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LSD - Schmieröl fürs Hirn?
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choke
Neuzugang


Anm.Dat: Jan 07, 2004
Beiträge: 9
Wohnort: Körper


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BeitragVerfasst am: Do März 25, 2004 11:12 pm    Titel: Antworten mit Zitat


Pilze sind für eine bewusstseinserweiterung weitaus mehr nützlich als lsd. auch der selbstfindung dienen sie sehr gut, mehr als acid.
man muss nicht abrutschen, wenn man weiß was man mit der droge vorhat. für parties sind imho pilze eh ungeeignet.


LillithVelkor
Forensianer


Anm.Dat: Jan 07, 2004
Beiträge: 113


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BeitragVerfasst am: Fr März 26, 2004 5:11 am    Titel: Antworten mit Zitat


Nach den ersten zwei Seiten, mache ich mir nicht mehr die mühe, und lese alles. sondern Antworte auf die Anfangs gestellte Frage.
Ja und Nein.
LSD erweitert. (TIMOTHY LEARY lesen, der hat genügend experimentiert)
aber nicht das Gehirn, sondern es erhöt die Sensorik und das Bewusstsein über das eigene ICH! ausschlaggebend sind die Neurologischen Schaltkreise. Die Lebens-Prägungen, werden zugänglich. So als würde man bewusster die Kontrolle der eigenen Erziehung erlangen, auch die der vergangenheit.
Man spricht da von LSD-Sitzungen. Und davon kann ich nur abraten!!!!!!.


Zerch
Inventar


Anm.Dat: Apr 10, 2002
Beiträge: 2087


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BeitragVerfasst am: Fr März 26, 2004 6:33 am    Titel:

Zuletzt bearbeitet von Zerch am Fr März 26, 2004 11:45 pm, insgesamt einmal bearbeitet
Antworten mit Zitat


psychedelika wie psilocybin , lsd-25 , lsa , meskalin usw. sind nicht für jedes bewusstsein geeignet....
wobei psilocybin noch eine der tolerantesten psychedelika ist.schwer zu verarbeiten für zivilisierte menschen ist meskalin.
LSD ist für ein halbsynthetisches produkt verträglicher als der natürliche verwandte LSA (lysergsäureamid).
psychedelika wirken sich nicht auf den körper aus , auf das bewusstsein dagegen immens....wobei gewisse erfahrungen von nöten sind um damit "arbeiten" zu können.
gefährlich ist die einnahme von amphetamine auf ein psychedelisiertes bewusstsein , da amphetamine sog. MAO-Blocker sind (monoaminooxidase=mao). MAO-blocker ,-oder hemmer sind gefährlich weil sie die körpereigenen Rezeptoren blockieren und somit den austausch von diversen botenstoffen verhindern. psychedelika dagegen aktiviert und stimulisiert die rezeptoren.
genau deshalb wird bei psychedelika von bewustseinserweiternden fähigkeiten gesprochen....weil sie rezeptoren aktivieren können die zuvor ungenutzt brach lagen.natürlich lassen sich schaltkreise auch ohne psychedelika aktivieren , nur nicht so einfach.
ob psychedelika nun bewusstseinerweiternd ist oder nicht , hängt ganz vom benutzer , seinem umfeld und seiner einstellung ab.
was dimbo gesagt hat ist schon richtig , set&setting sind ausschlaggebend für ein positives erlebnis.
natürliche psychedelika sind zu empfehlen , da es kein reines LSD mehr gibt , jedenfalls keines mehr bis zur 25. synthese. das heutige im umlauf hat höchstens 8-10. synthese.oft auch verunreinigt mit unverträglichen stoffen. man müsste schon bei der cia einbrechen um noch original lsd-25 aus der produktion von sandoz zu erhalten...es gibt gerüchte , dass sie gut 10 liter (mehr als die ganze menschheit auf einen trip zu schicken zu können) , also die letzten bestände von sandoz aufkauften nachdem die produktion eingestellt wurde.

trotzdem sage ich in allgemeiner öffentlichkeit: "bitte nicht ausprobieren" .ich rate ab,da irgendwelche unsachgemässe benutzungen und die daraus entstehenden berühmt-berüchtigten horrortrips bei den leuten nur wieder die psychedelika verteufelt....ganz ohne zu erwähnen dass sie nicht damit umgehen können und es in den dreck ziehen wollen.
also versucht es nicht....alle anderen die schon gute erfahrungen damit gemacht haben wissen hoffentlich was ich damit meine Wink
und ICH kann auch nicht damit umgehen.


truth-searcher
Inventar


Anm.Dat: Apr 17, 2002
Beiträge: 597
Wohnort: Bangkok, Thailand


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BeitragVerfasst am: Fr März 26, 2004 8:26 am    Titel: Antworten mit Zitat


Als Literaturtip würde ich zu dem Thema noch die Bücher von Professor Stanislav Grof (LSD-PSychotherapie, Topographie des Unbewussten) empfehlen.

