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hives
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BeitragVerfasst am: Do Jan 19, 2006 2:58 am    Titel: Antworten mit Zitat


Der Nachteil am pessimistischen Weltbild ist bekanntermaßen, dass es wenig Freude bereitet, mit seinen Schätzungen richtig zu liegen...

Gesundheitsschädlicher Gen-Mais MON863 als Lebensmittel zugelassen

Seit letzter Woche darf MON863 in der EU zwar noch immer nicht angebaut, aber "immerhin" als Lebensmittel verkauft werden.
Monsanto sei Dank - und was ihre Anwälte nicht erledigen, schafft die EU- Kommission Evil or Very Mad


Zur Erinnerung:

Vorgeschichte: Monsanto will als eine der einflussreichsten Biotechfirmen den internationalen Markt erschließen. Mehrere genetisch veränderte Produkte werden auch von der EU "geprüft".

Oktober 2004: Obwohl die "Commission Du Genie biomoleculaire" (CGB) des französischen Landwirtschaftsministeriums bereits im Jahr 2003 weitere Studien zur Toxizität der gentechnisch veränderten Maissorte MON 863 gefordert hatte, die nicht erfolgten, wurde MON 863 von der "European Food Safety Authority" für unbedenklich erklärt und für den Markt freigegeben. Im Regelungsausschuss fand sich jedoch wiederum keine Mehrheit, weswegen MON 863 keine Zulassung erhielt und abermals weitere Studien gefordert wurden.

April 2005: Nachdem es im zuständigen Ausschuss keine Mehrheit gegeben hat, reicht die EU-Kommission beim Rat den Vorschlag ein, den gentechnisch veränderten Mais MON 863 zuzulassen. Sollte nach drei monaten keine Einigung erzielt sein, ginge die Verantwortung wieder an die Kommission.

Mai 2005: Im Independent erscheint ein Bericht über eine von Monsanto in Auftrag gegebene Vergleichsstudie an Ratten, in der negative Veränderungen innerer Organe und des Blutbildes bei denjenigen Ratten deutlich wurden, die MON 863 zu sich nahmen.
Die großen Medien reagieren nur sehr vereinzelt. Vor allem kritische Seiten wie Telepolis, einige Umweltmagazine sowie Internetforen greifen die Meldung auf und verbreiten sie weiter.
Vergleiche mit den Studien von Arpad Pusztai werden vereinzelt gezogen, Widerstand gegen diese offenbar gesundheitsschädlichen Formen der Gentechnik wird erwartet.

August 2005: Es gab keine Einigung im Rat, die Kommission übernimmt den Fall MON 863.
MON 863 wird als Futtermittel in der EU zugelassen.
Keine weiteren Studien wurden durchgeführt.
Die EU gilt den Medien weiterhin als Bollwerk einer restriktiven Bioethik.

Und nun:
Januar 2006: MON 863 wird von der EU- Kommission als Lebensmittel zugelassen.



Infos und Links zu MON863 sind übrigens auch irgendwo im Biopolitik- Blog zu finden.


Ansonsten:
Zitat:
Monsanto (MON) and Dow AgroScience (DOW) Wednesday entered a global agreement to cross-license property rights and product licenses. This is also positive for Syngenta (SYT) as both companies also settle their legal disputes, says Dresdner Kleinwort Wasserstein analyst Christian Faitz.

http://www.newratings.com/analyst_news/article_1182311.html


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hives
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BeitragVerfasst am: Di Jan 24, 2006 11:32 pm    Titel: Antworten mit Zitat


Von den knapp 23 für den Osterhofener GVO- Anbau angemeldeten Hektar ist inzwischen nur noch ein Bruchteil geblieben, auf dem wahrscheinlich ein Versuchanbau mit Monsanto- Saatgut stattfinden wird.

Zitat:
Großteil der gemeldeten Felder zurückgezogen - Doch Versuchsanbau findet statt

[...]

