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Verfasst am: Mo Jul 14, 2008 2:48 pm |
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Ich persönlich bin ja der Meinung, dass die Gleichberechtigung der Frau den Bach runtergeht, sobald man anfängt “Emanzipation” zu thematisieren. Kann man überhaupt jemals eine echte “Gleichberechtigung” erreichen, wenn Mann und Frau anatomisch und sozial unterschiedliche gesellschaftliche Aufgabenbereiche abdecken? Desweiteren scheint Gleichberechtigung an einem männlich orientierten Wertesystem aufgehängt zu sein. Frauen sind gleichberechtigt, wenn sie die gleichen Rechte haben wie Männer. Wäre Gleichberechtigung nicht eher ein Aufeinanderzugehen, ein Treffen auf halbem Wege in der Mitte? Für mich ist die klassische Rollenverteilung innerhalb der Familie auch keine Herabwürdigung der Leistungsfähigkeit der Frau, sondern eher eine evolutionäre Präferenz – Frauen sind nun mal die besseren Mütter und das liegt nicht nur an den anatomischen Voraussetzungen. Wenn eine Frau sich mit der Mutterrolle nicht identifizieren mag, dann ist das Ihre individuelle Entscheidung und Basta! Was mich allerdings total annervt ist es, in einer Gesellschaft zu leben, in der die Rolle der Frau als Vollzeit-Mutter/Hausfrau zunehmend unattraktiver wird und eine Frau ihren gesellschaftlichen Wert in immer größerem Maße über eine ausserfamiliäre/berufliche Karriere definieren muß, um Anerkennung zu generieren. Hausfrau heisst heute “Familienmanagerin” – wird nur nicht bezahlt! Schönfärberei!
Dabei sind es weniger die Männer, die Frauen dahingehend unter Leistungsdruck setzten, sondern eher die Frauen selbst. Während ein Mann seinen “Mann” bereits steht, wenn er Erfolg im Beruf vorweisen kann und seine männliche Potenz (im Sinne von Potenzial) durch ein entsprechendes Auto kommunizieren kann, ist es für Frauen ungleich schwerer, diese “Potenz” kundzutun - warum? Ich denke, weil sich Frauen im Rahmen der “Emanzipation” innerhalb eines maskulinen Wertesystems bewegen. Sie übertragen ihr Streben nach “Erfolg” in dieses maskuline Wertesystem und das ist m. E. der “Kasus Knacksus”: kein Mann würde sich unfreiwillig einem femininen Wertstesystem unterordnen (z.B.: seiner Unfähigkeit, Kinder gebähren zu können – er akzeptiert die Tatsache, das er es nicht kann!) – Frauen versuchen es aber unter dem Gesichtspunkt der beruflichen Karriere dem Mann gleichzutun. Die Frau “de-emanzipiert” sich also bereits beim Versuch der Emanzipation, weil sie bei diesem Versuch ein männliches Wertesystem zu Grunde legt. Hier stehen viele Frauen dem “competativen Verhalten” der Männer in nichts nach – mehr noch, sie haben eine Taktik entwickelt, für die wir Männer nicht Gleichwertiges aufzubieten haben: den Zickenterror …
Ein Schönes Beispiel: Die kinderlose Vorzeigefeministin Alice Schwarzer gab letztens ihren Chefsessel an Lisa Ortgies ab (hat 2 Kinder und eine respektable Karriere unter einen Hut gebracht - wie auch immer sie das geschafft hat?!). Damals sagte Schwarzer über Ortgies:
| Zitat: | | „Sie ist eine sehr lebendige, tolle, temperamentvolle Person“. Die neue Chefredakteurin werde „die Erfahrungen der Mehrheit der Töchter der Emanzipation“ bei „Emma“ einbringen. Gemeint waren jene Frauen, „die sagen, ich will eine Leidenschaft für den Beruf haben, ich will aber auch Kinder haben und so weiter“. |
Quelle: www.FAZ.net
Einige Monate später sah es dann so aus:
| Zitat: | Schwarzer attestierte Lisa Ortgies kurzerhand einmal völliges Unvermögen und Totalversagen. Wer nun Schwarzers Nachfolge antreten wird, ist offen.
