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aus dem Sohar: "Die Augen Gottes" u.a.
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BeitragVerfasst am: Mo Sep 08, 2008 8:57 pm


Hallo,

also dashier soll ein Sohar-Thread sein. Dies soll ein anfang sein, das typische werk "sohar" der kabbalisten zu besprechen.

Wer kennt von euch den Sohar? Welche Bedeutung hat er für euch?

Ich habe die Übersetzung aus Diederichs gelber Reihe gelesen und wurde prompt fündig: meine entdeckung des Augenmusters und von in die Tora hineinschiffrierten Bildern wurde durch den Sohar bekräftigt.

Ich habe einen tollen artikel darüber geschrieben und selbigen mit bildern für interessierte online gestellt. was meint ihr?

http://www.majorchaos.de/auge.html

ich bitte darum, diesen thread mit wissen zu fuellen und ich bitte euch auch um viel feedback zu meinem artikel.

danke fuer eure Aufmerksamkeit. Ich hoffe, dieser Thread wird uns mit der Zeit den Geist des Sohar näherbringen.

gruesse,
AGSzabo


ps: an die redaktion: bitte legen sie bei bedarf diesen thread in ein anderes verzeichnis um.


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BeitragVerfasst am: Di Sep 09, 2008 1:22 pm


Hallo AGSzabo,

Hier ein bemerkenswerter Text den ich kürzlich entdeckt habe.

Zitat:
Der Sohar ist das rätselhafteste und gleichzeitig das wichtigste Buch der Weisheit der Kabbala.


Zitat:
Tatsächlich steht im Buch Sohar (Veyra, S. 117) selbst geschrieben, dass die Weisheit der Kabbala sich ab dem Jahr 1840 unter den Massen ausbreiten wird. Der große Kabbalist des 18. Jahrhunderts, der Gaon von Vilna (GRA) schrieb in seinem Buch Kol haTur (Stimme einer Taube), dass der Prozess 1990 beginnen wird. Darüber hinaus stellte er fest (Even Shlomo, Solomon’s Felsen, Kapitel 11, Punkt 3), dass die Erlösung vorrangig vom Studium der Kabbala abhängt.


http://www.hagalil.com/judentum/kabbala/5768/sohar.htm

Allerdings ist der Sohar nicht vor 1800 Jahren entstanden wie uns der Text erzählt sondern im 13 Jahrhundert!

[hebräisch »Lichtglanz«] der, Zohar, Hauptwerk der Kabbala; entstand Ende des 13. Jahrhunderts; in seinem Hauptteil von Moses Ben Schem Tov de Leon († 1305) verfasst; enthält neben den kabbalistischen Lehrgrundlagen u. a. Erläuterungen zur Zahlenmystik sowie mystische Ausdeutungen der Worte der Thora.

Der Sohar ist eine Sammlung von Texten in fünf Bänden. Als Autor wird Schimon ben Jochai genannt, ein bedeutender talmudischer Rabbiner des zweiten Jahrhunderts, der auch die wichtigste handelnde Person ist. Schimon ben Jochai gilt zwar historisch als „Vater der Kabbala“, seine tatsächliche Autorschaft für den Sohar ist jedoch vor allem aus sprachlichen Gründen fraglich, so dass von einem pseudepigraphischen Charakter der Schrift ausgegangen werden muss.

LG.Arabella


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BeitragVerfasst am: Mi Sep 10, 2008 6:04 pm


ah ja, ich habs gelesen ^_^ danke


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BeitragVerfasst am: Mi Sep 10, 2008 10:32 pm


AGSzabo hat folgendes geschrieben:
ah ja, ich habs gelesen ^_^ danke


Ich glaub dieses Zitat hab ich bei Dir nicht gefunden. Seite 77 gelbe Reihe (Sohar).

Wir haben in dem "Buch der Verborgenheit" gelernt von der Wacht des oberen Auges über das untere, wie jenes Licht des oberen in das untere eintritt, von dem alles leuchtet.

Warum wurde Josef dessen gewürdigt, daß das "böse Auge"nicht Herrschaft über ihn erlangte. Weil er würdig war der wachenden Schau des guten oberen Auges.

Arabella


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BeitragVerfasst am: Do Sep 11, 2008 10:59 am


Das obere Auge meint wohl die ersten 2555 verse der torah und das untere auge die nächsten 2555. diese beiden sind auch die "kleine" tora, die 2 mal 35 mal 73 ist und an dessen ende nach weiteren 73 versen die stelle folgt wo moses gebotstafeln bekommt, wobei die grosse tora gesamt 5847 verse hat (ca 80 mal 73).

die obere auge dreht sich im daat und das untere auge um jesod. in tiferert sind sie mt dem nagel verbunden.

im unteren auge habe ich keine bilder gefunden, nur oben.

aber vielleicht stimmt diese interpretation vomn oben und unten garnicht...

...aber wenn sie doch stimmt, vielleicht muss man dann die verse des zweiten auges irgendwie mit den ersten "verrechnen", das meint das durchscheinen...


