unter ungeklärten Umständen ums Leben gekommenen Swiad Gamsachurdia am 31. Dezember 1993 waren die letzten Funken der Rebellion erloschen und die aus der ehemaligen Opposition hervorgegangene Regierung konnte die politischen Verhältnisse in Georgien sichern.