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Grundeinkommen für alle
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Neue Antwort erstellen    Ask1.org Foren-Übersicht -> Politik, Sozialkritik, Zeitgeschehen und Geschichte
BeitragVerfasst am: Mo Feb 19, 2007 4:25 pm


UCP hat folgendes geschrieben:
Themenwechsel:

Ich habe mal gelesen, dass ein gesunder Patriotismus der Wirtschaft wieder helfen würde. Was haltet Ihr davon?


ich denke, wir sollten hier beim thema bürgergeld bleiben...


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antimagnet
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BeitragVerfasst am: Mo Feb 19, 2007 4:34 pm


UCP hat folgendes geschrieben:

Reaktion eines Unternehmens, welches keine Mitarbeiter findet: Das Unternehmen stellt seinen Betrieb im Westen ein und zieht nun in den Osten. Wie kann es sein, dass ein Unternehmen keine Mitarbeiter findet? Im Falle dieses Unternehmens hat es nichts mit Geld zu tun, das Unternehmen zahlt mehr als die Konkurrenz, ABER: Es ruft nichtmal einer auf die Stellenanzeigen an.


Welches Unternehmen soll das denn gewesen sein? Und die Konkurrenz findet Mitarbeiter obwohl sie weniger zahlt oder wie?

gruß

midget


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the_midget
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BeitragVerfasst am: Di Feb 20, 2007 11:44 pm


Ja, richtig.

Die Konkurrenz findet Mitarbeiter, weil mehr Budget und darum riesige Stellenanzeigen, während das von mir genannte Unternehmen begrenzte Mittel hat.

Über die Arbeitsamt Anzeigen meldet sich wohl niemand...


UCP
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BeitragVerfasst am: Mi Feb 21, 2007 2:14 am


UCP hat folgendes geschrieben:
Ja, richtig.

Die Konkurrenz findet Mitarbeiter, weil mehr Budget und darum riesige Stellenanzeigen, während das von mir genannte Unternehmen begrenzte Mittel hat.

Über die Arbeitsamt Anzeigen meldet sich wohl niemand...


Na das liegt dann wohl an der katastrophalen Organisation der Ämter und der grottenschlechten Internetjobbörse der Arbeitsagentur.

Jedenfalls, hat es wohl nur wenig damit zu tun, daß irgendwer die Stellen ablehnt...


gruß

midget


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the_midget
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BeitragVerfasst am: Sa Feb 24, 2007 6:55 pm


Ich finde die Idee gut ein Grundeinkommen für alle einzuführen. Die Finanzierung halte ich für realistisch, da das bestehende Sozialsystem dadurch überflüssig würde. Man spart sich die burokratischen Strukturen zur Aufrechterhaltung desselben, ein Missbrauch ist ebenfalls nicht mehr möglich und muss auch nicht mehr bekämpft werden. Plötzlich lohnt sich jede Arbeit, das Phänomen dass man mit einer schlecht bezahlten Arbeitsstelle schlechter dasteht als mit den staatlichen armutsvermeidenden Maßnahmen würde nicht mehr existieren. Das Risiko, dass sich auf einmal alle auf die faule Haut legen sehe ich nicht. Fast alle werden arbeiten, um sich ein noch besseres Leben leisten zu können. Man könnte die Arbeit auch stärker besteuern, ohne dass die Lohnstückkosten im Vergleich zum gegenwärtigen System steigen, denn man käme ja auch mit einem prozentual geringeren Nettoeinkommen aus. Das Rentensystem könnte man auch komplett in die Tonne treten. Wer einen luxeriösen Lebesabend will kann ja arbeiten und selbst darauf sparen. Verhungern wird keiner.


Eistreter
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BeitragVerfasst am: Sa Feb 24, 2007 10:05 pm


Es werden sich sicher nicht alle von jetzt auf gleich auf die faule Haut legen, aber was meinst Du? Wird unterm Strich etwas mehr, etwas weniger oder genauso viel gearbeitet?

Weniger Arbeit bedeutet sinkendes BIP, weniger Waren und Dienstleistungen. Nicht nur, daß deswegen höhere Steuersätze fällig werden, um das Bürgergeld auszahlen zu können, es verliert auch noch an Kaufkraft. Gleichzeitig steigen die Löhne, was nochmal zu teureren (und weniger) Waren und Dienstleistungen führt.

Welches Ausmaß das annimmt, läßt sich kaum vorhersagen.


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BeitragVerfasst am: Sa Feb 24, 2007 10:46 pm


Etwas mehr denke ich. Jeder möchte doch seinen Lebensstandard verbessern, oder nicht? Klar gibts auch ein paar Leute die zufrieden sind wenn sie gerade so über die Runden kommen. Aber wer's geschickt anstellt kann das schon jetzt haben - ohne Arbeit.


Eistreter
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BeitragVerfasst am: Mo Feb 26, 2007 10:29 am


@ eistreter

Interessante Vorstellung, das gesamte Sozialsystem abzuschaffen und dafür lediglich Bar- und Buchgeld auszuschütten.