(…)
Bislang hielt sich Schwarzer allerdings mit Pauschalurteilen zurück und beschränkte ihre Kritik auf Orgies. Diese eigne sich nicht für die umfassende Verantwortung einer Chefredakteurin. |
Quelle: www.dcrs-online.com
Harsche Worte! Was wohl auch daran lag, dass Frau Ortgies der guten Frau Schwarzer mit mit der Meldung, das sie den Job als Chefredakteurin der “Emma” hinschmeisst, zuvorgekommen war.
| Zitat: | | Offenbar war das Nachtreten auch eine Reaktion darauf, dass Ortgies Schwarzer - nicht ganz freiwillig - zuvorgekommen war. Die 42-Jährige bestätigte am Donnerstagabend, was dpa offenbar bereits wusste: sie werde den Posten, den sie erst Anfang April angetreten hatte, wieder verlassen. Auch der Ärger darüber spricht aus den Zeilen Schwarzers: “Dies hätten wir selbstverständlich lieber intern und kollegial geregelt, reagieren jedoch hiermit auf den für uns unerwarteten und überraschenden gestrigen Schritt von Frau Ortgies” |
Quelle: www.taz.de
Zickenterror at its best!
Für alle "Feministinnen" unter euch, die mich jetzt als "Frauenhasser" zerfleischen wollen - ich bin nicht Frauenfeindlich sondern gesellschaftskritisch. Wenn ich mich also an der einen oder anderen Stelle uneindeutig ausgedrückt habe, so verbessert mich bitte.
_________________ Bunt ist das Dasein und granatenstark, und ... VOLLE KANNE HOSCHIS!!! (Rufus) |
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saschay2k Eröffner des Threads
 Inventar
 Anm.Dat: Jul 11, 2002 Beiträge: 373 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: Mo Jul 14, 2008 3:56 pm |
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Es gibt ja auch unterschiedliche Auffassungen von Emanzipation. Für mich heißt Emanzipation nicht, alle Frauen wollen die männliche Rolle übernehmen, sondern es heißt, Frauen dürfen alles machen was sie möchten und traditionelle, gesellschaftliche Hürden dürfen sie nicht davon abhalten. Meines Erachtens heißt das nicht, dass die Frau als Mutter und als Hausfrau völlig aussterben muss bzw. dass diese Rolle negativ zu sehen ist, aber leider wird sie von vielen so interpretiert.
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Ihlenam Inventar
 Anm.Dat: Aug 11, 2003 Beiträge: 191 Wohnort: Hades
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Verfasst am: Mo Jul 14, 2008 4:08 pm |
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Nun ja - soweit ist die Emanzipation in Deutschland ja eigentlich schon: Frau darf (innerhalb gesetzlicher Beschränkungen die in gleichem Maße auch für Männer gelten) alles machen, was sie möchte ... das ist keine Frage!
Oder habe ich da was übersehen?
Aber kommt ihrer Leistung (auch oder gerade in ihrer klassischen Rolle als Frau und Mutter) genügend Anerkennung zugute? ... und ist die Frau bei Ihrem Streben nach Anerkennung (nach männlichem Vorbild - Karriere?) auf dem falschen Weg?
_________________ Bunt ist das Dasein und granatenstark, und ... VOLLE KANNE HOSCHIS!!! (Rufus) |
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saschay2k Eröffner des Threads
 Inventar
 Anm.Dat: Jul 11, 2002 Beiträge: 373 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: Mo Jul 14, 2008 4:26 pm |
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| saschay2k hat folgendes geschrieben: | | Zitat: | | Schwarzer attestierte Lisa Ortgies kurzerhand einmal völliges Unvermögen und Totalversagen. Wer nun Schwarzers Nachfolge antreten wird, ist offen. | Harsche Worte! Was wohl auch daran lag, dass Frau Ortgies der guten Frau Schwarzer mit mit der Meldung, das sie den Job als Chefredakteurin der “Emma” hinschmeisst, zuvorgekommen war. |
Zugegeben harsche Worte - und unprofessionell von Fr. Schwarzer, man sollte sich bei öffentlichen Aussagen gewählter ausdrücken.