Grüsse,
truth-searcher


THG
Eröffner des Threads
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Kreativ-Mod
Kreativ-Mod


Anm.Dat: Jun 24, 2002
Beiträge: 2255
Wohnort: Musikterrorist


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BeitragVerfasst am: So März 28, 2004 2:09 pm    Titel: Antworten mit Zitat


das noch als kleiner nachtrag:

http://www.cannabis.net/weblife.html
http://www.universal-tao.com/article/chaotisches.html

Wink


_________________
Rockstars don't dance.

starbug
Inventar


Anm.Dat: Apr 10, 2002
Beiträge: 446
Wohnort: space


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BeitragVerfasst am: Sa Apr 17, 2004 1:09 am    Titel: Antworten mit Zitat


THG hat folgendes geschrieben:
drogen machen doof und süchtig![/b]


LMAO


_________________
Eines Tages wird man offiziell zugeben müssen, dass das, was wir Wirklichkeit getauft haben, eine noch größere Illusion ist als die Welt des Traumes.
(Salvador Dali)

starbug
Inventar


Anm.Dat: Apr 10, 2002
Beiträge: 446
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BeitragVerfasst am: Sa Apr 17, 2004 1:26 am    Titel: Antworten mit Zitat


ok, dann doch lieber noch schnell was kontruktives hinterherschieben... Rolling Eyes

"das abenteuer der selbstentdeckung" von grof ist auch zu empfehlen. dort wird wissenschaftlich beschrieben, welche aussergewöhnlichen bewusstseinszustände es gibt.

mal zu lsd & co (eher zum potential des gehirns ansich):
das bewusstsein kann z.b. das einer früheren inkarnation annehmen, einer gruppe von menschen, eines planeten, zweier planeten, eines wesen in einer anderen dimension oder eines anderen planeten usw... einfach alles hat bewusstsein! (ich glaub das hab ich vor kurzem schonmal gepostet... Rolling Eyes) desweiteren kann man in AussergewöhnlichenBewusstseinsZuständen den körper verlassen, die sinne funktionieren u.u. um ein VIELfaches besser, die ganze wahrnehmung ist absolut flexibel, man kann z.b. atome sehen...naja alles was man sich so vorstellen kann halt Wink.
alles wissenschaftlich _bewiesen_. einfach mal z.b. das buch lesen.Smile

nach leary kann man afaik mit lsd den 8. schaltkreis freischalten, das geht aber natürlich auch ohne drogen. und man kann sich mit drogen auch ganz schön viel versauen..... deshalb bei allem was man in dieser richtung tut..erst schlaumachen und zwar gründlich!!! drogen sind nur eine riskante abkürzung. und sie machen dumm und süchtig! *fg* (was teilweise tatsächlich mehr oder weniger zutrifft - aber das hier soll ja kein drogeninfothreat werden).

mfg
starbug


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starbug
Inventar


Anm.Dat: Apr 10, 2002
Beiträge: 446
Wohnort: space


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BeitragVerfasst am: Sa Apr 17, 2004 1:33 am    Titel: Antworten mit Zitat


choke hat folgendes geschrieben:
Pilze sind für eine bewusstseinserweiterung weitaus mehr nützlich als lsd. auch der selbstfindung dienen sie sehr gut, mehr als acid.
man muss nicht abrutschen, wenn man weiß was man mit der droge vorhat. für parties sind imho pilze eh ungeeignet.

hängt alles von der persönlichkeit des konsumenten ab... es gibt auch leute für die ist lsd eine hervorragende alltagsdroge (extrembeispiel). aber auch leute, die von einem mal kiffen reif für die klapse sind. es gibt leute, die "verdummen" von minimalem synthetikgenuss und welche die es über jahre ohne schäden durchziehen. probieren geht über studieren ist daher offensichtlich keine gute taktik...


