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Die Erde im Wandel
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BeitragVerfasst am: Di Okt 28, 2003 9:31 pm


N''Abend miteinand',

mal gewechselt zu "umweltfreundlichen" Alternativen... Rolling Eyes

Windenergie; nur heisse Luft?

Zitat:
Über der Windkraft ziehen dunkle Wolken auf.
Bis zum Jahr 2020 soll ein Fünftel des deutschen Stroms aus regenerativen Quellen stammen, der Großteil davon aus Windkraft. Ökologische Zukunftstechnik oder umweltverschandelnde Kranichhäxler: Die Energiegewinnung aus Windkraft ist längst nicht mehr so unumstritten wie früher.

Dieter Krämer redet sich in Rage. Der Vorsitzende des Bundesverbandes Landschaftsschutz aus Hamm-Sieg (Rheinland-Pfalz) läuft Sturm gegen Windkraftanlagen: "Sie verschandeln nur die Landschaft und nutzen nichts beim Klimaschutz!" Die riesigen Windräder sind mittlerweile zu seinem Spezialgebiet geworden. Akribisch sammelt er Studien über ihre Leistungsfähigkeit, Berichte über Unfälle und Stimmen von Betroffenen. "Fast täglich kommen neue Menschen zu uns, die etwas gegen Anlagen in ihrer Nähe unternehmen wollen", sagt er.

Gefahren der Windkraft
Die Zunahme von Bürgerinitiativen gegen die modernen Windmühlen ergibt sich aus der hohen Zahl der Windkraftanlagen: 14 653 von ihnen bundesweit liefern insgesamt rechnerisch 13 400 Megawatt Leistung - damit ist Deutschland absolut gesehen Weltmeister der Windkraft. Ein Großteil dieser Anlagen steht in Norddeutschland, doch auch im Süden wird der Wind zunehmend genutzt. Deswegen haben viele Bürger Sorgen, dass sich auch in ihrer Nähe bald Rotoren drehen und wehren sich.

Ihre Angst ist nach Ansicht von Krämer berechtigt. Rotorflügel seien schon von drehenden Windrädern abgebrochen und wie Geschosse durch die Luft geflogen, sagt er. Im Winter könnten Regen und Schnee auf den Rotorblättern zu Eisbrocken gefrieren, die laut Krämer bis zu 300 Meter weit weggeschleudert werden. "Hier werden Verletzungen von Menschen billigend in Kauf genommen", beklagt der Vorsitzende. Zusätzlich belästigten Lärm und Schattenwurf der Anlagen viele Anwohner. Der Wert von Immobilien in deren Nähe sinke um ein Drittel.

Windenergie - ökologischer Unsinn?
Krämer hält die Windkraftanlagen zudem für ökologischen Unsinn.Sie würden pro Jahr eine Million Vögel töten und hätten keinen Energie-Vorteil. Normale Kohlekraftwerke müssten in Bereitschaft bleiben, um bei Flaute einzuspringen. "Das ist ein einziges Nullsummenspiel."

Ralf Bischof vom Bundesverband Windenergie (Osnabrück) widerspricht nicht nur dieser These. Unerwartete Ausfälle seien wegen genauer Windvorhersagen selten, der Mehrverbrauch der Bereitschaftskraftwerke gering. "Das schmälert den Ertrag aus der Windenergie maximal um wenige Prozentpunkte", erläutert er. Die Windnutzung lohne sich. Eine einzige moderne Anlage bringe bei gutem Wind 1,5 Megawatt Leistung, womit etwa 1000 Haushalte versorgt werden könnten. Statistisch beliefe sich die Vollauslastung pro Jahr und Anlage auf 2000 Stunden.

Das größte Windrad Deutschlands steht laut Bischof nahe Magdeburg, hat eine Gesamthöhe von 150 Metern und 112 Meter Rotordurchmesser. Selbst diese riesigen Rotorblätter seien aber keine erhöhte Gefahr für Vögel. "Studien haben gezeigt, dass an eine Anlage nicht mehr oder weniger Vögel fliegen als an ein normales Hochhaus auch." Die Gefahr für Menschen sei ebenfalls gering. Denn die Anlagen müssten aus Lärmschutzgründen immer etwa 500 Meter von bewohnten Gebieten entfernt sein.

Windkraftanlagen haben laut Bischof im normalen Betrieb weltweit noch keinen einzigen Todesfall verursacht. Ein norddeutscher Ingenieur sei bei Wartungsarbeiten ums Leben gekommen. Dieser Einzelfall spreche aber nicht gegen die hohe Sicherheit der Anlagen, die Bischof in den Versicherungspolicen bestätigt sieht: "Eine Windkraftanlage kostet in der Haftpflichtversicherung weniger als ein gewöhnlicher Dacke."