Nichtsdestotrotz Entscheidungen und auch intern Aussagen, denen sich auch eine männliche Führungskraft stellen muss.
| saschay2k hat folgendes geschrieben: | | Für alle "Feministinnen" unter euch, die mich jetzt als "Frauenhasser" zerfleischen wollen - ich bin nicht Frauenfeindlich sondern gesellschaftskritisch. Wenn ich mich also an der einen oder anderen Stelle uneindeutig ausgedrückt habe, so verbessert mich bitte. |
Man mag hier aber den Unterton "berufstätige Frau = schlechte Mutter" heraushören.
Und das sehe ich in der Tat nicht so. Einer langjährigen Freundin und Mutter vermittelte ich vor 1,5 Jahren in der Firma, in der ich arbeite, eine 3/4-Stelle. Vorher war sie 5 Jahre zu Haus geblieben um ihre mittlerweile 7 und 5jährigen Söhne aufzuziehen.
Nunmehr kümmert sich ihr Lebensbegleiter um ihre Kinder - dem das zwar sicherlich als Freiberufler leichter fällt, der aber sein Programm naturgemäß auch einschränken hat müssen. Immerhin geht der eine ja mittlerweile zur Schule.
Ihr gefällts, uns auch. Persönlich - als ein Freund - habe ich den Eindruck, sie ist aufgeblüht, weil sie mehr unter Menschen kommt, eine anspruchsvolle Aufgabe hat und nicht immer nur im Einerlei des Haushalts dahin dümpelt.
Ist sie jetzt dadurch eine "schlechte Mutter", weil sie nicht wie eine Glucke auf ihren Kindern hockt ?
Finde ich absolut nicht. Eher im Gegenteil, denn ich sehe hier täglich unter unseren Praktikanten 17jährige Jungs, die so dermaßen unselbstständig sind, weil Mama immer alles gemacht hat.
_________________ Arbeite, als ob das Geld nicht brauchst.
Liebe, als ob du nie verletzt worden wärst.
Tanze, als ob niemand zusieht.
Herr, lass mich ein guter Mensch sein. Aber bitte nicht sofort. |
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Giacomo_S Inventar
 Anm.Dat: Aug 13, 2003 Beiträge: 1796 Wohnort: München
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Verfasst am: Mo Jul 14, 2008 4:47 pm |
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@ Giacomo_S:
... und der Umkehrschluss? Eine Mutter ("Glucke") kann nicht glücklich sein, weil sie sich unter einem gesellschaftlichen Gesichtspunkt (Karriere) nicht selbstverwirklichen kann?
Genau hier findet doch die Indoktrination durch unseren Konsum- und mediengeile Gesellschaft statt: "Wie?? Du bist nur Mutter/Hausfrau? ... wie kommst du denn klar? Schlägt dich dein Mann, unterdrückst du deine Wünsche. Wie kannst du überhaupt glücklich sein nur so als Hausfrau und Mutter."
Wir leben in einer Gesellschaft in der sich die klassische Rollenverteilung zunehmend Falsch anfühlt - obwohl ein millionen Jahre altes evolutionäres Erfolgskonzept?
Was ist da "falsch gelaufen"??
Wenn sich alle Frauen langfristig für ihre Karriere und gegen die Familie entscheiden ... was passiert dann?
Egal?! Hauptsache Emanzipation, oder?!
Frauen haben auch das Recht, wie Männer zu sein? Sicher!
Aber Frauen sollten auch wissen, dass sie die Wahl haben! ... und egal wie sie sich entscheiden, die verdienen Anerkennung, nicht nur, wenn sie Karriere in einer männerdominierte Berufswelt machen:
Übrigens gab es mal Zeiten in denen man eine "Gute Mutter" nicht mit dem Begriff "Glucke" asoziiert hätte.
Nichts für Ungut: aber du hast keine Kinder, oder?
_________________ Bunt ist das Dasein und granatenstark, und ... VOLLE KANNE HOSCHIS!!! (Rufus) |
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saschay2k Eröffner des Threads
 Inventar
 Anm.Dat: Jul 11, 2002 Beiträge: 373 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: Mo Jul 14, 2008 5:03 pm |
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Ein sehr schwieriges Thema, was hier angeschnitten wird.
