Im "Northern Frontier District" , einem Verwaltungsteil Kenias, besteht der Großteil der Bevölkerung aus ca. 200 000 nomadischen Somali, welche wegen ihres intensiven Zugehörigkeitsgefühls zu Somalia und einer ungerechten Behandlung ihrer Volksgruppe in Kenia ab November 1963 mit Guerilla-Tätigkeiten versuchten, die Loslösung von Kenia und eine Anschließung an Somalia zu erreichen. Diese Versuche blieben trotz somalischer Unterstützung erfolglos, jedoch wurden weitreichende Reformen zu Verbesserung der sozialen Situation der betroffenen Volksgruppe eingeleitet. Die durch den Aufstand entstandenen Grenzkonflikte zwischen beiden Staaten wurden wegen immer wieder aufflammenden Gefechten aber erst 1977 entgültig beigelegt. Der Aufstand kostete ca. 5000 Menschen das Leben. „Shifta“ bedeutet „Banditen“ und war eine verunglimpfende Bezeichnung der kenianischen Regierung für die Rebellen.