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Irak - Georgies Vietnam?
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Komplize
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Anm.Dat: Apr 25, 2007
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BeitragVerfasst am: Do Nov 29, 2007 8:43 pm    Titel: Antworten mit Zitat


Zitat:
Aus dem Krieg in die Psychiatrie
Irak-Rückkehrer:
US-Ärzte schätzen Kosten für medizinische Behandlung von ehemaligen Soldaten auf 650 Milliarden Dollar

Die größte finanzielle Belastung ergibt sich daraus, dass Hunderttausende Kriegsrückkehrer psychiatrische Behandlung benötigen. Zwischen zwölf und 20 Prozent der Soldaten leiden nach Angaben der US-Veteranenbehörde – einer Regierungseinrichtung – an posttraumatischen Belastungsstörungen und anderen psychischen Erkrankungen. ...

Bis heute kamen 50000 Soldaten in Behandlung. Da bislang 1,5 Millionen Amerikaner im Irak stationiert waren, werden die Patientenzahlen in den nächsten Jahren gewaltig nach oben schnellen. Erschwerend kommt hinzu, daß bislang eine halbe Million Soldaten mehrfach in den Irak geschickt wurden: »Diese Veteranen werden öfter krank und haben größere soziale Probleme.«

http://www.jungewelt.de/2007/11-30/016.php

Eine Harvard-Studie sagt voraus, dass sich die Kosten für medizinische Leistungen und Entschädigungen der im laufenden »globalen Krieg gegen den Terror« bis dato eingesetzten Soldaten auf – vorsichtig geschätzt – 350 Milliarden Dollar türmen werden.

http://www.zeit.de/2007/44/Veteranen?page=all


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"Behandle die Menschen so, als wären sie, was sie sein sollten,
und du hilfst ihnen zu werden, wie sie sein könnten."
Goethe
http://www.uni-muenster.de/PeaCon/wemgehoertdieeu/eu-web.htm

Komplize
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BeitragVerfasst am: Di März 11, 2008 6:29 pm    Titel: Antworten mit Zitat


Zitat:
Pentagon-Partner hinterzieht 500 Millionen Dollar
Peinliche Affäre um Kellogg, Brown & Root: Der größte Auftragnehmer der US-Streitkräfte im Irak hat 500 Millionen Dollar an Steuern und Sozialabgaben hinterzogen. Das Unternehmen ist eine ehemalige Tochter von Halliburton, dessen Chef US-Vizepräsident Cheney war. Doch die US-Medien lässt der brisante Fall kalt.
link

Die wichtigste Industrie der USA ist das Militärausrüsten. Was soll man auch erwarten, wenn in allen Staaten die Reichsten die Mächtigsten sind. Bin mal gespannt, ob die Erben von D.Rockefeller diesen Kurs weiterführen oder auch in den USA das Wort Anstand irgendwann mal wieder buchstabiert werden kann. Rolling Eyes


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Ein_Liberaler
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Anm.Dat: Sep 14, 2003
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BeitragVerfasst am: Di März 11, 2008 6:44 pm    Titel: Antworten mit Zitat


Die umsatzstärksten Unternehmen der USA 2007 in Milliarden US-Dollar - (Quelle: Fortune 500):

1. Wal Mart - 351,1
2. Exxon Mobil - 347,3
3. General Motors - 207,4
4. Chevron Texaco 200,6
5. Conoco Phillips - 172,5
6. General Electric - 168,3
7. Ford - 160,1
8. Citigroup - 146,8
9. Bank of America - 117,0
10. American International Group - 113,2


Die gewinnstärksten Unternehmen der USA 2007 in Milliarden US-Dollar - (Quelle: Fortune 500):

1. Exxon Mobil - 39,5
2. United Airlines - 22,9
3. Citigroup - 21,5
4. Bank of America - 21,1
5. General Electric - 20,8
6. Pfizer - 19,3
7. Chevron Texaco 17,1
8. Conoco Phillips - 15,6
9. JPMorgan Chase & Co. - 14,4
10. American International Group - 14,1

