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TheFreeman
Inventar


Anm.Dat: Jun 20, 2003
Beiträge: 546
Wohnort: Keine Ahnung....ist so dunkel hier !


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BeitragVerfasst am: Mo Jan 28, 2008 10:04 pm    Titel: Antworten mit Zitat


Ich bin entschiedener Gegner des Tötens vom Aussterben bedrohter Arten. (Habe sogar schon für den Regenwald gespendet.) Und ich bin der Meinung, dass einige Dinge in Sachen Tierhaltung und Schlachtung wesentlich humaner laufen könnten. Aber ich esse sehr gern Fleisch, egal was man mir für Filme vorführt, denn ich bin mir darüber bewußt, was in Schlachthöfen etc. passiert. Dafür kaufe ich keine Eier aus Legebatterien...

Btw...
Der Mensch isst Fleisch seit vielen hunderttausend Jahren, die darin enthaltenen Proteine waren sogar maßgeblich daran beteiligt, dass unsere Vorfahren überleben konnten.

Gruß,
Freeman


_________________
,,Ein Optimist ist ein Zeitgenosse, der ungenügend informiert ist !'' John B. Priestley

,,Immer mit der Ruhe...erstmal eine rauchen !''

Ein_Liberaler
Inventar


Anm.Dat: Sep 14, 2003
Beiträge: 6516


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BeitragVerfasst am: Mo Jan 28, 2008 10:14 pm    Titel: Antworten mit Zitat


Booth hat folgendes geschrieben:
Weil der Wal sicher Einspruch erheben würde, wenn er könnte.


Hühner, Schweine und Kühe würden sicher auch gegen einiges Einspruch erheben, wenn sie könnten. Und der Witz ist: Wenn sie es könnten, müßten wir es sogar respektieren.

Zitat:
Aber wie schon oben erwähnt - zur Zeit interessiert einen erheblichen Teil der Menschen ja in vielfältiger Art nichtmal ein Einspruch eines Artgenossen.


Menschen haben Rechte, Tiere nicht.

Zitat:
Ne Menge Verträge, die über eine längere Zeitdauer laufen, beinhalten irgendwelche Verbote - Arbeitsverträge, Mietverträge, Leasingverträge, Nutzungsverträge (von Lizenzen), etc


Das sind Klauseln, auf die sich die Parteien geeinigt haben, keine einseitig erlassenen Verbote. Hätte Benkei die gemeint, häte er nicht Verträge und Verbote erwähnen müssen.


_________________
Taxation with representation still sucks.

Booth
Inventar


Anm.Dat: Oct 19, 2003
Beiträge: 1803
Wohnort: Deutschland


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BeitragVerfasst am: Mo Jan 28, 2008 10:54 pm    Titel: Antworten mit Zitat


Ein_Liberaler hat folgendes geschrieben:
Hühner, Schweine und Kühe würden sicher auch gegen einiges Einspruch erheben, wenn sie könnten. Und der Witz ist: Wenn sie es könnten, müßten wir es sogar respektieren.
Ja selbstverständlich würden auch Kühe und Scheine und Hühner Einspruch erheben, wenn sie könnten.
Und wieso "müssten" wir es sogar respektieren, wenn sie könnten. Wir respektieren es ja auch nicht grundsätzlich bei der eigenen Spezies. Du und ich schon... aber von den 6 Mrd insgesamt doch eine erhebliche Menge nicht.
Zitat:
Menschen haben Rechte, Tiere nicht.
Da wir hier ja im Philosophie-Bereich sind... Wink

Ein Recht ist kein Naturgesetz. Ein Recht ist letztlich eine "willkürliche" Zuordnung, die wir Menschen treffen. Natürlich nicht ganz so willkürlich, denn der Grund ist der, daß wir unserer selbst bewusst sind, also ein Kant einen Imperativ entwickeln konnte, der das simple Prinzip ausdrückt, daß man anderen nicht etwas zufügen sollte, was man selber auch nicht so dolle findet. Dieses "Recht" lässt sich aber auch auf andere Spezies ausweiten.

Aber aus meiner Sicht ist eben jede konkretere Diskussion darüber sinnlos, wenn wir Menschen es nichtmal hinbekommen, daß dieses Recht uneingeschränkt innerhalb der eigenen Spezies gilt.