Wie soll denn das funktionieren? Confused


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BeitragVerfasst am: Di Feb 27, 2007 11:37 am


Soweit ich weiß, gibt es Untersuchungen über Lottogewinner, die demnach eher dazu tendieren, mit der Arbeit ein wenig kürzer zu treten. Ich denke, daß sich das mt einem plötzlichen Zusatzeinkommen in dieser doch recht erheblichen Höhe vergleichen ließe, daß die Bürgergeldempfänger also alles in allem eher weniger arbeiten würden.

Möglicherweise wären die negativen Auswirkungen natürlich weniger gravierend als die unseres jetzigen Systems, daß in bestimmten Fällen die Arbeitsaufnahme bestraft.


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BeitragVerfasst am: Mi Feb 28, 2007 11:54 am


Wenn der Staat jedem Bürger in der Höhe Geld ausschüttet, wie er mit normaler, angemessenen Arbeit erlangen würde, wäre dies überhaupt nicht Sinnvoll.

Im Endeffekt mag der Vergleich zwischen Lotteriegewinnern und staatlich Geförderten in die richtige Richtung gehen.
(Wenn man ohne Investition, siehe unten, den Pott abräumt.)

Aber Fakt ist, dass man ohne Investition in die staatliche Lotterie, über einen langen Zeitraum Lotterielose konsumieren, nicht einfach so an den Gewinn herran kommt.



Ich zitiere dich mal aus einem anderen Thread:

Zitat:
Wir sollten auf ein Minimum an Gesetzen und Einmischungen runter, und dieses Niveau dann halten.



Wie gesagt gehen unsere Meinungen hier auseinander, aber für mich ist dies:

Die Einmischung des Staates wäre hier, dass er den Konsum des wirtschaftlich schwachen Bürgers finanziert.


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BeitragVerfasst am: Mi Feb 28, 2007 2:40 pm


Ideal ist das aber nicht. Ideal wäre es, wenn so gut wie alle Bürger selbst für sich sorgen, für ihr Alter vorsorgen und sich gegen Schicksalsschläge versichern könnten, und wenn private Hilfsorganisationen und die Familien für den Großteil derer sorgen würden, die das nicht können.

Je weniger durch das gesellschaftlche Netz fallen und auf das staatliche angewiesen sind, deto besser, und desto freier kann die Gesellshaft sein.


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BeitragVerfasst am: Mi Feb 28, 2007 3:10 pm


Nun ja, über die Höhe kann man ja reden. Sollte vielleicht gerade so zum Überleben reichen. Schon im Sinne der Finanzerbarkeit. Und wir wollen ja den Aufstiegswillen der "sozial Schwächeren" nicht lähmen (so wie das unser gegenwärtiges System tut, aber das ist natürlich mein subjektiver Eindruck).

Natürlich müssen genügend Leute arbeiten. Und sie müssen mit ihrer Arbeit im Schnitt genügend erwirtschaften um das Bürgergeld zu finanzieren. Aber ich bin da optimistisch. Wir haben genügend Hochqualifizierte um das zu schaffen und unsere Wirtschaft ist nicht so schwach wie sie tut. Außerdem man kann das durch Arbeit erwirtschaftete Einkommen steuerlich stärker belasten.

Vorzugsweise mit einem Einheitssteuersatz, der kann ruhig relativ hoch sein, wichtig ist, dass es sich immer lohnt mehr zu leisten (Was im Moment nicht immer der Fall ist, aber wie gesagt...).


Eistreter
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BeitragVerfasst am: Mi Feb 28, 2007 3:29 pm


Wie hoch ist relativ hoch?


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BeitragVerfasst am: Mi Feb 28, 2007 3:48 pm


Ein_Liberaler hat folgendes geschrieben:
Ideal ist das aber nicht. Ideal wäre es, wenn so gut wie alle Bürger selbst für sich sorgen, für ihr Alter vorsorgen und sich gegen Schicksalsschläge versichern könnten, und wenn private Hilfsorganisationen und die Familien für den Großteil derer sorgen würden, die das nicht können.

Je weniger durch das gesellschaftlche Netz fallen und auf das staatliche angewiesen sind, deto besser, und desto freier kann die Gesellshaft sein.


Leider bezieht sich deine gennante Freiheit zum Großteil auf diejenigen die in der finanziellen Lage sind, eben für sich selber zu sorgen.

Geld bedeutet in diesem Sinn Freiheit, dass vorsorgetechnisch zu tun und zu lassen was man will.

Frei wäre die Gesellschaft dadurch nicht.

Man wäre ebenso abhängig von der nächsten Versicherungsrate wie vom persönlichen, wirtschaftlichen Erfolg.
Das sieht man hin und wieder, wenn ein Selbständiger bankrott geht, die privaten Leistungen nicht mehr bezahlen kann und dann vom staatlichen (!) System aufgefangen wird.


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BeitragVerfasst am: Mi Feb 28, 2007 3:57 pm


Jeder ist abhängig vom persönlichen Erfolg, wovon sonst?

Und nur dafür, Leute aufzufangen, die es selbst nicht geschafft haben, sollte die staatliche Fürsorge dasein. Weder Unternehmer noch Arbeiter sollten sie im Regelfall in Anspruch nehmen müssen. Unser Sozialsystem krankt doch gerade daran, daß es sich um alle kümmern soll, nur deswegen ist es doch uu diesem inefizienten Moloch eworden.


Ein_Liberaler
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