Quelle: Wiki


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Komplize
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BeitragVerfasst am: Di März 11, 2008 7:39 pm    Titel:

Zuletzt bearbeitet von Komplize am Di März 11, 2008 7:44 pm, insgesamt einmal bearbeitet
Antworten mit Zitat


Der Millitärhaushalt der USA ist etwa 500 bis 583 Milliarden Dollar schwer, je nach Quelle. Der weltweit zweitgrößte Militärhaushalt (Frankreich) laut wiki beträgt "nur" 73 Milliarden. Auf die USA entfallen etwa 50 Prozent aller Militätausgaben weltweit, d.h. alle anderen Staaten geben ZUSAMMEN etwa genauso viel Geld fürs Militär aus wie die USA ALLEINE. Das heißt, wer als Produzent das amerikanische Militär beliefern darf, hat quasi einen Lottogewinn gemacht.
Zitat:
Die Militärausgaben sollen um 7,5 Prozent auf 515 Milliarden Dollar (347,57 Milliarden Euro) steigen. Dagegen sollen Sozialprogramme wie die Gesundheitsversorgung erheblich gekürzt werden.
http://www.onnachrichten.de/c/14/13/71/94/14137194.html

Zitat:
Liste nach Militärbudget
Rang Staat Militärbudget (US-Dollar)

1 Vereinigte Staaten 583.280.000.000
2 Frankreich 72.974.000.000
3 Vereinigtes Königreich 67.667.000.000
4 China 59.000.000.000
5 Deutschland 44.712.000.000
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Streitkr%C3%A4fte_der_Welt#Amerika

Zitat:
US-Rüstungskonzerne haben laut der "Federation of American Scientists" bereits 2001 fast 50 Prozent des Weltmarktes für Rüstung und Waffen kontrolliert.
Bei dem Waffenarsenal des Irak handelte es sich, wie bei den anderen Staaten im Nahen Osten und am Golf, nicht um Eigenwuchs, sondern um einen Systemimport; über Jahrzehnte hin entwickelte sich die Golf-Region zum höchst profitablen Absatzgebiet für westliche Rüstungsgüter.
http://www.papyrossa.de/sites_buchtitel/biermann_bigstick.htm

Die Top-Ten-Listen zeigen die wirtschaftliche Macht des Rockefeller-Clans (Exxon, Citibank). Umso interessanter wird es tatsächlich, welchen moralischen Anspruch die Nachfolger des Familienoberhaupts David Rockefeller an ihr Handeln stellen werden. Das Fulford-Interview läßt hoffen. Wink


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BeitragVerfasst am: Di März 11, 2008 7:44 pm    Titel: Antworten mit Zitat


Und das BIP der USA beträgt 13,5 Billionen Dollar, das von Fankreich 1,7 Billionen Euro.

Tatsächlich ist der Anteil der Militärausgaben am BIP bei den meisten Staaten ziemlich ähnlich.


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BeitragVerfasst am: Di März 11, 2008 8:15 pm    Titel: Antworten mit Zitat


Siehe auch hier.


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Komplize
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BeitragVerfasst am: Do März 13, 2008 9:23 pm    Titel: Antworten mit Zitat


Zitat:
Das US-Verteidigungsministerium hat in einer ausführlichen internen Untersuchung keinerlei Belege für Verbindungen zwischen dem früheren irakischen Machthaber Saddam Hussein und dem Terrornetzwerk El Kaida gefunden. Es sei "kein direkter Zusammenhang zwischen Saddam Husseins Irak und El Kaida gefunden worden", heißt es laut US-Medienberichten im Resümee der Studie. Der Befund der Pentagon-Analysten entkräftet eines der Hauptargumente der Regierung von US-Präsident George W. Bush für die Irak-Invasion vor fast genau fünf Jahren.
http://afp.google.com/article/ALeqM5hPA5FxW1bdIxL9Wvz4ogt34BX7uQ

Keine El-Kaida-Verbindung, keine Massenvernichtungsmittel, bleibt eigentlich nur der Ölreichtum als Motivation.


