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Krieg im Netz - US-Militärcomputer aus China angegriffen
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Malakim
Kreativ-Mod
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Anm.Dat: Aug 31, 2004
Beiträge: 3882
Wohnort: Die Ebenen von Eleusis

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BeitragVerfasst am: Mo Jul 10, 2006 4:51 pm    Titel: Antworten mit Zitat


jane-doe hat folgendes geschrieben:
viren, würmer, trojans = automatisierte proggis können in einen honeypot landen ... und sind so "grob" programmiert das sie das nicht erkennen
aber eine angriff von "hackern" - die mit verschiedenen "werkzeugen" ausgestattet sind ... ist was anderes ....


Ja logisch ist das was anderes. Ich finde es ja meist erbaulich wenn man mich für blöde hält, aber so blöde bin ich dann nun auch nicht Rolling Eyes

Ich sehe also nur nicht so ganz wie ein Hacker mit "Werkzeugen" ausgestattet den Unterschied zwischen einem Honey Pot und einem wirklichen Ziel sehen soll. Schließlich wird der Honey Pot ja auch nicht von Deppen aufgestellt sondern von Leuten die das Ziel intim kennen. Woran soll der Hacker denn den Unterschied erkennen, ausser an den erspähten Daten.

Ich denke wenn dann wird ein Analytiker benötigt, der sehr genaue Vorstellungen von den zu erwartenden Zieldaten hat.

Rein von den technischen Parametern wüsste ich nicht woran man festmachen können soll ob ein bestimmter Rechner ein Honeypot ist oder nicht.

O_O


_________________
16|03|02|13
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jane-doe
Mitglied


Anm.Dat: Jul 05, 2006
Beiträge: 28
Wohnort: Babylon


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BeitragVerfasst am: Mo Jul 10, 2006 6:12 pm    Titel: Antworten mit Zitat


sorry ... wollte nichtüberheblich oder belehrend wirken


die "GenII-Honeynets" haben keinen eigenen ip-stack mehr und sind wirklich fast nicht erkennbar von aussen ... durch manipulation von paketen am layer2-gateway können aber verzöreungen auftreten die gemessen werden können ... klar sind das extreme spezialisten die sich da auskennen und daher bleibt es ein hin-und-her ... kampf ...

aber honeynets sind nur so gut wie die leute die sie aufsetzen

lg
lara


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mundus vult decipi

Franziskaner
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Anm.Dat: Jan 04, 2003
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BeitragVerfasst am: Mo Jul 10, 2006 6:44 pm    Titel: Antworten mit Zitat


jane-doe hat folgendes geschrieben:
sorry ... wollte nichtüberheblich oder belehrend wirken


Na, wir sind ja nur neugierig und wollen dazulernen... Wink

Zitat:
die "GenII-Honeynets" haben keinen eigenen ip-stack mehr und sind wirklich fast nicht erkennbar von aussen ... durch manipulation von paketen am layer2-gateway können aber verzöreungen auftreten die gemessen werden können ... klar sind das extreme spezialisten die sich da auskennen und daher bleibt es ein hin-und-her ... kampf ...


Ok, das ist aber nur der Fall, wenn vor dem Honeynet eben ein L2-Gateway sitzt, dass die Trafficanalyse durchführt. Wenn das dann nicht genug Dampf hat, gibbet da Verzögerungen. Wobei du das eh nur vernünftig tracen kannst, wenn du dir den Router direkt davor krallst, über das Internet gibts da immer starke Schwankungen und dann wirds unzuverlässig.

Ausserdem würd ich persönlich beim Honeynet eher nicht auf die Gatewayanalyse setzen, sondern am Monitorport vom Switch eine IP-less Maschine aufsetzen, die die Pakete im Honeynet live mitsnifft und dann erst die Analyse macht, wenn ordentlich Pakete gepuffert sind.

Das GenII macht IMHO eigentlich nur Sinn, wenn es in ein Produktivnetz gesetzt wird (weil dann auch interne Angriffe gesehen/analysiert werden) und wenn du die Snort-Events dazu benutzt, per Skripten die Firewall zu ändern als kleines IPS. Gut, ist billiger als 'ne Proventia, aber auch sehr viel arbeitsaufwändiger...

Rein für Analyse und Wildwatch würd ich aber kein Produktivnetz nehmen, sondern das Honeynet in ein eigenes öffentliches Netz stellen (oder im Perimeternetzwerk). Ist aber Philosophiesache...