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argos
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Anm.Dat: Aug 28, 2002
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BeitragVerfasst am: Sa Apr 17, 2004 1:37 am    Titel: Antworten mit Zitat


Tja, ich hab jetzt mal nur gelesen bis dahin wo es um Erfahrungen oder nicht Erfahrungen geht.

Aus meinem Erfahrungsschatz kann ich nur beisteuern:

Allein die Dosis macht das Gift, auch das Rausch-Gift.


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Aus Tönen kann man mehr machen als Musik.

Eskapismus
Inventar


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Beiträge: 1822
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BeitragVerfasst am: Mi Jan 11, 2006 7:00 pm    Titel: Antworten mit Zitat


Heute ist Albert Hofmann 100 Jahre alt geworden.

Ein interessantes Interview gibt es hier
http://www.onlinereports.ch/2006/HofmannAlbert100.htm


_________________
I think I am, therefore, I am. I think.

arius
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Anm.Dat: Jul 16, 2003
Beiträge: 1679
Wohnort: Munichen


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BeitragVerfasst am: Do Jan 12, 2006 8:01 am    Titel: Antworten mit Zitat


Eskapismus hat folgendes geschrieben:
Heute ist Albert Hofmann 100 Jahre alt geworden.

Ein interessantes Interview gibt es hier
http://www.onlinereports.ch/2006/HofmannAlbert100.htm


Die interessantesten und mich am meisten beeindruckenden Ausschnitte:

Zitat:

Über dem Leben steht der Schöpfer des Lebens. Ich glaube, und ich muss dies auch als Naturwissenschaftler sagen: Das Leben kann kein Zufall sein. Es ist überall ein Plan drin. In jedem Samen, in jeder Blume. Also muss ein Planer da sein, muss ein Schöpfer da sein.
...
Ich sage: Gott spricht durch seine Schöpfung. Da kommt wieder die Schönheit, die Perfektion der Schönheit. Wenn wir als Naturwissenschaftler sehen, was hinter dem Wunder der Schöpfung steht, nun, da müsste jeder Naturwissenschaftler zum Mystiker werden.
...
Man meint ja immer, die Naturwissenschaft sei etwas, das entzaubert. Wenn man aber tiefer geht, wirds immer wunderbarer. Wenn ich sehe und weiss, wie alles aufgebaut ist, wie unsere Wahrnehmung funktioniert, wie unser Bewusstsein zustande kommt, dann ist das alles so wunderbar planmässig und raffiniert aufgebaut, dass man nur noch staunen kann. Das sind nicht einfach Worte. Das sind Fakten!
Wir sehen den Sinn, die Schönheit, die Vollkommenheit – alles kein Zufall. Wir sind reichlich beschenkt. Wir hätten eine wunderbare Welt, wir hätten ein Paradies, wenn wir wenigstens dies erkennen würden, was wir haben.
Ich sehe nur die Schöpfung, und die ist vollkommen.


_________________
Tretet an die Wege und seht, forscht nach den Pfaden der Vorzeit, welches der Weg des Heils sei; den geht, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele.

samhain
Redakteur
Redakteur


Anm.Dat: Apr 10, 2002
Beiträge: 3113
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BeitragVerfasst am: So Jan 15, 2006 1:51 am    Titel: Antworten mit Zitat


Zitat:
Die Kernkraft der Seele

LSD-Entdecker Albert Hofmann wird 100. Er glaubt noch immer an den Nutzen der Droge

...vor allem aber stimulierte die »Mutter aller Drogen« in den fünfziger Jahren die Erforschung der Botenstoffe im Gehirn. Denn die Psychedelika sind den Neurotransmittern wie Serotonin, Noradrenalin und Dopamin nicht nur sehr ähnlich, sie entfalten auch ihre Wirkung in denselben Hirnregionen. Vor allem beeinflussen sie das limbische System, in dem Sinneseindrücke gefiltert, mit Gedächtnisinhalten abgeglichen und emotional bewertet werden ? in dem das Gehirn also sein Weltbild konstruiert.


schon deswegen zur massen(verdrängungs)konsumdroge absolut ungeeignet.