Auch ich habe einen Punkt, der mich irgendwie "wurmt":
Es wird nach Gleichberechtigung geschrien, aber eine Wehrpflicht (bzw. Zivildienst(pflicht)) für Frauen gibt es nicht und wird es wohl auch in Zukunft nicht geben.
Auf der anderen Seite sehe ich es ein, wenn eine Frau, die das gleiche Leistet wie ein Mann (z.B. Leitung einer Abteilung/Firma etc.), auch das gleich verdienen möchte, da klafft nach wie vor eine gewaltige Lücke.
Es gibt da sicher noch viel zu tun.
_________________ Die Welt ist eine Bühne,
aber das Stück ist schlecht besetzt.
(Oscar Wilde, 1854-1900, irischer Schriftsteller)
(\__/)
(O.o )
(> < )
This is Bunny. Copy Bunny into your signature to help him on his way to world domination. |
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LStrike Inventar
 Anm.Dat: Oct 19, 2003 Beiträge: 716 Wohnort: Hamburg

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Verfasst am: Mo Jul 14, 2008 5:08 pm |
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Ich arbeite in einer Branche in der die meisten Leute einen Vetrag unterschreiben in dem steht:
"Mit dem Bruttogehalt sind alle Überstunden abgegolten!"
Das unterschreiben sowohl Männer als auch Frauen. Wer sowas unterschreibt, dem ist nicht zu helfen.
Ich denke ein Gehaltsanpassung für Frauen, sollte umgehend und sofort umgesetzt werden und ich halte es für einen Skandal, dass die herrschenden Zustände was diese Thema angeht nicht für bundesweite Aufstände sorgen. Es gibt für mich absolut keinen nachvollziehbaren Grund, warum Frauen weniger verdienen sollten als Männer.
Das hat für mich aber nichts mit der Gleichberechtigung/Emnzipation zu tun, die ich meine.
_________________ Bunt ist das Dasein und granatenstark, und ... VOLLE KANNE HOSCHIS!!! (Rufus) |
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saschay2k Eröffner des Threads
 Inventar
 Anm.Dat: Jul 11, 2002 Beiträge: 373 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: Mo Jul 14, 2008 5:23 pm |
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| saschay2k hat folgendes geschrieben: | @ Giacomo_S:
... und der Umkehrschluss? Eine Mutter ("Glucke") kann nicht glücklich sein, weil sie sich unter einem gesellschaftlichen Gesichtspunkt (Karriere) nicht selbstverwirklichen kann? |
Das habe ich nicht behauptet.
Genau hier findet doch die Indoktrination durch unseren Konsum- und mediengeile Gesellschaft statt: "Wie?? Du bist nur Mutter/Hausfrau? ... wie kommst du denn klar? Schlägt dich dein Mann, unterdrückst du deine Wünsche. Wie kannst du überhaupt glücklich sein nur so als Hausfrau und Mutter."
| saschay2k hat folgendes geschrieben: | Wir leben in einer Gesellschaft in der sich die klassische Rollenverteilung zunehmend Falsch anfühlt - obwohl ein millionen Jahre altes evolutionäres Erfolgskonzept?
Was ist da "falsch gelaufen"?? |
Die Postion der Hausfrau & Mutter ist eine Erfindung der Moderne.
Oder glaubst Du im Ernst, Frauen und Mütter früherer Zeiten hätten etwa nicht arbeiten müssen, auf dem Feld, in der Wäscherei, in der Fabrik, in der Antike, im Mittelalter, im Frühkapitalismus ?
Lies mal die alten Quellen - und wem mussten sie ihre Kinder überlassen: Privaten Kinderfrauen, die die Kinder so schlecht betreuten, dass hohe Todeszahlen der Fall waren (und der Gestzgeber früh einschreiten musste, um das zu reglementieren), den älteren Geschwistern oder gar sich selbst. Ich mag nicht glauben, das sei eine bessere Förderung gewesen, als ein Kindergarten.
| saschay2k hat folgendes geschrieben: | | Übrigens gab es mal Zeiten in denen man eine "Gute Mutter" nicht mit dem Begriff "Glucke" asoziiert hätte. |
Eine gute Mutter würde ich auch nicht Glucke nennen, unabhängig davon ob sie berufstätig ist oder nicht.
| saschay2k hat folgendes geschrieben: | | Nichts für Ungut: aber du hast keine Kinder, oder? |
Das tut hier nichts zur Sache - oder darf ich dann nicht mitdiskutieren ?
