Nach seinem Antritt als Präsident und Parteichef wandelte Nicolae Ceauçescu Rumänen in eine Diktatur um, die alle entscheidenden politischen und wirtschaftlichen Funktionen auf sich und seine Familie einigt. Der Staat hielt mittels seines Geheimdienstes Securitate die Bevölkerung in Schach und scheute sich nicht vor Repression. Um Rumänien kam es im Rahmen des Wandels im Ostblock und des Zerfalls der kommunistischen Mächte zu tiefgreifenden Veränderungen. Zu dem Nachbarn Ungarn kühlte das politische Verhältnis zunehmend ab. Benachteiligte Ungarischstämmige flohen in Scharen über die Grenze. Darauf reagierte Rumänien mit der Errichtung eines Grenzzaunes. Durch die Versorgungsprobleme und Bodenreform und den tiefgreifenden Veränderungen in den Nachbarstaaten wuchsen die inneren Spannungen. Aufgrund der starken Repression kam es jedoch bis 1989 nicht zu einem Aufstand. Als ein oppositioneller ungarischstämmiger Pfarrer in Temesvar vom Geheimdienst verhaftet wurde, entlud sich die Spannungen dann doch. Die örtlichen Proteste weiteten sich schnell über das ganze Land aus. Die berüchtigte Geheimpolizei richtete in Temesvar ein Massaker an, dem 5000 Menschen zum Opfer fielen. Die Armee schlug sich auf die Seite der Aufständischen. Bald fanden in der Hauptstadt Gefechte zwischen Armee und Securitate statt. Als Ceauçescu sieht, dass die Auseinandersetzung verloren ist, flieht er aus der Hauptstadt. Jedoch wurde er von der Armee aufgespürt und mit seiner Frau schnell zum Tode verurteilt und hingerichtet. Die alte Elite jedoch durfte weiterregieren und wurde in den Wahlen 1990 und 1992 bestätigt.