Zitat:
aber honeynets sind nur so gut wie die leute die sie aufsetzen


wohl wahr, wohl wahr... Laughing


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"We've got a basic version that will cost $129... we've got a Premium Version which will cost $129... we've got a business version! $129. An Ultimate version! We're throwing everything into it, it's $129." (Steve Jobs, WWDC 2007)

Hosea
Forensianer


Anm.Dat: Dec 25, 2004
Beiträge: 1520


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BeitragVerfasst am: Mo Jul 10, 2006 6:55 pm    Titel: Antworten mit Zitat


Wie sieht das eigentlich "Rechtlich" aus, ist das sammeln der Daten aus dem Honeynet nicht "strafbar" ? (Vom Prinzip aus)

Wenn ich meine Autotür auflasse und den Wagen verlasse , gefällt das der Polizei auch nicht und schleppt ihn ab. Dabei sollte es nur ein HoneyCar werden. Crying or Very sad

Lg Hosea


jane-doe
Mitglied


Anm.Dat: Jul 05, 2006
Beiträge: 28
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BeitragVerfasst am: Mo Jul 10, 2006 6:58 pm    Titel: Antworten mit Zitat


wow
das macht spass
du weisst wovon du schreibst .... oder täusche ich mich ...
bei gen2 werden die daten direkt aus dem kernelspace gelesen soviel ich weiss das kann nicht erkannt werden --- stimmt ... und profihacker sitzen oft näher am objekt als mann/frau denkt ....

wer weiss was da nochalles möglich ist/wird ... ich bin zu faul um immer am ball zu bleiben
werde dich wohl in zukunft fragen wenn ich da was mehr wissen will

Wink))

lg
lara


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Franziskaner
Inventar


Anm.Dat: Jan 04, 2003
Beiträge: 4850
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BeitragVerfasst am: Mo Jul 10, 2006 7:10 pm    Titel: Antworten mit Zitat


jane-doe hat folgendes geschrieben:
du weisst wovon du schreibst


na, du aber auch... Very Happy

So kann ich ja noch nicht mal in der Firma fachsimpeln, da kippen unsere Netzwerker immer hinten um... Wink

Zitat:
und profihacker sitzen oft näher am objekt als mann/frau denkt ....


Und am erfolgreichsten sind immer noch die nichttechnischen Angriffe. Ich hab schon ein paar Mal einen kompletten Rechner an's Firmentor getragen bekommen... Laughing

@Hosea: Rechtlich gesehen ist es strafbar, wenn du dir zu Computersystemen Zugang verschaffst, die "gesichert" sind (recht schwammige Interpretation). I.d.R. würde ich einen Angriff auf ein Honeynet immer als versuchtes oder durchgeführtes Ausspähen von Daten (§269,270 StGB). Wenn dabei noch Techniken angewendet werden, die Daten oder Programme auf bestehenden Systemen ändern (wie z.B. Buffer Overflows), dann ist auch der Tatbestand der Computersabotage und Datenveränderung erfüllt (§303a,303b StGB). Unabhängig davon, ob es sich um Echtdaten im Produktivnetz oder um Lockdaten innerhalb eines Honeynets handelt.


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godfather
Neuzugang


Anm.Dat: Feb 20, 2007
Beiträge: 10


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BeitragVerfasst am: Di Feb 20, 2007 7:18 pm    Titel: Antworten mit Zitat


also wenn china wirklich die militärrechner von den usa angegriffen hat würde ich behaupten das sich amerika diesen angriff "erhofft" hat.

die beiden angriffe auf die militärrechner bevor waren 3 monate auseinander, es sei sooo leicht obwohl dort so wichtige informationen vorhanden sind? und der zweite angriff ist auch sooo leicht? es wurde nicht im thema sicherheit gemacht?

ich denke amerika hat die anzeigen "gefakt" damit ein möglicher gegner des landes sich denkt "ja da können wir uns wichtige informationen holen, die merken es ja eh nicht"

und schon hat china es versucht und amerika kennt seinen gegner...

also wenn es wirklich einen angriff von china auf die usa rechner gab würde ich mir den angriff so erklären.

mfg godfather


TheFreeman
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Anm.Dat: Jun 20, 2003
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BeitragVerfasst am: Sa Feb 24, 2007 1:06 pm    Titel: Antworten mit Zitat


Ein Bekannter von mir arbeitet bei Dymler Chrysler in der Hackerabwehr. Der kommt in jedes Netz innerhalb Deutschlands rein sagt er, denn er ist immer auf dem neusten STand (muss er sein) und kennt jeden Kniff. Er meint auch, wahre Fachleute, Profis, Freaks, die wirklich Ahnung und mittlerweile vielleicht auch schon ein Jahrzehnt oder mehr Erfahrung haben kriegst du mit passiven Systemen wie herkömmlichen Firewalls oder anderen Blockern und Hidern nicht klein, die kommen da durch.