Du redest doch auch übers rauchen ...
_________________ Arbeite, als ob das Geld nicht brauchst.
Liebe, als ob du nie verletzt worden wärst.
Tanze, als ob niemand zusieht.
Herr, lass mich ein guter Mensch sein. Aber bitte nicht sofort. |
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Giacomo_S Inventar
 Anm.Dat: Aug 13, 2003 Beiträge: 1796 Wohnort: München
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Verfasst am: Mo Jul 14, 2008 7:02 pm |
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Ich frage mich hier, was mit denen Frauen ist, die gar keine andere Wahl als Arbeit und Kinder zu vereinen. Alleinerziehende Mütter oder Familien bei denen es nicht reichen würde wen nur der Mann arbeitet?
Diese Frauen würden sicher auch gerne Wählen dürfen. Nur Mutter sein zu können ist doch heute Luxus.
Ich finde die Diskusionen über Emanzipation in der Heutigen Zeit und in userer Gesellschaft völlig überflüssig. Zumindest fast. Natürlich könnte man bei der Lohnangleichung noch was machen und natürlich sollte es immer ein Thema bei gewissen Kulturen bleiben.
Aber heute, hier in Europa, hier in dieser Kultur ist doch Emanzipation kein so grosses Thema mehr. Zumindest empfinde ich das so.
Und überhaupt wie schon Giacomo_s ansprach mussten Frauen schon immer arbeiten warum also auch nicht gleich Kariere machen? Wen man das gewisse Alphatierchen in sich hat sollte man es doch auch als Frau tun.
Warum dürfen Frauen gerne an der Kasse bei Aldi arbeiten aber wen es um Karriere geht dan schreien die Männer "Hilfe wir verliehren die Hausfrau und die guten Müttern an die Karriere"
| Zitat: | | Wenn sich alle Frauen langfristig für ihre Karriere und gegen die Familie entscheiden ... was passiert dann? |
Das wird nie passieren. Irgendwie wird sich das wieder einpendeln. Die Kinder müssen ja versorgt werden und sowiso noch lange nicht alle Frauen wollen Karriere machen. Ich denke da hast du ein falsaches Bild von der Realität. Nicht alle Frauen gehen studieren.
| Zitat: | | Aber Frauen sollten auch wissen, dass sie die Wahl haben! ... |
Ja, dass sind wir uns doch auch bewusst. Wir wissen ja das wir die Wahl theoretisch hätten. Aber eben was ist mit denen die gar keine andere Wahl haben als arbeiten und Kinderversorgen zugleich?
Und vonwegen druck den wir armen Frauen in diesem von Männer geprägten Berufssystem ausgeliefert sind. Dazu kann ich nur sagen unterschätz die Frauen da nicht und vorallem unterschätze die Männer nicht an deren Seite. Die Männer die eben mal etwas Kompensieren können. Und auch Frauen ohne Männer können diesen "Spagat" durchaus meistern.
Dieses Beispiel welches du da gebracht hast ist auch nur ein Beispiel und sonst nichts. Ok ich muss dir recht geben. Zickenterror ist manchmal tatsächlich ein Problem bei uns Frauen aber es ist etwa gleichzustellen, wie das gegnseitige Imponiergehabe der Männer. Beide Verhaltensweisen können doch als Stärke interpretiert werden (Führungsqualität) Nur manchmal arten solche Machtkämpfe eben etwas aus aber das sollte keine Frage von Frau und Mann sein. Beide machens gleich nur manchmal etwas unterschiedlicher.