Bis 2010 sollen 12,5 Prozent des deutschen Stromverbrauchs aus regenerativen Quellen stammen, bis 2020 sogar 20 Prozent, so will es Umweltminister Jürgen Trittin.



http://www.freenet.de/freenet/kontrovers/aktuell/windenergie/index.html


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BeitragVerfasst am: Di Okt 28, 2003 9:39 pm


Ach, die Leute die sich da über Windkraftanlagen beschweren haben bloß keinen Bock auf den "Lärm" und denken dabei nur an sich. Ich würde liebend gern eine Windkraftanlage in meiner Nähe dulden wenn ich wüsste dass damit Umweltfreundlicher Strom erzeugt wird und evtl Atom- ode Kohlekraftwerke abgebaut werden. man muss eben Opfer bringen wenn man "Mother Earth" nochne Weile erhalten will. Alles andere ist egoistisch und kurzsichtig. Und die Stories von den Eisbrocken hören sich ja auch ziemlich abenteuerlich an. Ist ja bestimmt auch nicht gefährlicher als neben einem Golfplatz zu wohnen, aber da beschwert sich komischerweise niemand. Shocked


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BeitragVerfasst am: Di Okt 28, 2003 10:03 pm


Würdest Du echt? Ich weiss nicht recht, ich glaube ich hätte schon ein Problem damit, wenn das Ding den ganzen Tag in Hörweite rattern würde... Rolling Eyes ...allerdings lieber als ein Atomkraftwerk vor der Haustür - soviel ist sicher.

Zur Sicherheitslage wird im Artikel ja auch noch Gegenstellung bezogen:

Zitat:
Windkraftanlagen haben laut Bischof im normalen Betrieb weltweit noch keinen einzigen Todesfall verursacht.


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BeitragVerfasst am: Di Okt 28, 2003 10:20 pm


Klar, ich würd mich auch nicht drüber freuen aber ne Bürgerinitiative würd ich nicht dagegen anzetteln. Besser n bisschen Geratter als ne erhöhte Leukämiegefahr etc. für uns und unsere Nachkommen. Und die ist ja in der Nähe von AKWs erwiesenermaßen gegeben. Da wird so ein bisschen Lärm schon zu ertragen sein. Was eher bedenklich ist, sind die Windräder in der Nordsee, die ja Vogelbrutgebiete stören. Sowas find ich dann schon eher schlimm. Aber wofür gibts die unzähligen windigen Hügelketten in Deutschland? Meinetwegen können die komplett vollgebaut werden mit Windrädern. (Wie es im Westerwald teilweise schon der Fall ist "Ohh, du schöner Westerwald, über deine Höhn weht der Wind so kalt..." *lol*)

Ausserdem gibts ja bestimmt auch Möglichkeiten die Dinger leiser zu machen.


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BeitragVerfasst am: Di Okt 28, 2003 10:29 pm


Erstmal will ich einfach ein kleines Dossier der ZEIT einwerfen, welches nicht wenig an Material bietet. Immerhin geht es um ein komplexes Gebilde wie unsere Erde... und Nachhaltigkeit. Dossier

Schliesse mich übrigens der Meinung an: Windräder sind hässlich. Aber welches Kraftwerk kann schon vor Schönheit protzen? Und wie kann man den Energiedurchsatz längerfristig so lenken, dass er ein Maximum erreicht und vielleicht sogar wieder sinkt, auch wenn die Bevölkerung möglicherweise noch immer ansteigt?


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BeitragVerfasst am: Mi Okt 29, 2003 12:52 am


Ich stehe der Windkraft als Allheilmittel eher kritisch gegenüber.
Sie erzeugen den Strom nicht wie ein AKW sicher und kontinuierlich und werden immer von konventionellen Kraftwerken im Standby abgesichert werden müssen.
Und wer meint, so ein Windrad würde ihn im Vorgarten nicht stören, der hat noch nie unter solch einer Anlage gestanden. Gerade Windparks erzeugen ein Dauergeräusch, welches weit über das Land zu hören ist, ganz zu schweigen von dem ästhetisch eher ungünstigen Anblick.
Da hab ich lieber ein hässliches Kraftwerk als 1.000 häßliche Windkrafträder.

Zitat:
Windkraftanlagen haben laut Bischof im normalen Betrieb weltweit noch keinen einzigen Todesfall verursacht.