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BeitragVerfasst am: Do Sep 11, 2008 12:59 pm


Grundsätzlich ist das Auge schon immer ein sehr wichtiges Symbol gewesen.

Älter als das des jüdischen Gottes ist das Auge des Horus.
Zitat:
Das Auge der Vorsehung (auch Allsehendes Auge, Auge Gottes) ist ein Symbol, welches gewöhnlich als das alle Geheimnisse durchdringende Allsehende Auge Gottes interpretiert wird und den Menschen an die ewige Wachsamkeit Gottes mahnen soll.


Man nennt die Augen den Spiegel der Seele. Der erste Kontakt mit einem Fremden ist der Blickkontakt.

Das Auge kommt immer da ins Spiel wenn man bildlich von einer Willensrichtung spricht.

"Er hat ein Auge auf Sie geworfen", ein Ziel ins Auge fassen, "Sie verschlingen sich mit ihren Augen" usw.

Forschende und durchdringende Blicke mögen viele nicht
Blindheit durch eigenes Unvermögen, Verblendung durch Fremdbestimmung.

Da die Israeliten Normaden waren, war es für sie lebenswichtig, die Gefahren in der Wüste rechtzeitig zu sehen

Vgl Gen 12,1 Jahwe sagte: zieh in ein Land das ich Dir zeigen werde, im Buch Numeri bittet Moses Hobab seinen Schwager: Verlaß uns doch nicht, denn du weißt nun einmal, wo wir in der Wüste lagern können, du sollst unser Auge sein"( Num 10,31)

Zu guter letzt sagt Jahwe zu Moses: "Du kannst mein Angesicht nicht schauen, denn kein Mensch bleibt am Leben, der mich schaut.

Ich denke das Ganze ist immer symbolisch gemeint Gott schaut durch das untere Auge also durch den Menschen selbt.

LG.Arabella


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BeitragVerfasst am: So Sep 28, 2008 2:50 pm


Das ganze Thema um die "Augen" finde ich sehr interessant.
In der griech. Sprache bedeutet "Mensch" (Άνθρωπος) "Der
nach oben schauende" oder "Der, der nach oben schaut".

Die Kabbala ist eine sehr interessante Tradition. Ich habe
vor nicht all zu langer Zeit das Buch "Die hohe Kabbalah"
gekauft, aber noch nicht gelesen Wink

Wird wohl langsam Zeit...


lg juran


Juran
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BeitragVerfasst am: Fr März 20, 2009 6:03 am


Lieber AGSzabo,

kann es sein, daß Du das "Augenthema" etwas zu technisch anstatt mystisch angehst?
Sicher hat Gott alles nach Zahl, Maß angelegt und hinter allem steckt letztlich Sinn, auch wenn wir ihn SO nicht verstehen,
denn dazu gehört ja vor allem anderen der Glaube an ihn und der kommt vom Herzen und nicht vom Verstand.

Gott segne Dich und schenke Dir Erkenntnis aus Glauben im Glauben, amen.


Bruder-Johannes
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BeitragVerfasst am: Fr März 20, 2009 8:12 am


Ich ent-mystifiziere!


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BeitragVerfasst am: Fr März 27, 2009 11:58 am


Na, Menschenskind,

wen oder was willst Du "ent-mystifizieren"? Gott???
Na dann...

Oder möchtest Du einen Zugang zu Gott finden?
Da gibt es aber leider nur den eigenen inneren Zugang.
Und das ist nur ein mystischer ("mystein"-sehen).
Was anderes will der Sohar auch nicht vermitteln, denn es ist ja das Buch der jüdischen Mystiker, welches diesen Zugang zeigen will.

Versuchst Du einen anderen Zugang, wie ich sehe einen "technischen"..., was meinst Du finden zu wollen?...???

Gott segne Dich und zeige Dir den Weg zu ihm, amen.


Bruder-Johannes
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BeitragVerfasst am: Fr März 27, 2009 12:12 pm


> was meinst Du finden zu wollen

Das Problem ist, ich habe schon was gefunden. Jetzt weis ich aber nicht recht wie ich es einordnen soll: sacred or secret.


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BeitragVerfasst am: Fr März 27, 2009 12:26 pm


Die Frage ist lediglich:

Welches Ziel verfolgst Du mit Deiner Suche?
Glaubst Du an Gott?

Tja und dann ist/sind das Auge/die Augen Gottes wohl was?...!!!


Bruder-Johannes
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BeitragVerfasst am: Fr März 27, 2009 1:40 pm


> dann ist/sind das Auge/die Augen Gottes wohl was?...!!!

willst dus mir sagen?


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BeitragVerfasst am: Sa Jun 06, 2009 6:43 am


was haltet ihr von der folgenden neu eingefügten Textpassage?