Zitat:
Eine kleine Schar Unermüdlicher würde gerndas therapeutische Potenzial der »psychoaktiven Substanzen« weiter erforschen. Der Göttinger Psychiater Michael Schlichting etwa hofft auf die Erlaubnis für einen Versuch mit Kollegen, denen er ein »Gespür für psychopathologische Zustände« vermitteln und ihr Einfühlungsvermögen in den Patienten verbessern möchte. Und in Zürich untersuchen Hirnforscher um Franz Vollenweider die Wirkung von Psychodrogen im Kernspintomografen, um mehr über das Wesen von Psychosen zu lernen. Doch bei Politikern und Ethikkommissionen sitzt die Angst vor dem zerstörerischen Potenzial der Bewusstseinsdrogen tief. Auch die Pharmaindustrie hat das Interesse an den Psychedelika verloren, deren Patente längst abgelaufen sind. Mit Substanzen wie LSD, die in extrem geringen Dosen wirken, ließe sich ohnehin kein großes Geschäft machen. (Wohl aus diesem Grund war LSD ? anders als Haschisch, Kokain oder Designerdrogen ? auch bei der Rauschgiftmafia nie sonderlich beliebt.)


ich sehe hier auf diesem planeten ganz andere "zerstörerische potentiale" am werk- und das ganz ohne LSD (mit ihm wahrscheinlich auch nicht möglich)- ohne das es von politikern oder ethikkomissionen einen aufschrei geben würde.

der ganz normale wahnsinn eben.



http://www.zeit.de/2006/03/LSD?page=all


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Fürchte dich vor den Gleichgültigen,
weder töten und verraten sie,
aber nur mit ihrer stillschweigenden Zustimmung
gibt es auf der Welt Mord und Verrat.

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arius
Inventar


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BeitragVerfasst am: Mi Jan 18, 2006 3:11 pm    Titel: Antworten mit Zitat


Trip des Geistes

Zum hundertsten Geburtstag des LSD-Entdeckers Albert Hofmann fand am vergangenen Wochenende eine große und in ihrer Art wirklich einmalige Konferenz statt, auf der es um die kulturelle Integration und das psychotherapeutische Potenzial von mystischen Erfahrungen ging.

Die tiefere Frage im Hintergrund lautet, ob es eine Synthese aus Spiritualität und intellektueller Redlichkeit geben kann. Lassen sich mystische Erfahrungen, die durch psychoaktive Substanzen ausgelöst wurden, auf rationale Weise in unsere Kultur integrieren?

An einem Ende des Spektrums gibt es die grandiose Elite, für die LSD schlicht und einfach ein Sakrament ist, der das wissenschaftliche Weltbild ein Gräuel ist und die sich in die emotionale Geborgenheit eines geschlossenen Kosmosverständnisses zurücksehnt. Weil ich Philosoph bin, liebe ich tolle neue Begriffe. Mein wertvollstes Basler Souvenir stammt von dem Schweizer Journalisten Jean-Martin Büttner und lautet „infantile Selbstverklärung“.


Auf der anderen Seite des Spektrums befinden sich diejenigen, denen schon lange klar ist, dass LSD kein Utopiat ist, sondern ein schlagender Beweis für die Wahrheit des Materialismus. Sie wollen es als Instrument der Suche nach dem neuronalen Korrelat des Bewusstseins einsetzen und suchen allenfalls noch nach besseren Formen der Psychotherapie. Aber auch sie wissen genau, dass da etwas nicht ganz stimmt.

Und was wäre die Mitte zwischen den Polen? Die Antwort scheint zu sein, dass es die Synthese aus Spiritualität und intellektueller Redlichkeit niemals auf der Ebene von organisierter Religion oder sozialen Bewegungen geben kann, sondern nur in Form individueller Lebensentwürfe. Den Mut und die Wahrhaftigkeit, die es braucht, um die Offenheit in beide Richtungen nachhaltig zu kultivieren, können am Ende vielleicht immer nur einzelne Menschen aufbringen. Albert Hofmann ist einer von ihnen.

Den bewegenden Höhepunkt des Ereignisses bildete der Auftritt des 100-jährigen Hofmann selbst. In zurückhaltender Bescheidenheit und kaum glaublicher geistiger Klarheit zog er im Gespräch mit Lucius Werthmüller die Bilanz eines großen Forscherlebens: Jeder Naturwissenschaftler wird am Ende auch Mystiker werden; denn was immer der Schöpfer ist, er spricht zu uns nicht in Kirchen und durch Worte, sondern durch seine eigene Schöpfung selbst.