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BeitragVerfasst am: Do März 13, 2008 9:33 pm    Titel: Antworten mit Zitat


Das Scheiß-Öl hätte man billig kaufen können. Aber:

- Bush hat Saddam gehaßt.

- Die USA hatten eine neue Basis am Golf nötig, möglichst eine, von der aus sich der Iran besser unter Druck setzen ließ als quer über den Golf weg.

- Wahrscheinlich haben sie wirklich ans Nationbuilding geglaubt.


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BeitragVerfasst am: Fr März 14, 2008 1:11 am    Titel: Antworten mit Zitat


2007 betrug der (Bundes?)haushalt der USA (laut CIA World Fact Book) $2,731 Billionen und der von Frankreich 1,372 Billionen $. Aus dieser Sicht sind die Militärausgaben schon ein sehr erheblicher Faktor im Budget. Insbesondere weil die Steuereinnahmen 2007 nur $2,568 Billionen betrugen. Der Irakkrieg dürfte dabei auch eine nicht ganz unbedeutende Rolle spieln.


Komplize
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BeitragVerfasst am: Fr März 14, 2008 5:48 am    Titel: Antworten mit Zitat


Vor dem Einmarsch der US-Truppen hatten französische und russische Öfirmen milliardenschwere (Vor)Verträge mit dem Irak abgeschlossen. Deshalb hatten diese beiden Länder KEIN Interesse, sich am Krieg wie von den USA gefordert, zu beteiligen. Vermutlich war Kanzler Schröder zu diesem Zeitpunkt auch schon so in dieses "alte europäische" Netz eingebunden, dass er den Irak Krieg ablehnte, jedenfalls lassen seine (Belohnungs)Posten bei Gazprom und dem "Hüter" der Goldpreisstabilität diesen Schluß zu. Die US-Ölfirmen und die britische BP hatten großes Interesse an einer politischen veränderung im Irak, weil sie dadurch auf eine Neuaufteilung der Ölreserven hoffen konnten. Immerhin hat der Irak die drittgrößten Erdolreserven weltweit (wenn man Kanadas Ölsandvorkomen nicht einrechnet, das SEHR schwer zu verwerten ist).

Aber es geht nicht einfach nur um das Öl als zu verbrennenden Rohstoff und seinen verkaufserlös sondern um die Währung, in der er weltweit gehandelt und bezahlt wird. Heute war zu lesen, dass viele Hedgefonds ihr Renditeversprechen (von um die 15 Prozent) wegen der Subprimekrise nicht einhalten können. Diese Finanzkonstrukte haben darauf beruht, dass mit wenig Eigenkapital ständig Wertpapiere über Kredite gekauft wurden, die mit den zuvor durch Kredite finanzierten Wertpapieren abgesichert wurden. Durch den Wertverfall der Hypothekenanleihen, fällt dieses Kartenhaus zusammen. Die Hedgefonds bräuchten frisches Geld, aber die Kunden vertrauem den Versprechungen nicht mehr so vorbehaltslos. Sicher bei den Hedgefonds waren bisher nur die hohen Provisionen der Manager, die Renditen jedoch nicht stabil.

Ähnlich ist die Finanzsituation der USA, das Land hat jahrelang auf Pump Waren eingeführt mit dem Versprechen, sie in Dollar zurückzuzahlen. Das Außenhandelsdefizit der USA liegt jährlich bei über 700 Milliarden Dollar. Die nötige "Kreditwürdigkeit" der USA ist gekoppelt an den Dollar als die Wärung, in dem das Erdöl gehandelt wird. Wenn sich die Geschäfte zwischen dem Irak und Russland/Frankreich hätten entwickeln können, wäre die Bezahlung vielleicht auf Euro umgestellt worden. Das hätte einen weiteren Wertverfall des Dollar nach sich gezogen. Der Krieg im Irak ist der mörderische Versuch der Ölpolitiker im Weißen Haus, den Dollar als Weltwährung zu retten. Die Finanzkrise beschleunigt den Verfallprozess jetzt noch, zeigt aber auch die Instabilität der modernen Renditepotimierungsinstrumente der Finanzwelt, die nicht immer zum Nutzen der Realwirtschaft operiert.