Zitat:
Das sind Klauseln, auf die sich die Parteien geeinigt haben, keine einseitig erlassenen Verbote. Hätte Benkei die gemeint, häte er nicht Verträge und Verbote erwähnen müssen.
Doch - na klar. Denn viele Details in vielen Verträgen kennen manche Vertragspartner gar nicht. Von einer "Einigung" zu reden ist typisches BWL-Geschwätz. Es bedeutet, daß prinzipiell ein Vertragspartner in der Lage wäre, diese Klauseln nachzulesen. Aber viele Klauseln liest man doch gar nicht. Für viele Produkte gibt es ja auch gar keine wirkliche Alternative.

Klar - Du kannst sagen, daß Du ohne fließend Wasser, ohne Strom oder auch ohne modernes Kommunikationsgerät leben willst. Aber Du kannst auch sagen, daß Du die deutsche Staatsbürgerschaft ablehnst, und nach Tahiti ziehen willst.

Die angebliche Vertragsfreiheit gilt vielleicht in einigen Bereichen noch, wo wirklich zwei Menschen einen Vertrag aushandeln. Aber oft genug bietet ja eine Firma oder eine Institution einen Vertrag an einzelne Menschen an. Verhandelt wird da nicht, bzw es gibt die Verhandlungsoptionen des "friss" oder des "stirb". Die gibts in der Natur aber ja auch Wink

gruß
Booth


_________________
Derjenige, der weiss, daß er nichts weiss, weiss mehr, als derjenige, der nicht weiss, daß er nichts weiss.

Ein_Liberaler
Inventar


Anm.Dat: Sep 14, 2003
Beiträge: 6516


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BeitragVerfasst am: Di Jan 29, 2008 9:20 am    Titel: Antworten mit Zitat


Booth hat folgendes geschrieben:
Ja selbstverständlich würden auch Kühe und Scheine und Hühner Einspruch erheben, wenn sie könnten.
Und wieso "müssten" wir es sogar respektieren, wenn sie könnten. Wir respektieren es ja auch nicht grundsätzlich bei der eigenen Spezies. Du und ich schon... aber von den 6 Mrd insgesamt doch eine erhebliche Menge nicht.


Jetzt argumentierst Du aber nicht stringent. Wir müßten, wenn Hühner usw. ihre Rechte und Ansprüche formulieren könnten, so wie wir bei unserer eigenen Spezies müssen. Daß wir oft nicht tun, was wir müssen, hat darauf, daß wir müssen, keinenEinfluß.

Zitat:
Zitat:
Menschen haben Rechte, Tiere nicht.
Da wir hier ja im Philosophie-Bereich sind... Wink

Ein Recht ist kein Naturgesetz. Ein Recht ist letztlich eine "willkürliche" Zuordnung, die wir Menschen treffen.


Man kann auch den Standpunkt vertreten, daß es ein Naturrecht gibt, das nicht willkürlich festgelegt, sondern entdeckt wird. Beispielsweise bin ich der Ansicht, daß Sklaverei nie rechtmäßig war, auch wenn sie Gesetz war.

Zitat:
Natürlich nicht ganz so willkürlich, denn der Grund ist der, daß wir unserer selbst bewusst sind, also ein Kant einen Imperativ entwickeln konnte, der das simple Prinzip ausdrückt, daß man anderen nicht etwas zufügen sollte, was man selber auch nicht so dolle findet. Dieses "Recht" lässt sich aber auch auf andere Spezies ausweiten.


Das ist nach meiner Ansicht gar kein Recht, sondern ein moralisches Gebot. Und eines, das sich schlecht durchhalten läßt. Letztlich zeigt sich nämlich, daß wir es auf eine Spezies umso eher anwenden, je ähnlicher sie uns ist, keinesfalls aber universal, denn wir sind zur Photosythese nunmal nicht fähig.

Zitat:
Aber aus meiner Sicht ist eben jede konkretere Diskussion darüber sinnlos, wenn wir Menschen es nichtmal hinbekommen, daß dieses Recht uneingeschränkt innerhalb der eigenen Spezies gilt.


Akademisch vielleicht, aber doch nicht sinnlos.

Zitat:
Doch - na klar. Denn viele Details in vielen Verträgen kennen manche Vertragspartner gar nicht. Von einer "Einigung" zu reden ist typisches BWL-Geschwätz. Es bedeutet, daß prinzipiell ein Vertragspartner in der Lage wäre, diese Klauseln nachzulesen. Aber viele Klauseln liest man doch gar nicht. Für viele Produkte gibt es ja auch gar keine wirkliche Alternative.

Klar - Du kannst sagen, daß Du ohne fließend Wasser, ohne Strom oder auch ohne modernes Kommunikationsgerät leben willst. Aber Du kannst auch sagen, daß Du die deutsche Staatsbürgerschaft ablehnst, und nach Tahiti ziehen willst.