Das US-Militär muss selbst eine Riege von Hackern beschäftigen um Angriffe von aussen wirklich abwehren zu können. Das wären dann so Leute die den Hackern ihre Festplatten kurzschließen und solche Scherze.

Andererseits frage ich mich ob auf diesen an das Inet angeschlossenen PCs nicht nur nen Haufen Datenschrott herumliegt, die wirklich wichtigen Informationen lagern doch in sepparaten autonomen Netzwerken die nur über Terminals innerhalb des Pentagon zu erreichen sind!

Gruß,
Freeman


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,,Ein Optimist ist ein Zeitgenosse, der ungenügend informiert ist !'' John B. Priestley

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Franziskaner
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BeitragVerfasst am: Sa Feb 24, 2007 2:35 pm    Titel: Antworten mit Zitat


TheFreeman hat folgendes geschrieben:
Ein Bekannter von mir arbeitet bei Dymler Chrysler in der Hackerabwehr. Der kommt in jedes Netz innerhalb Deutschlands rein sagt er, denn er ist immer auf dem neusten STand (muss er sein) und kennt jeden Kniff.


Die Sicherheitsabteilung bei DC neigt manchmal dazu, sich selbst zu überschätzen. Wenn dich mit denen unterhältst, kannst nur ihren Starrsinn bewundern, ihren Kollegen neue Technologien zu erlauben, nicht ihre Sachkenntnis.

Zitat:
Er meint auch, wahre Fachleute, Profis, Freaks, die wirklich Ahnung und mittlerweile vielleicht auch schon ein Jahrzehnt oder mehr Erfahrung haben kriegst du mit passiven Systemen wie herkömmlichen Firewalls oder anderen Blockern und Hidern nicht klein, die kommen da durch.


Ich würde die Anzahl der wahren Fachleute, die sich durch einigermassen durchdachte Sicherheitssysteme durchhacken können, in Deutschland auf unter 40 schätzen. Und die meisten davon haben Besseres zu tun. Das Problem sind heute automatisierte Angriffe über Würmer und Trojaner. Da müsste dir dein Bekannter einige Anekdoten über die "Wirksamkeit" der Abwehrmassnahmen seinen Konzerns zum Besten geben können... Laughing

Und viel gravierender sind die Vorfälle, bei denen Leute Notebooks mit sensiblen Firmendaten einfach mal im Taxi vergessen. Oder Spezialisten, die sich einfach mal kurz einen Access Point ins Firmennetz stellen, ohne zu wissen, was WPA ist...

Zitat:
Das wären dann so Leute die den Hackern ihre Festplatten kurzschließen und solche Scherze.


Festplatten kurzschliessen. Ahja... Rolling Eyes

Sorry, aber das halt ich für ziemlichen Mumpitz.


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Franziskaner
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BeitragVerfasst am: So Feb 25, 2007 10:55 am    Titel: Antworten mit Zitat


Was ich momentan feststelle ist, das z.Zt. ziemlich viele fehlgeschlagene Verbindungsanfragen aus chinesischen IP-Netzen und auch aus Arcor Netzen heraus auf IPSec-VPN-Server erfolgen. Dabei wird immer versucht, XAUTH und DES-Verschlüsselung zu propagieren, was der Responder selbstverständlich ablehnt.

Da hier immer die gleichen Proposals, Vendor-ID und Oakley Attribute auftauchen, geh ich hier mal von einem Wurm aus. Allerdings ist merkwürdig, das von den Arcor Netzen aus immer mehrfache Versuche in regelmässigen Abständen (6-8 sek.) gestartet werden, aus den chinesischen Netzen immer nur ein einziger Versuch...

Scheint mir, hier wird gerade versucht, VPN-Server mit XAUTH direkt anzugehen, da der Draft von Cisco wohl einige Schwachstellen hat. Momentan kann ich also allen, die ein Cisco-based VPN mit Username/Passwort Authentifizierung betreiben nur raten, zügigst auf eine PKI und ordentliche Authentifizierung mit Zertifikaten umzustellen...


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