Was ich als ein Problem betrachte, dass man uns Frauen immer die Rolle der Sensieblen und des sozialen Wesens zuschreibt und das der Mann einfach der Logischere ist. Vieleicht ist es tendenziel auch tatsächlich so aber es gibt eben auch viele Ausnahmen in der Regel und diese Ausnahmen nennen sich Alphawiebchen und sensieble Männer... Wie auch immer... Ich denke Ich konnte es etwas auf den Punkt bringen wie ich das so sehe
Lg
IndigoChild
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IndigoChild Mitglied
 Anm.Dat: Sep 08, 2006 Beiträge: 59 Wohnort: Im Wald auf einem Baum
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Verfasst am: Mo Jul 14, 2008 7:09 pm |
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| saschay2k hat folgendes geschrieben: | Wir leben in einer Gesellschaft in der sich die klassische Rollenverteilung zunehmend Falsch anfühlt - obwohl ein millionen Jahre altes evolutionäres Erfolgskonzept?
Was ist da "falsch gelaufen"?? |
ehm, garnichts. das ist die zivilisation, gesellschaft, wie auch immer, in der sich der mensch zwecks evolution hervorgetan hat und sich im gegensatz zu der tierwelt nicht ausschliesslich den "natuerlichen" regeln anschliesst, sondern auch eigene aufstellt.
| Zitat: | | Wenn sich alle Frauen langfristig für ihre Karriere und gegen die Familie entscheiden ... was passiert dann? |
solange sie damit zufrieden sind, sollen sie doch. worueber machst du dir sorgen? etwa um das ueberleben der menschlichen spezie?
| Zitat: | | Aber Frauen sollten auch wissen, dass sie die Wahl haben! |
und die haben maenner nicht? wie waers mit einer heutzutage auch nicht mehr ganz so unueblichen rollenverteilung, in der zwar die frau noch - wie solls auch anders gehen - das kind gebaehrt, dann aber arbeiten geht und der mann sich um den haushalt und das kind kuemmert? ist das fuer dich so unverstaendlich, wenn der mann mit freude zuhause bleibt, waehrend die frau das taeglich brot verdient?
| Zitat: | | und egal wie sie sich entscheiden, die verdienen Anerkennung, nicht nur, wenn sie Karriere in einer männerdominierte Berufswelt machen |
naja, wollen die das denn? die frauen, die ich kenne, haben mit dem ganzen politischen und gesellschaftlichen rumgehampel (sprich emanzipation) nix am hut. sie wollen vernuenftig ganz normal studieren und dann arbeiten gehen bzw. karriere machen. eigenes geld verdienen, unabhaengigkeit, etc. der ganz normale alltag eben, keine feministischen hintergedanken.
und ich kann z.b. auch frauen nicht verstehen, die 20 jahre zur schule (& uni) gehen, nur um dann zu heiraten, kinder zu kriegen und den haushalt zu schmeissen.
_________________ Wenn Du Dich freust, solltest Du lächeln...
www.4seamen.com - die Seite für echte Seemänner
Stop Dr. Uwe Boll |
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JimmyBond Barroom Hero
 Anm.Dat: May 07, 2003 Beiträge: 4104 Wohnort: Gotham City
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Verfasst am: Di Jul 15, 2008 8:51 am |
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Ist doch sowieso alles ein Reichenproblem.
Die meisten Frauen gehen arbeiten, weil sie die Kohle brauchen, um ihre Familien durchzuziehen und nicht aus Selbstverwirklichung.
Oder kennst Du jemanden, der eine Familie von einem Gehalt ernähren könnte ?
Statt also Gesellschaftskritik zu üben, solltest Du besser auf Kapitalismuskritik umschwenken, denn das trifft den Kern der Sache.
_________________ Arbeite, als ob das Geld nicht brauchst.
Liebe, als ob du nie verletzt worden wärst.
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Giacomo_S Inventar
 Anm.Dat: Aug 13, 2003 Beiträge: 1796 Wohnort: München
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Verfasst am: Di Jul 15, 2008 8:55 am |
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Das Posting von IndigoChild ist das Vernünftigste und Unaufgeregteste, was ich bisher zum Thema gelesen habe, muß ich sagen. 
_________________ Taxation with representation still sucks. |
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Ein_Liberaler Inventar
 Anm.Dat: Sep 14, 2003 Beiträge: 7080
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Verfasst am: Di Jul 15, 2008 11:02 am |
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Kapitlismuskritik! Sehr schön! Wenn ich hier in Hamburg über den Campus fahre ist das überall Kapitalismuskritik an die Wände geschmiert: "Leben, Lieben, Lenin lesen" und überall das beliebte "Che"-Logo - wofür das auch immer stehen mag ...