Damit entspannt sich die Situation unter den Landwirten, doch ihre Forderungen gehen wesentlich weiter: „Der Genmais muss ganz weg aus der Region Osterhofen“, fordert Hans Hasreiter, Vorsitzender der Erzeugergemeinschaft Osterhofen und Umgebung für Qualitätsgetreide und Speisemais, stellvertretend für die rund 80 Mitglieder und den Landhandel. Geht es nach ihnen, soll weder ein großflächiger Anbau des gentechnisch veränderten Saatguts noch - auf wesentlich kleinerer Fläche - ein Versuchsanbau stattfinden. Denn dies könnte für sie „enorme wirtschaftliche Einbußen bedeuten“, befürchtet Hasreiter, garantiere der Erzeugerring doch bislang seinen Kunden gentechnikfreie Ware. Sei dies nicht mehr gewährleistet, müssten die Bauern ihren Mais billiger verkaufen, als Futtermais beispielsweise - falls der Markt die 200 000 Doppelzentner, die in der Region jährlich produziert werden, überhaupt aufnehmen könne. Die Versuche sollen in einer anderen Region stattfinden, in der kein Anbau von Speisemais erfolgt, fordert deshalb Hans Hasreiter. Zumal im Raum Osterhofen der Maiszünsler, gegen den der Genmais resistent sein soll, eine ganz geringe Rolle spiele.

[...]

Ruth Paulig widerspricht dem [d.h. den entsprechenden Ausführungen von Mosanto] vehement: Schon der Erprobungsanbau 2005 sei von Landwirtschaftsminister Josef Miller nur noch damit begründet worden, dass die Ergebnisse von 2004 abgesichert werden müssten: „Der eigentliche Zweck des staatlichen Erprobungsanbaus liegt nur darin, mit der fortgesetzten Aussaat gentechnisch manipulierter Organismen vollendete Tatsachen zu schaffen und damit der Agro-Gentechnik den roten Teppich auszurollen“, kritisiert sie.

Passauer Neue Presse


Und noch ein paar aktuelle Artikel, die ich recht interessant fand, großteils von GMWatch:

The EU must resist U.S. pressure on GM foods

EU farm chief defends more GMOs in organic farming

GMOs Are Unconstitutional


Lesenswert auch die Stellungnahme vom Whistleblower Pusztai gegenüber dem britischen "Advisory Committee on Novel Foods and Processes" (ACNFP), das die Ermakova- Versuche, die negative Folgen von GM- Nahrung belegten, kritisierte:
Pusztai responds to ACNFP over Ermakova

Pusztai on ACNFP and Ermakova - Part 2


Außerdem:

Zitat:

Iran's nuclear scientists get all the ink. But the country's biologists are making some strides that could shake up agriculture.

The Iranians commercialized the first variety of genetically engineered rice last year.

No one expects this rice to leave the country. Iran doesn't produce enough rice as it is, and the type modified is a locally important variety.

But the crop is a landmark development in biotechnology nonetheless.



Iran takes rice biotech lead


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BeitragVerfasst am: Do Feb 02, 2006 1:04 am    Titel: Antworten mit Zitat


Zitat:
Die Athener Regierung hat entgegen den Anweisungen und Richtlinien der EU-Kommission die Produktion von gentechnisch verändertem Mais in Griechenland für weitere 18 Monate untersagt. Wie der Rundfunksender NET am Montag weiter berichtete, handelt es sich um 31 Sorten. Darunter ist auch die Sorte (Hybrid) "Monsanto 810" die von der EU genehmigt worden war.
[...] Zur Begründung hieß es, das genmanipulierte Mais gefährde zahlreiche nützliche für die Landwirtschaft Insekten wie die Bienen.


http://www.salzburg.com/sn/nachrichten/artikel/1943991.html


Zu MON 810 siehe etwa die ersten Seiten dieses Threads, oder auch:
Neue Studie: Gen-Mais kann Schmetterlinge gefährden
Grünes Licht für die Grüne Gentechnik



Und noch ein lesenswerter Artikel über die Situation in Mali:

Zitat:
Die Zukunftsaussichten für den Anbau genveränderter Nutzpflanzen sehen, so sieht man es in der Branche und wohl auch in der US-Regierung, gut aus. Im nächsten Jahrzehnt sollen die Zuwachsraten, die jetzt im zweistelligen Prozentbereich liegen, weltweit noch steigen. Für die nächsten 10 Jahre sieht ein Bericht der International Service for the Acquisition of Agri-biotech Applications (ISAAA), auf den auch vom US-Außenministerium hingewiesen wurde, die bestehenden Hindernisse für den Anbau von Gen-Pflanzen im schwarzen Kontinent, wo sie nur in Südafrika angebaut werden, schwinden. In Mali haben sich allerdings die Bauern erst einmal gegen die Einführung von genverändertem Saatgut ausgesprochen.