Die angebliche Vertragsfreiheit gilt vielleicht in einigen Bereichen noch, wo wirklich zwei Menschen einen Vertrag aushandeln. Aber oft genug bietet ja eine Firma oder eine Institution einen Vertrag an einzelne Menschen an. Verhandelt wird da nicht, bzw es gibt die Verhandlungsoptionen des "friss" oder des "stirb". Die gibts in der Natur aber ja auch.


Ohne Strom- und Wasservertrag nach dem Friß-oder-stirb-Prinzip auszukommen, wäre in der Tat sehr aufwendig. Aber auch da finden Verhandlungen statt, nur eben zwischen den Anbietern und Verbänden und Vertretern oder eventuell der Regierung.


_________________
Taxation with representation still sucks.

Benkei
Forensianer


Anm.Dat: Sep 10, 2004
Beiträge: 478
Wohnort: Platos Höhle


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BeitragVerfasst am: Di Jan 29, 2008 5:31 pm    Titel: Antworten mit Zitat


Booth hat folgendes geschrieben:
Ein_Liberaler hat folgendes geschrieben:
Das sind Klauseln, auf die sich die Parteien geeinigt haben, keine einseitig erlassenen Verbote. Hätte Benkei die gemeint, häte er nicht Verträge und Verbote erwähnen müssen.
Doch - na klar. Denn viele Details in vielen Verträgen kennen manche Vertragspartner gar nicht. Von einer "Einigung" zu reden ist typisches BWL-Geschwätz. Es bedeutet, daß prinzipiell ein Vertragspartner in der Lage wäre, diese Klauseln nachzulesen. Aber viele Klauseln liest man doch gar nicht. Für viele Produkte gibt es ja auch gar keine wirkliche Alternative.

Verträge bezog sich einerseits auf herkömmliche Verträge (wie die, die die Vertreter der US-Regierung mit den Indianern geschlossen und dann immer wieder gebrochen haben), an die aber auch die Rechtsnachfolger noch gebunden sind; sprich: Standard-Vertrag, der Erbe übernimmt die Rechte und Pflichten des Erblassers.

Andererseits aber auch auf zwischenstaatliche Verträge wie die EU-Vertäge oder das Kyoto-Protokoll, die noch durch nationales Recht ratifiziert werden müssen aber trotzdem als höheres Recht schon Geltungsmaßstab haben können.


_________________
"Der Große WEG ist ohne Tor.
Tausend verschiedene Straßen gibt es.
Wer einmal diese Schranke durchschritt,
spaziert in Freiheit im Weltall umher."
aus "Mumonkan-Die torlose Schranke", Mumon Roshi

Schattenspiegel
Inventar


Anm.Dat: Apr 11, 2002
Beiträge: 1505
Wohnort: Neubrandenburg


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BeitragVerfasst am: Mi Jan 30, 2008 12:05 pm    Titel: Antworten mit Zitat


Hallo,

den Film sah ich bereits vor längerer Zeit.
Bilder schockieren das weiss man und nutzt es sicher auch aus.
Deshalb die propagandistische Art und Vergleiche mit dem Holocaust.

Tiere als Wesen respektiere und achte ich ebenso wie Menschen.
Die Art und Weise der gewissenlose Umgang mit Tieren als blosse
Lieferanten von Fleisch usw. ist das was mich gestört hat.

Tiere haben wie wir Gefühle ich gehe mal so weit zu behaupten
dass sie im Gegensatz zu uns eher eine gemeinschaftliche Seele haben.

Man kann sie essen, dazu muss man sie töten.
So weit ok.
Die Bedingungen sind es die auch für Tiere unverständlich erscheinen.

Human zu sein ist nicht nur der liebevolle Umgang mit der gleichen Art , für mich auch der mit Tieren.
Sie leben noch instinktiv und spüren für sich was "gut" ist.

Ich glaube als der Mensch anfing Mitgefühl zu entwickeln übernahm er auch eine Verantwortung.
Er kann sich mit rein instinktivem verhalten nicht mehr herausreden.

Man kann sich ruhig im Klaren darüber sein dass wir eher durch Zufall?
an der Spitze der sogenannten Nahrungskette stehen.
Auch Tiere sinnlos zu quälen und ihnen das Bewusstsein abzusprechen...

Nun ja das reiht sich ein in verhaltensweisen die wir unseren Mitmenschen gegenüber an den Tag legen.

Ein fehler den Peta zb me. nach macht ist dieses krampfhafte kämpfen.

Mal sehen wie sich dieses Thema noch entwickelt.

gespannt
S.


_________________
Das Leben ist eine Herausforderung, nimm sie an.
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