Wo soll man da bitte ansetzen?? Wir ordner uns doch ALLE bereitwillig dem kapitalistischen System unter. Wir sind das System!! Wir können das SYSTEM nur ändern, wenn wir ALLE aufhören in den Maßstäben dieses Systems zu denken und zu HANDELN. Also ist Kaptalismuskritik eine Kritik am Handeln eines jeden Einzelnen ... und ich habe mich entschieden bei der Emanzipations-Diskussion anzufangen.
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saschay2k Eröffner des Threads
 Inventar
 Anm.Dat: Jul 11, 2002 Beiträge: 373 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: Di Jul 15, 2008 1:31 pm |
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Man muss kein Kommunist sein um den Kapitalismus kritisieren zu können.
Aber das ist eine andere Debatte.
Was ich damit sagen wollte: Trotz Familie auf ein Gehalt verzichten zu können, das muss man sich - trotz der Familienförderung durch das Kindergeld (dessen Höhe ich hier jetzt nicht diskutieren möchte) - auch erst einmal leisten können.
Schauen wir doch einmal über den Tellerrand des Durchschnittsdeutschen hinaus, z.B. Migrantenfamilien. In einem Forum für Marokkaner in Deutschland, welches ich gelegentlich besuche, wird z.B. mehr oder weniger duchgehend unter Hinweis auf die Religion die Meinung vertreten, der Mann habe das Geld zu erwirtschaften, die Frau habe sich um den Haushalt und die Kinder zu kümmern.
Soweit so gut, aber offenbar sieht die Realität in vielen dieser Familien anders aus. Man vertraut die Kinder zwar keinem Kindergarten an, weil man die Früherziehung als Aufgabe der Familie ansieht, aber eine Förderung findet offenbar nicht statt. Denn an den Grundschulen häufen sich mittlerweile unter Migrantenkindern die Fälle, wo bei der Einschulung die Kinder nicht in der Lage sind, sich selbstständig anzuziehen oder einen Stift zu halten.
Es findet also keine Förderung statt: Die Mutter geht auch arbeiten und überlässt das Kind seinen älteren Geschwistern, vermute ich.
Gestern Abend habe ich übrigens einen sei ca. 70jährige nach ihrer Kindheit in Bayern befragt. Der eine, Flüchtling aus dem Sudetenland, da musste die Mutter arbeiten, denn die hatten nix. Der andere stammt aus einer wohlhabenderen bürgerlichen Familie, dessen Mutter sei Hausfrau gewesen. Es sei aber eher die Ausnahme gewesen, viele Mütter hätten arbeiten müssen. Auch damals habe es viele Kinder in Horten gegeben. Man habe sie immer daran erkannt, das sie mager und kleinwüchsig gewesen seien.
Auf die Frage, ob es den Kindern heute besser ginge, die einhellige Antwort: Ja, in jedem Fall, viel besser !
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Giacomo_S Inventar
 Anm.Dat: Aug 13, 2003 Beiträge: 1796 Wohnort: München
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Verfasst am: Di Jul 15, 2008 1:45 pm |
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| saschay2k hat folgendes geschrieben: | | Frauen sind nun mal die besseren Mütter | Und Menschen ohne Haare die besseren Glatzköpfe.
Diese Aussage ist bezeichnend. Als ob das Geschlecht über die qualitative Ausübung einer Rolle bestimmen könnte.
Da nur Frauen Mütter sein können, sind sie gleichermassen die besseren, besten... und schlechteren, schlechtesten Mütter. Denn Männer können Väter sein... aber nunmal keine Mutter. Das Wort beinhaltet aber keine exakte Rollenbeschreibung, auch wenn uns die Tradition anderes suggeriert. Und insbesondere beinhaltet das Wort keine Aussage über die Güte der Rollenausübung.
| Zitat: | | Wenn eine Frau sich mit der Mutterrolle nicht identifizieren mag, dann ist das Ihre individuelle Entscheidung und Basta! | Diese Konsequenz hatte Tausend Jahre verheerende Konsequenzen für die Frau - auch "Basta"?
