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| Georgien (Südossetien I) | | Dez. 1990 - 14.07.1992 | | Klassifizierung: |
Bürgerkrieg |
| Angreifer: |
Georgien |
| Verteidiger: |
Suedossetische Nationalisten |
| Intervention A von: |
Russland, Sowjetunion (UDSSR) |
| zugunsten von: |
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| Kriegschauplatz/-plätze: Vorderer / Mittlerer Orient |
Die Region Südossetien hatte unter der Herrschaft der Sowjetunion zeitweise den Status einer Autonomen Sowjetrepublik. Später wurde sie jedoch ein Verwaltungsbezirk Georgiens innerhalb der Sowjetunion. Als am 10. November 1989 der höchste Verwaltungsbeamte erneut die „Südossetische Autonome Sowjetrepublik“ ausrief, wurde diese von der Zentralregierung in Moskau bald wieder abgeschafft. Jedoch gab es bis Januar 1990 erhebliche Unruhen in der Region, da georgische Nationalisten die kurzzeitige Loslösung der Region nicht hingenommen hatten und begonnen hatten, die südossetische Hauptstadt Zchinwali einzuschließen. Truppen der UdSSR befriedeten die Region jedoch schnell wieder. Am 20. September 1990 erklärte sich die Region als „Demokratische Sowjetrepublik“ jedoch wiederum für unabhängig. Daraufhin bildeten sich erneut georgische Freiwilligenverbände, welche in das Gebiet Südossetiens eindrangen. Als Reaktion darauf kam es zu anti-georgischen Aktionen auf Seiten der Osseten; Häuser wurden angezündet und georgische Geschäfte geplündert. Russland intervenierte erneut, zumeist auf Seiten der Südosseten, die größtenteils einen Zusammenschluss mit der russischen Provinz Nordossetien anstrebten. Georgien verhängte im Dezember 1990 den Ausnahmezustand über die abtrünnige Region und hob deren Autonomiestatus auf. Im Zuge der Gefechte zwischen georgischen Truppen und der ossetischen „Nationalgarde“ fanden mehr als 2.000 Osseten den Tod, ca. 100.000 flohen in das nahe gelegene Nordossetien und ca. 20.000 Georgier nach Zentralgeorgien. Im Juni 1992 unterschrieben der russische Präsident Boris Jelzin und sein georgischer Kollege Eduard Schewardnadse in der Stadt Dagomys ein Waffenstillstandsabkommen. Im weiteren wurde eine 1.500 Mann starke Friedenstruppe aus Russen, Georgiern und Osseten gebildet, die die Region gemeinsam überwachen soll. Beaufsichtigt wird sie von einer Kontrollkommission der gleichen Aufteilung. Mit der Stationierung der Friedenstruppe am 14. Juli 1992 wurde der Krieg offiziell für beendet erklärt. Südossetien war seitdem praktisch eigenständig, von einigen Dörfern an der Grenze zu Georgien abgesehen. Obwohl sich die Situation etwas entspannte und 2001 in einem Memorandum zwischen dem südossetischen und dem georgischen Präsidenten festgelegt wurde, in weiterer Zukunft auf gegenseitige Druckausübung zu verzichten, um Sicherheit und Vertrauen zu fördern, spitzte sich der Konflikt jedoch später wieder zu.
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