Seit der Löslösung der Staaten Mali und Burkina Faso von ihren Kolonialherren herrschten politische Spannungen betreffs des Oudalan-Gebietes an der gemeinsamen Grenze beider Staaten. Aufgrund der reichen Vorkommen von Erdöl, Erdgas, Mangan, Vanadium und Titan und dem Beli-Fluss, der einzige Wasserquelle für die umliegenden Nomadenvölker ist, wird es von beiden Staaten beansprucht. Mali begründet seine Ambitionen auf die Region damit, dass sie schon in Kolonialzeiten zu Französisch-Sudan, dem Vorläufer des heutigen Mali, gehört hat. Zudem sind die dort ansässigen Bellah und Tuareg ethnisch eng mit den Mali-Völkern verwandt. Burkina Faso, das ehemalige Obervolta, bestreitet ersteren Umstand jedoch und weist darauf hin, dass es auf kolonialzeitlichen Karten keine genaue Grenzgebung gäbe.
1961 wurde eine aus Vertretern beider Staaten bestehende Kommission gegründet, die eine friedliche Lösung der Grenzstreitigkeiten anstrebte, aber letztlich keinen Erfolg hatte. Am 25. November 1974 kam es schließlich zu Grenzübertretungen militärischer Einheiten, jedoch ist unklar welches Land den Aggressors darstellte, da beide Staaten dessen einander bezichtigten. Nachdem ein Treffen beider Staatspräsidenten keinen sichtbaren Erfolg gezeigt hatte, übten mehrere afrikanische Staaten und die OAU diplomatischen Druck auf beide Kontrahenten aus und forderten einen Abzug der jeweiligen Truppen aus dem betroffenen Gebiet und die Beilegung des Konfliktes. Obwohl es am 27. Dezember in der Hauptstadt Togos eine Einigung über ein Einstellen der Kampfhandlungen und eine Wiedereinrichtung der Grenzkommission gab, dauerte es jedoch bis zum 10. Juli 1975, bis beide Staaten den Krieg für offiziell beendet erklärten.