Die Bedeutungen der Ringe: der Mittelpunkt Zion als das Urpotential der Schöpfung, das ist die Welt Adam Kadmon oder En Soph (1). Dann im innersten Ring Jerusalem (2) als Bipolarität und Grundstruktur des Schöpfungsprozesses, das ist Atziluth, also die Welt der Archetypen (immer ein Bedürfnis, zB Ur-Idee des Sitzens). Als "Israel" (3), das sind viele, folgt drumherum die geistige Welt Beriah in der der Ursinn Formen annimmt (irgendein Stuhl von vielen als geplante Erfüllung der Idee des Sitzens) und dann als Restwelt die sich manifestierende geistige Welt Yezirah (4), in der die Formen gestaltet werden (die Idee eines ganz bestimmten Stuhls als Verkörperung der allgemeinen Idee von Stühlen). Der Ozean (5) bildet den Rest des Potentials, das ist die materielle Welt Malkuth oder Assiah, die stets im fließen ist. Hier ist das Geheimnis, dass es in der Welt auf atomarer Ebene keinen Unterschied zwischen den Elementen gibt, sondern dass die Welt aus dieser Perspektive eine homogene Soße (Ursuppe) ist (daraus besteht der ganz bestimmte Stuhl auf Erden). Im Ozean existiert dann wieder als Mittelpunkt - der quasi überall ist - das Zion als das Urpotential der Schöpfung...

Die drei Ringe der Pupille können zusammen als ein Bereich verstanden werden, wobei dann die ganze Pupille Jerusalem ist. Sehen wir das in Parallele zum Namen Gottes JHVH יהוה, der bedeutet: das was war ist und sein wird. Das anfängliche Jod י, das Bedürfnis, breitet sich in Form von mehr oder weniger konkreten Erfüllungsideen über drei Ringe aus und nimmt dabei He ה die allgemeine Idee durch die noch das Leuchten des Urfunkens durchscheint und Wav ו die spezielle Idee in sich auf. Das zweite He ה, der Materie-Ozean als das erfüllte Bedürfnis existiert als Antwort auf das Jod י und so bleibt vom Namen Gottes die Kurzform übrig: Jah יה, das bedeutet Sein. Die Erfülung eines Bedüfnisses Jod י, z.B. nach Licht, ist He ה, z.B. Transparenz. Durch die Schöpfung ist das Licht sichtbar, durch das tägliche Brot verteilt sich der Genuss unter den Menschen.

Das dreifaltige Jerusalem wird umgeben von einer farbigen Iris aus weiteren 2 Ringen (warum es zwei sind wird im folgenden Abschnitt "In Zahlen" erklärt), die das ganze übrige Festland sind und die wiederum vom Ozean (weiß) umgeben werden. Der Ozean besteht aus 1 Bereich, die Iris aus 2 Ringen und die Pupille aus 3.

In dieser Anordnung entspricht der Mittelpunkt Zion dem Buchstaben Jod י im Namen Gottes JHVH יהוה. Dieser ist der kleinste und punktförmigste Buchstabe, der den Kabbalisten als Urform der hebräischen Buchstaben gillt. Der Mittelpunkt oder das Jod symbolisiert das Bedürfnis das hinter einer Schöpfung steht, z.B. das Sitzen. Das erste He ה in JHVH bedeutet Fenster und gehört zu Jerusalem, der Pupille, durch die das Bedürfnis z.B. des Sitzens vom Licht des Urfunkens Jod prinzipiell erfüllt wird, z.B. in Form der Idee irgendeines Stuhls. Jerusalem ist die Grundidee der Erfüllung von Bedürfnissen, sprich Jod durch He, also den Gottesnamen Jah. Das Erfüllen von Bedürfnissen ist Ursache und Wirkung und der ganze Sinn der Schöpfung, denn Jah bedeutet Sein. Der dritte Buchstabe von JHVH ist Vav ו , das bedeutet einen Nagel als Instrument zur Fixierung und gehört zum Festland (Iris), mit dem nicht die Materie gemeint ist, sondern die absolut feste Idee, z.B. eines ganz bestimmten Stuhls. Letzendlich ist der Ozean - auf atomarer Ebene - die materielle Welt. Zu ihr gehört das zweite He ה , das Fenster das die Welt ist, durch die die Idee in Erscheinung tritt, also der Stuhl an sich und der Mensch der darauf sitzt. Das ist dann die endgültige Befriedigung des Bedürfnisses nach Sitzen.

Wenn Jerusalem identisch ist mit der ganzen Pupille und wenn Zion, der Punkt, identisch ist mit Jerusalem (Zohar: "Denn es sind zwei Stufen, die doch eine Einheit bilden: Zion und Jerusalem."), dann ist Zion ebenfalls identisch mit der ganzen Pupille.

im Kontext findet ihr den Ausschnitt auf http://otaku.onlinehome.de/auge.html


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BeitragVerfasst am: So Jun 07, 2009 6:00 pm


Tja eine gute Frage, ich halte gar nicht viel davon, weil das für mich nicht mehr nachvollziehbar ist..

Ob man sich Gott "nähern" kann mit solchen abstrakten Gebilden kann ich mir auch nicht vorstellen..


Arabella
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