Die folgenden Zitate zeigen, dass die zukünftige Behandlung des Iran keine Glaubensfrage sondern eine finanzpolitische Angelegenheit für die USA ist.
Zitat:
Nach Einschätzung der Deutschen Bank (Baghdad Bazaar - Big Oil in Iraq) würden nach dem Sturz Saddams US-Firmen und BP zum Zuge kommen, ohne seinen Sturz russische, französische und chinesische Firmen.
Das Bild dieser Hyänen, die sich beim Kampf um eine fette Beute ineinander verbeißen, könnte den Eindruck vermitteln, es ginge beim Irak-Krieg nur ums Öl. Aber schon allein das Missverhältnis der Kriegskosten zu der zu erwartenden Beute macht deutlich, dass es um mehr geht.
Ein anderer Punkt fällt stärker ins Gewicht: Dass das Öl weltweit in Dollar gehandelt und die Profite dann wieder in Dollar angelegt werden, ist heute eine der Bedingungen, die »das Vertrauen in den Dollar« begründen.
So bildet die Abrechnung der Ölgeschäfte in Dollar den Rückhalt für weitere Kredite, für die Akzeptanz von ständig neu gedruckten Dollars bei der Bezahlung, für das Hinausschieben des ökonomischen Zusammenbruchs. Im Nicht-Kriegs-Fall würden nach diesem Szenario die Ölgeschäfte des Irak (und des Iran) in Euro ausgedrückt.

link


Zitat:
Außerdem hat ein alter Freund von mir, der Venezolaner Francisco Mires in der OPEC-Zentrale in Wien, vorgeschlagen, die gesamte OPEC sollte ihre Ölpreise von Dollar auf Euro umstellen! Nichts anderes, kein Terrorismus der Welt, könnte eine größere Bedrohung für die USA darstellen; all diese Maßnahmen und jede einzelne von ihnen würde dem Dollar jede Basis entziehen, denn die Ölimporteure würden nicht mehr Dollar, sondern Euro kaufen, um damit ihr Öl zu bezahlen. Dann würden sie wohl auch ihre Reserven aus dem Dollar herausziehen und in den Euro transferieren. Außerdem würden die arabischen Ölstaaten, die ihr Öl heute für Papierdollars verkaufen, kaum weiter ihr Geld für militärische Hardware aus den USA ausgeben. Genau dieses Horrorszenario soll durch die amerikanische Besetzung des Irak verhindert werden, und der Iran ist als nächstes dran.

l2


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BeitragVerfasst am: Fr März 14, 2008 8:47 am    Titel: Antworten mit Zitat


Das kann sicher dazu beigetragen haben.


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BeitragVerfasst am: Fr März 14, 2008 9:01 am    Titel: Antworten mit Zitat


@liberaler

Kannst Du, als Board-Finanzexperte , mir mal kurz erklären was es mit dieser Öl und Dollar-Geschichte auf sich hat? Wo läge da das Problem?

Gerne auch per PM. Gehört aber eigentlich auch zum Topic.

ws


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BeitragVerfasst am: Fr März 14, 2008 9:22 am    Titel: Antworten mit Zitat


Die beiden Links sind beim Überfliegen gar nicht schlecht.

Das Problem soll sein, daß den USA die industrielle Basis verloren gegangen ist und sie zu einem guten Teil von Finanzgeschäften leben, außerdem vom Drucken von Dollars. Damit soll es vorbei sein, wenn der Euro den Dollar als Ölwährung ablöst - daß man damit Öl kaufen kann, soll alles sein, was den Dollar stützt.

Das führt jetzt alles sehr weit - ich bin mir auch über einige Aspekte gar nicht sicher.


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BeitragVerfasst am: Fr März 14, 2008 9:48 am    Titel: Antworten mit Zitat


Dollar unter Druck
Die iranische Ölbörse - Todesstoss für den US-Dollar?
Die Legende vom Petro-Euro-Krieg


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BeitragVerfasst am: Fr März 14, 2008 10:51 am    Titel: Antworten mit Zitat


@simple man

Danke!

ws


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