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KriegsarchivDer Aufbau dieser Datenbank soll die Möglichkeit bieten, sich einen Überblick über Vorfälle in bestimmten Regionen, Zeiträumen und/oder nach bestimmten Beteiligten zu verschaffen.
Ziel ist es alle Konflikte von 1945 bis heute zu erfassen und eine Suchfunktion zu entwickeln, die es erlaubt Ergebnisse nach genauen Suchkriterien auszugeben.

Wer aktiv mithelfen möchte bitte PM an Streicher oder Lazarus.

Es befinden sich 139 Konflikte mit 105 beteiligten Nationen in der Datenbank
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Ungarn-Aufstand
24.10.1956 - 10.11.1956
Klassifizierung: Bürgerkrieg
Angreifer: Heterogene Opposition und Teile der ungarischen Armee
Verteidiger: Ungarn
Intervention A von: Sowjetunion (UDSSR)
zugunsten von: Ungarn
Kriegschauplatz/-plätze: Europa

Die Industrialisierung nach dem Zweiten Weltkrieg wurde besonders an den Interessen und Bedürfnissen der Sowjetunion orientiert. Schwerindustrie bekam den Vorrang vor der Konsumartikelindustrie. Es kam zur Landflucht, doch auch in den Städten grassierte die Armut. Zudem terrorisierte die Sicherheitspolizei AVO die Bevölkerung. Ein Versuch von dem ungarischen Ministerpräsidenten Imre Nagy, den Kommunismus zu liberalisieren, scheiterte an der stalinistischen Fraktion. Als Chruschtschow im Februar 1956 die Herrschaftsmethoden Stalins verurteilte, wuchs im gesamten Ostblock die Hoffnung auf Liberalisierung. Doch er sollte sich täuschen: die Sowjetunion duldete kein Ausscheren eines ihrer Satellitenstaaten. Am 23. Oktober 1956 kam es in Sympathie mit dem polnischen Arbeiteraufstand im Juni desselben Jahres zu Massendemonstrationen in der Hauptstadt Budapest. Die Proteste der Aufständischen richteten sich gegen den Stalinismus und gegen die Präsenz sowjetischen Truppen und sie forderten freie Wahlen. Die Spannungen nahmen zu und die Aufständischen besetzten öffentliche Gebäude. Es kam zu Schießereien und die Sowjettruppen griffen ein, zogen sich aber bald vorerst zurück. Auch Teile der ungarischen Armee gingen gegen die Aufständischen vor, schließlich wurde Budapest bombardiert. Der Protest jedoch weitete sich auf das ganze Land aus. Am 31. Oktober verkündete Nagy den Austritt aus dem Warschauer Pakt und die Neutralität Ungarns. Daraufhin marschierten die sowjetischen Truppen in Ungarn ein. Die Aufständischen wurden nach heftigen Gefechten bezwungen. Der Westen griff nicht ein, da er die Oberhand der UDSSR über Ungarn anerkannte. Ministerpräsident Nagy wird zum Tode verurteilt und im Juni 1958 hingerichtet. 32000 Menschen kamen in den Auseinandersetzungen um.


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