_________________
Tretet an die Wege und seht, forscht nach den Pfaden der Vorzeit, welches der Weg des Heils sei; den geht, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele.

sillyLilly
Inventar


Anm.Dat: Sep 14, 2002
Beiträge: 4189
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BeitragVerfasst am: Mi Jan 18, 2006 8:23 pm    Titel: Antworten mit Zitat


Wenn ich mich recht errinnere sagt Hoffmann, er habe selber LSD nur ca ein dutzend mal genommen, wie man in dem Zeitartikel auch lesen kann.
ER selber ist gar nicht so auf dem Trip dass alle das nehmen sollten. Sondern meint es sollte eher im reiferen Alter genommen werden.
Fand ich ganz interessant zu lesen, was er so dazu gesagt hat.

Namaste
Lilly


_________________
Gefühle die mich lebend machen
Gedanken die es ordnen wollen
Geist der dies umfaßt

Giacomo_S
Inventar


Anm.Dat: Aug 13, 2003
Beiträge: 1677
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BeitragVerfasst am: Mi Jan 18, 2006 9:01 pm    Titel: Antworten mit Zitat


LSD verändert auf jeden Fall die Wahrnehmung - aber das Bewußtsein ? In meinen Augen ist das ein überschätzter Begriff der 60er und 70er Jahre. Es ist schwierig, etwas Sinnvolles aus diesen Erfahrungen zu gewinnen. Für mich ergab sich nur die Relativität der Wahrnehmung daraus, die Abhängigkeit von den Sinnen, mit denen wir unsere "Objektivität" festzustellen meinen. Es war nicht schlecht, das Setting muß schon vorher genau stimmen und geplant sein und ich würde es wieder tun. Aber alle paar Jahre reicht dann auch.
Aber die meisten Leute sollten doch so ehrlich sein, dass sie es nicht für einen wahrnehmungsphilosophischen Selbstversuch nehmen, sondern für ihren persönlichen Videoclip. Warum auch nicht ? Man besäuft sich schließlich auch nicht um eine neue Koordinationserfahrung zu machen.

Wer keine Neigungen zu Psychosen hat, für den ist es sicher auch nicht gefährlich. Harmlos ist es keinesfalls.
Es gibt immer wieder die Geschichten der "Hängengebliebenen" (= Drogenpsychose) und der Selbstmorde. Die meisten dieser Geschichten sind verfälscht oder schlicht gelogen, aber es gibt sie, die Drogenpsychosen. Schaut man aber etwas näher hin, dann handelt sich meist um Leute, die schon eine Neigung zu Psychosen hatten. Oder aber um Menschen, die es sehr oft in kurzer Zeit genommen haben. In solchen Fällen werden schnell die Drogen verantwortlich gemacht, aber in meinen Augen ist das vorschnell. Denn die weitaus meisten nehmen mal LSD und lassen es dann lange wieder: Es hat gereicht. Wer es aber wie Bonbons schluckt, der hatte schon vorher ein Problem, das er auf diese Weise zu "lösen" sucht, denn süchtig macht LSD nicht, eher im Gegenteil.

Die Haltung der Psychiatrie ist in meinen Augen ziemlich scheinheilig. Was passiert denn mit den "Ausgeflippten" ? Man sperrt sie ein und gibt ihnen Drogen (gut, die Benzodiazepine heißen dann "Medikamente"), Tendenz steigend. Und mehr oder minder mit Zwang, denn wer sich weigert, wird durch die eine oder andere Methode genötigt, seine "Medikamente" auch zu nehmen.
Ob die modernen Psychopharmaka ein Segen oder eine Geissel unserer Zeit sind - wer möchte das entscheiden ? Ich persönlich habe aber ein ziemliches Misstrauen gegenüber einer von mir beobachteten Tendenz, zunehmend Menschen in ihren Stimmungsschwankungen als synapsengesteuert, unbalanciert zu erklären und sie mit "Medikamenten", teilweise ganzen Cocktails, "einzustellen".

Nimmt ein Mensch einfach so Psychopharmaka, vielleicht "weil er es nicht mehr aushält", dann sieht ihn die Gesellschaft als medikamentenabhängig, ja als drogensüchtig an. Tut er es mit denselben Substanzen auf Verschreibung, dann ist er "krank" und die Drogen sind dann "Medikamente". Folgerichtig werden in den USA bereits "Medikamente" (engl.: drugs) entwickelt, die verhindern sollen, dass die "Drogen" (engl.: (street) drugs) wirken. Oder einfacher: Man gibt den Leuten gute Drogen, um zu verhindern, dass sie schlechte Drogen nehmen.


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