Das Osmanische Reich verlor 1812 nach Ende des Sechsten Russischen Türkenkrieges das heute als Bessarabien bezeichnete Gebiet (entspricht in etwa dem Staatsgebiet Moldaus) an Russland. Damit setzte der Zuzug von Ukrainern und Russland in das Gebiet ein, dass damals ausschließlich von Rumänen bewohnt war.
Nach dem 1. Weltkrieg erhielt Rumänien Bessarabien zurück, mit Ausnahme Transnistriens, der Region jenseits des Flusses Dnjestr. Vor und nach dem 2. Weltkrieg kam es zu Russifizierungsmassnahmen: Industrialisierung, Ansiedlung weiterer Russen.
Rumänien verlor nach Ende des 2. Weltkrieges zu dem Transnistrien zurück an die Sowjetunion. Mit dem Zerfall der Sowjetunion traten Ende der 1980er nationalistische Bewegungen an die Öffentlichkeit, die von Rumänien unterstützt wurden.
1990 erklärte sich Moldau zu einer "unabhängigen Republik". Am 27. August 1991 folgte die Souveränitätserklärung. Die moldawische Regierung setzte alsbald Aktivitäten zur Wiedervereinigung mit Rumänien ein und steuerte somit auf Konfrontation mit der russischen Bevölkerung. Die Situation eskalierte im März 1992 und es kam zum offenen Krieg zwischen moldawischen Streitkräften und bewaffneten Streitkräften der "Dnjestr-Republik".
Erste Verhandlungsversuche scheiterten, erst unter russischer Vermittlung rückte der Frieden näher. Moldawische Truppen, russische Einheiten und Bewaffnete der "Dnjestr-Republik" bildeten eine gemeinsame Streitkraft, um die Kämpfer ruhig zu stellen, die das Ende Juli 1992 geschlossene Waffenstillstandsabkommen torpedierten. Es wurde vereinbart, dass die Dnjestr-Republik eine Volksabstimmung abhalten kann, falls Moldau sich mit Rumänien vereinigt. Transnistrien bleibt in der Republik ein unkontrolliertes Territorium und unterschwellig gärt der Konflikt weiter.