Und genau um die Änderung dieser Konsequenzen geht es zentral bei der heutigen Gleichberechtigung. Und vor nichtmal einem halben Jahrhundert gab es noch recht unangenehme Konsequenzen für eine Frau, die eine individuelle Entscheidung treffen wollte.
| Zitat: | | Was mich allerdings total annervt ist es, in einer Gesellschaft zu leben, in der die Rolle der Frau als Vollzeit-Mutter/Hausfrau zunehmend unattraktiver wird und eine Frau ihren gesellschaftlichen Wert in immer größerem Maße über eine ausserfamiliäre/berufliche Karriere definieren muß, um Anerkennung zu generieren | Und wie wird Anerkennung generiert?
Durch hohle Phrasen. Durch Titel. Durch "Namen". Es sollte dich keine Anerkennung bringen, nur weil man "Karriere" gemacht hat. Es kommt doch eigentlich drauf an, in welcher Hinsicht man arbeitet, was man leistet, wie man dabei auch privat gut leben kann, und ob man sich selber, und die Umgebung sich dabei wohl fühlt. Aber... das ist typisch für Menschen. Denn wir bekommen ja Anerkennung durch einen Titel, durch einen "Namen", ohne daß klar ist, wie der Lebensweg aussieht. Eine hohle Phrase wird gerne benutzt, um implizit eine qualitative Aussage mitschwingen zu lassen, die aber maximal sehr fokussiert auf einen kleinen Teil des Menschen ist. Viel zu viel wird bei Seite gelassen, gerne nicht betrachtet. Doch was ist die Anerkennung dann objektiv gesehen wert?
Diese ganze "Anerkennungs"-Problematik trifft Frauen genauso wie Männer. Wenn ich mir die ganzen Karrieretypen anschaue, die ihr Leben verschwenden, nur um Leistung auf Teufel komm raus zu erbringen, und dabei ein privates Schlachtfeld hinterlassen... ist diese Anerkennung wirklich "wertvoll"? Profisportler, die hochgejubelt werden, solange sie nicht des Doping überführt sind, aber sobald sie überführt sind, werden sie in Grund und Boden gestampft, obwohl unser Anerkennungs-System sie dazu bringt, zu dopen?
| Zitat: | | Dabei sind es weniger die Männer, die Frauen dahingehend unter Leistungsdruck setzten, sondern eher die Frauen selbst. Während ein Mann seinen “Mann” bereits steht, wenn er Erfolg im Beruf vorweisen kann und seine männliche Potenz (im Sinne von Potenzial) durch ein entsprechendes Auto kommunizieren kann, ist es für Frauen ungleich schwerer, diese “Potenz” kundzutun - warum? | Ich finde noch viel entscheidender die Frage, wieso wir Menschen überhaupt ständig meinen, daß es entscheidender ist, "Potenz kundzutun", als einfach die Potenz als Möglichkeit zu nutzen, uns wohl zu fühlen, und vor allem auf den Inhalt zu schauen, ob die "Potenz-Kundgebung" einen qualitativ-inhaltlichen Wert für jemanden darstellt. "Potenz" per se ist meines Erachtens kein Wert... aber in unserer Gesellschaft eben doch.
Mir ist schon klar, daß dies auch ein biologisches Prinzip ist. Aber eines, dem ich nicht einfach den Persilschein gebe.
Ist "Karriere" ein Wert an sich? Nur weil andere dann sagen können "er/sie hat Karriere gemacht"?
Meines Erachtens geht es bei vielen Diskussionen um Emanzipation nur vordergründig um die Frau in der Gesellschaft... es geht ganz allgemein um uns Menschen, und was uns wichtig ist, was für uns ein "Wert" darstellt.
Anerkennung scheint ein solcher Wert zu sein... und es gibt offenbar Anerkennungsmechanismen, die auf Grund eines Titels und nicht auf Grund des Inhalts hervorgerufen werden.
Und nun dürfen Frauen diesem Quatsch auch hinterherrennen... aber ist es besser, es ihnen zu verbieten?
gruß
Booth
_________________ Derjenige, der weiss, daß er nichts weiss, weiss mehr, als derjenige, der nicht weiss, daß er nichts weiss. |
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Booth Inventar
 Anm.Dat: Oct 19, 2003 Beiträge: 1951 Wohnort: Deutschland
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