[...]

So erklärte der Kleinbauer Birama Kone, der Mitglied in der Jury war: "Genveränderte Pflanzen sind mit einer Art der Landwirtschaft verbunden, die die gegenseitige Hilfe und Kooperation unter den Bauern und unser soziales und kulturelles Leben an den Rand drängt." Manche waren sich auch ganz sicher, dass sie niemals GMOs im Land haben wollen. Gefürchtet wird die Belastung der Böden mit den toxischen Produkten der Bt-GMOs, das Verschwinden der traditionellen Sorten, die möglichen Folgen für Tiere und Menschen und die Kontrolle, die die GMO-Hersteller über die Bauern ausüben könnten. So hatte auch die Mehrzahl der Experten darauf hingewiesen, dass GMOs für die Bauern nicht kostengünstiger seien, sondern sie jedes Jahr das Saatgut von Konzernen wie Monsanto oder Syngenta neu kaufen müssten."Warum wollen sie uns etwas aufzwingen, das wir nicht wollen?", fragte Dramane Dembélé, für die GMOs eine neue Art der Versklavung darstellen. Das Nein der Jury ist nicht bindend, dürfte aber einen Einfluss auf die Entscheidung der Regierung haben.


weiter:
"Neue Form von Versklavung"

Malis Bauern lehnen die Einführung genveränderter Pflanzen ab


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BeitragVerfasst am: Do Feb 23, 2006 2:45 am    Titel: Antworten mit Zitat


Ich habe heute den ersten Teil meiner sortenreinen Maissaaat "Golden Bantam" bekommen. Zu gegebener Zeit wird die ausgesäht und ich habe ein Recht auf Auskunft, wo zB Monsanto 810 angebaut wird.



Weiterhin werde ich leckeren, natürlichen Mais haben, der nicht mit Unkrautvernichtungsmitteln aus dem Hause Monsanto, wie zum Beispiel das im Vietnamkrieg genutzte Agent Orange, gespritzt werden muss.

Außerdem habe ich ein Recht auf Schadensersatz, sollte mein gepflanzter Mais durch Pollen von gentechnisch verändertem Mais geschädigt und verändert worden sein.

Ich hoffe nur, das hindert Firmen wie Monsanto vor einer Monopolstellung im Bereich der Pflanzensamen. Sollte diese eintreten, folgt außer der Ausbeutung jeglicher Landwirte das Aus jeder Sortenvielfalt.

Weiterführende Links:

http://www.bantam-mais.de/ - Gentechnisch freier, patentloser Mais zum selber anbauen

http://myblog.de/word2go/art/2868440 - Ein erklärender Artikel in einem Blog

http://vielfalter.podspot.de/files/01-02-2006.mp3 - Ein Interview des Freien Radio Tübingen zum Thema


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BeitragVerfasst am: Do Okt 12, 2006 4:59 pm    Titel: Antworten mit Zitat


Und Mosanto holt zum nächsten Fischzug auf dem freien Markt aus.

Diesmal wollen die Jungs ein Patent auf schweine durchbringen.

http://www.wdr.de/tv/diestory/061009.phtml


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BeitragVerfasst am: Do Okt 12, 2006 5:31 pm    Titel: Antworten mit Zitat


Maln bischen was fundiertes:

"Ethical Implications of Genetic and Reproductive Technologies - Reconsidering the Questions"
Gentechnisch veränderte Nutzpflanzen
Biotechnology and the ppor


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Btw sell all your gasoline stocks. Everything now runs on potatoes!"

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BeitragVerfasst am: Fr Okt 13, 2006 8:49 am    Titel: Antworten mit Zitat


ich hatte auf dem WDR den Bericht gesehen, mehr konnte ich leider dazu nicht finden Smile


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BeitragVerfasst am: Sa Apr 19, 2008 11:24 pm    Titel: Antworten mit Zitat


Sitze gerade bei meinem Vater und schaue auf Phoenix eine höchst intressante und überaus kritische Doku zu dem Thema.

Leider kann man das Video zu dieser Doku nur kaufen... tja... auch Filmemacher wollen/müssen Geld verdienen - hat aber immerhin eine Webseite gebaut:

http://www.leben-ausser-kontrolle.de

Fand ich total interessant und auch sehr alamierend.

gruß
Booth


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