Ja, aber sie kippen manchmal auch um. Bis jetzt zum Glück nur in unbewohntem Gebiet. Wink

Zitat:
14 653 von ihnen bundesweit liefern insgesamt rechnerisch 13 400 Megawatt Leistung - damit ist Deutschland absolut gesehen Weltmeister der Windkraft.

Die "rechnerische" Leistung ist gut und schön, aber wenn kein Wind weht muß eben doch ein konventionelles Kraftwerk einspringen.
Außerdem müssten wir reichlich 120.000 Windräder in die Landschaft stellen um (natürlich wieder nur bei optimalen Windbedingungen) die derzeitig verfügbare Energiemenge zu erzeugen.


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BeitragVerfasst am: Mi Okt 29, 2003 4:59 am


ähmm Trasher ...


es tut mir leid ... nur als die "damaligen Proheten" eine neue EIszeit vorhersagten ..... gab es noch keinen Treibhauseffekt ....

desweiteren gab es keine MASSIVE (Regen)Waldabholzung ...

ich bin kein Schwarzseher ich sehe nur eine KONSUMgesellschaft die sich gar keine Gedanken darüber macht wie wichtig die NATUR für uns ist ....

ich weiss nicht warum du mich direkt als Schwarzseher bezeichnest, die Klimaverhältnisse sind DEFINITIV nicht normal


glurp
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BeitragVerfasst am: Mi Okt 29, 2003 7:57 am


Zitat:
Ja, aber sie kippen manchmal auch um. Bis jetzt zum Glück nur in unbewohntem Gebiet. Wink


Hm, liest sich sich so, als sei es meistens unbewohnt:

Zitat:
Die Gefahr für Menschen sei ebenfalls gering. Denn die Anlagen müssten aus Lärmschutzgründen immer etwa 500 Meter von bewohnten Gebieten entfernt sein.


Also, 500m Entfernung zur Siedlung abzüglich der 300m Reichweite geschleuderte Riesen-Eisbälle, macht 200m-Freiganggehege für Dorfbewohner (zumindest in eine Richtung)... Zahlenspiele

Ich bin unentschlossen. 20% Energie durch Windräder erscheint mir nicht zuviel, aber das muss in Relation zur Verschandelung der Natur und Ruhestörung stehen. Wenn jeder Bergrücken mit Windrädern vollstünde - ich weiss nich'. Rolling Eyes

Was ist denn mit anderen Alternativen à la Dächer mit Solarzellen? Zu teuer oder zu uneffektiv? Wird sowas schon subventioniert? Initiativen einzelner Bürger zum Sparen müssten irgendwie gefördert werden.
Es müsste sich doch auch bewerkstelligen lassen, Brauchwasser der Haushalte wie Badewasser nochmal zu verwenden z.B. in der Toilettenspülung.

In meiner Traumwelt gehören Energie- und Wasserversorger in staatliche Hand, Wasser und Strom dürften ruhig etwas teurer werden, um den Bürger zum Sparen zu animieren. Der Erlös gehört reinvestiert.


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Panta rei

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BeitragVerfasst am: Mi Okt 29, 2003 10:41 am


Zitat:
ich weiss nicht warum du mich direkt als Schwarzseher bezeichnest, die Klimaverhältnisse sind DEFINITIV nicht normal

Nein, die WETTER-Verhältnisse sind zum Teil nicht normal, das KLIMA kann man nur unter Langzeitbetrachtung von Wetterdaten bewerten.
Dass es wärmer wird, bestreite ich ja gar nicht. Anhand von einzelnen Jahresereignissen aber gleich von einer Klimakatastrophe zu sprechen, halte ich für übertrieben.

Der Treibhauseffekt existiert schon viel viel länger als es Leben auf der Erde gibt. Ansonsten wäre es nicht so angenehm mild hier auf unserer Insel im kalten All.

Zitat:
ich bin kein Schwarzseher ich sehe nur eine KONSUMgesellschaft die sich gar keine Gedanken darüber macht wie wichtig die NATUR für uns ist ....

Das ist völlig richtig. Auch die massive Abholzung der grünen Lunge namens Regenwald ist eine Katastrophe für sich.
Den Zusammenhang zu einer Klimaveränderung möchte ich aber nicht so unmittelbar herstellen.

Ich finde es einfach übertrieben, wenn nach einem heißen Sommer die Zeigefinger erhoben werden und es wieder heist "Das habt ihr jetzt davon."
Im Übrigen müsste es bei einer reellen Klimaerwärmung in Europa viel öfters regnen. Das konnte ich in diesem Sommer jedoch nicht feststellen.


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